Herzlich Willkommen!


Erklärung der Mitgliederversammlung des Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V

Der Kampf gegen Rassismus muss zu einer Sache von allen werden

Rassismus erschwert uns und unseren Mitgliedsorganisationen zunehmend das Arbeiten, macht unser Engagement schwieriger und belastender.

Die letzten Jahre waren voller rassistischer Verbrechen: rassistische Aufmärsche in Chemnitz 2018, der Mord an Walter Lübcke im vergangenen Sommer, der Anschlag auf die Synagoge in Halle im Herbst; zuletzt die Morde von Hanau.

Das gesellschaftliche Klima, der Hass im Netz und auf den Straßen kommt auch bei uns und unseren Mitgliedsorganisationen an. Im Juli 2019 wurden hunderte Menschen in Mecklenburg-Vorpommern darüber informiert, dass ihre Namen auf Feindeslisten rechtsextremer Netzwerke geführt werden. Darunter auch Menschen, die sich in unseren Mitgliedsorganisationen engagieren.

Wir werden bedroht, aber unsere Arbeit wird auch konkret eingeschränkt: Vor ein paar Wochen musste Tutmonde, eine unserer Mitgliedsorganisationen in Stralsund, nach einer rechtsradikalen Bedrohungssituation ihr Büro wechseln.

Rassismus findet statt. Auf der Straße, in unseren Köpfen und im Internet. Auch die Institutionen sind davon nicht ausgenommen. Im vergangenen Jahr erklärte ein Gericht in Greifswald die Verwendung des N-Wortes durch einen Landtagsabgeordneten der AfD für rechtmäßig.

Wir bräuchten Unterstützung und Solidarität, stattdessen müssen wir an anderer Stelle kämpfen: Zivilgesellschaftlichen Organisationen, die Einfluss auf die politische Willensbildung nehmen, droht der Verlust ihrer Gemeinnützigkeit. Wir brauchen gerade jetzt mehr Mut und Stimme statt weniger Mitsprache. Und fordern, dass der Kampf gegen Rassismus zu einer Sache von allen wird.

Mehr erfahren:

Podcast: Rechtsextreme Einzelfälle? Den „Nordkreuz“-Komplex aufklären. | Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern: hier

Film: Staatsfeinde in Uniform, ein von Dirk Laabs bei ZDF zoom: hier

Artikel hierzu in der Frankfurter Rundschau: Warum sind die Sicherheitsbehörden auf dem rechten Auge blind?: hier 

 


Liebe Mitglieder und Engagierte,

wir schließen uns in diesen Corona-Zeiten den Appellen zu gegenseitiger Rücksichtnahme und Solidarität an und wünschen uns allen Besonnenheit und Durchhaltevermögen. Unsere Geschäftsstelle bleibt für euch per E-Mail erreichbar.

Euer Team vom Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V


Weltladen-Dachverband startet aktion #fairsorgung

Aktion soll den Warenfluss fair gehandelter Produkte gewährleisten und Existenzen sichern

Mainz. Gemeinsam mit rund 30 Lieferanten des Fairen Handels hat der Weltladen-Dachverband heute die aktion #fairsorgung gestartet. Ziel der Aktion ist es, die schlimmsten wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise auf alle Partner des Fairen Handels abzumildern und die Versorgung der Bevölkerung mit fair gehandelten Produkten zu gewährleisten.

Um dieses Ziel zu erreichen, weist der Weltladen-Dachverband Verbraucher*innen auf die vielfältigen Bestell- und Lieferwege hin, die Weltläden in vielen Städten angesichts der Coronakrise entwickelt haben. Dazu zählt auch der Kauf von Gutscheinen, der Weltläden in der aktuellen Situation Einnahmen sichert.

Für die Kund*innen, für die dieses lokale Angebot nicht verfügbar oder nicht passend ist, bietet die aktion #fairsorgung eine Online-Komponente. Mit einer breit angelegten Kampagne sollen bestehende, aber auch Neukund*innen für das vielfältige Angebot der Fair-Handels-Unternehmen gewonnen werden. Über den Link www.aktion-fairsorgung.de gelangen die Kund*innen zu den Online-Shops der anerkannten Weltladen-Lieferanten, die besonders hohe Standards erfüllen und die als gesamtes Unternehmen ausschließlich fair gehandelte Waren vertreiben. Einen Teil der Umsätze leiten die Lieferanten an die Weltläden weiter, so dass diese trotz Schließung oder reduzierten Öffnungszeiten einen Beitrag zur Deckung ihrer laufenden Kosten erhalten.

Dauer und Verlauf der Krise sind derzeit nicht abzuschätzen. Es ist jedoch absehbar, dass alle an der Lieferkette beteiligten Akteure – Produzent*innen, Importeure und die Weltläden als Fachgeschäfte des Fairen Handels – wirtschaftliche Einbußen zu verzeichnen haben werden. Kleinbäuer*innen und Kleinproduzent*innen weltweit, die Kaffee, Tee, Reis und viele weitere Produkte unseres täglichen Bedarfs herstellen, haben bereits jetzt mit dramatischen Umsatzeinbußen wegen der Coronakrise zu kämpfen. Die aktion #fairsorgung soll durch einen funktionierenden Weiterverkauf der Waren an die Endkund*innen einen Beitrag dazu leisten, den Absatz der produzierten Waren und somit die Existenzen der Produzent*innen zu sichern.

„Der Faire Handel ist eine weltweite, solidarische Bewegung, die von gegenseitiger Unterstützung lebt,“ so Steffen Weber, Geschäftsführer des Weltladen-Dachverbandes in Mainz. Deswegen sei es für die Weltladen-Bewegung selbstverständlich, mit Maßnahmen wie der aktion #fairsorgung einen Beitrag zur Existenzsicherung für die Handelspartner weltweit zu leisten, aber auch für das Überleben der 100%-Fair-Lieferanten sowie der Weltläden als ihren Partnern.

Der Weltladen-Dachverband appelliert an alle Weltladen-Kund*innen, ihren Fachgeschäften für Fairen Handel auch in diesen schwierigen Zeiten die Treue zu halten, damit sie nach Bewältigung der Krise wieder den Einkauf in ihrem Weltladen genießen können. Die Adressen der mehr als 900 Weltläden in Deutschland sind unter www.weltladen.de abrufbar. Weitere Informationen: www.aktion-fairsorgung.de

Kontakt:

Weltladen-Dachverband, Steffen Weber, Tel.: 06131/68 907-89; s.weber@weltladen.de


Offener Brief von SEEBRÜCKE MV

Das Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V gehört zu den Erstunterzeichner*innen des Offenen Briefes, den das Bündnis Seebrücke an die Landesregierung gerichtet hat. Mehr Lesen