weltwechsel 2017: Menschlichkeit

2. bis 25. November 2017

Jahresthema weltwechsel 2020
Unser Handeln JETZT ist entscheidend für die Zukunft der Menschheit: es ist Zeit für ein solidarisches Zusammenwirken! Umweltzerstörung, Fremdenhass, Misstrauen, Einsamkeit, Konsum auf Kosten anderer – unsere globale Gesellschaft trennt, führt Krieg und stößt an ihre Grenzen. Doch auch die Gegenseite ist lebendig: Initiativen für Klimaschutz wachsen, Toleranz, ziviler Ungehorsam aus Liebe, das Streben nach Frieden. In vielfältigen Bewegungen stehen Menschen mit gesellschaftlichem Engagement für den Wunsch nach Gerechtigkeit ein. Noch stehen wir durch Schubladendenken getrennt. Vorurteile über unsere Nächsten und unsere Fernsten bestimmen unsere Gesellschaft - Wir müssen reden…und Handeln! Die unbekannte, alte Dame von Gegenüber ist genauso wichtig, wie der Landwirt mit seinen Sorgen oder die Familie aus einem fernen Land auf der Flucht. Der Prozess des Wandels verlangt eine Aufhebung der Barrieren in unserem Denken, in unserem Fühlen. Es geht um unser Leben. Lasst uns beginnen mit Empathie und grenzenloser Solidarität!
Was ist eigentlich gerecht? Alle bekommen das Gleiche? Oder: Alle nach Ihren Bedürfnissen? Das schaffen wir bisher oft nicht einmal hier - wie dann weltweit? Ob soziale oder ökologische Gerechtigkeit, Verteilungs- oder Klimagerechtigkeit, laßt uns gemeinsam hinterfragen und schauen: Gehen wir miteinander gerecht um? Wer setzt sich wie dafür ein? Denken wir überhaupt darüber nach, was unser Handeln weltweit auslöst? Wie würde die Welt aussehen, wenn wir global gerecht leben würden?
Globale Probleme - nationale Lösungen? Think global! Klimawandel, Ausbeutung, Artensterben, Migration. Keine der großen Fragen unserer Zeit kann nationalstaatlich gelöst werden. Dennoch gelingt es nationalistischen Denkweisen sich in Politik und Gesellschaft zu etablieren, nicht nur hier in Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland sondern auch in Europa und weltweit. Solidarität, die an Grenzen endet? Menschenrechte, die von der Staatsangehörigkeit abhängig sind? Nationalstaatliche Interessen, die eine weltweite Zusammenarbeit zu elementaren Zukunftsfragen verhindern? All dies ist keine Option für uns. Mit dem Weltwechsel 2020 wollen wir uns dafür stark machen, nationalistische Denkweisen zu überwinden. Wir wollen Visionen für eine Welt entwickeln, in der nicht Nationalität über Möglichkeiten und Begrenzungen entscheidet, sondern in der alle Menschen in ihrer Komplexität und Vielfalt wertgeschätzt werden.
Ob kulturell, gesellschaftlich, politisch, religiös oder biologisch – Vielfalt ist wichtig, bedeutet Lebensgrundlage, Reichtum und Entwicklung. Für die Menschheit ist sie Quelle des Austauschs, des Perspektivwechsels und der Kreativität und ebenso wie die Biodiversität in der Natur ist sie Antriebsmotor, der alles Wesentliche am Laufen hält. Die Natur kennt keine Grenzen und ihrer Entwicklung ist freien Lauf gelassen. Der Menschheit hingegen werden künstlich welche gesetzt. Warum eigentlich? Haben wir nicht alle ein Recht darauf Vielfalt zu entdecken und zu leben? Welche Beispiele von vielfältigen Gesellschaften, ihrer Chancen, Potentiale und Innovationen kennen wir aus Geschichte und Gegenwart? Wo finden wir schon Ansätze in Mecklenburg-Vorpommern? Welche Visionen von einem diversen Zusammenleben haben wir? Und Wie können wir Vielfalt schätzen, schützen und stärken – ohne in Fallen, wie völkische Traditionen, Rassismus, Abschottungspolitik, Nationalismus und Ethnopluralismus zu tappen?
Wandel für Zukunftsfähigkeit Die 20er Jahre starten und die politische Großwetterlage stürmt gegenwärtig definitiv in die falsche Richtung - Nationalismus und Leugnung des Klimawandels sind nur zwei Themen, die uns täglich in der Presse begegnen. Aber überall gibt es Menschen, die einfach anfangen. Menschen, die auf Widerstand, Gemeinschaftlichkeit und Selbstermächtigung setzen, um weiter an der sozialen und ökologischen Zivilisierung unseres Lebens zu arbeiten. Eine sozialpsychologische Erkenntnis besagt, dass das stärkste Moment der Veränderung einer Praxis die Praxis selbst ist. Wie kann eine respektvolle politische Kultur aussehen, die das Wohl der Bürger*innen und den Schutz des Planeten in den Blick nimmt? Wo und wie arbeiten Menschen ganz praktisch an der Umsetzung? Was sind Bedingungen für das Gelingen? Und wie erhalten wir uns einen langen Atem?
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Bitte verzichtet auf Sonderzeichen und Absätze. Danke, eure Auswerterin :)

2017 war das Oberthema Menschlichkeit.


Hier
geht es zur kompletten Veranstaltungsübersicht 2017.


 

Die Veranstaltungsreihe weltwechsel wird gefördert durch:

+ Engagement Global im Ausftrag des BMZ (Link)
+ Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (Link)
+ Stiftung Nord-Süd-Brücken (Link)
+ Kirchlicher Entwicklungsdienst der Nordkirche (Link)
+ Ehrenamtsstiftung M-V (Link)
+ RENN Nord (Link)
+ Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (Link)



Printmaterialien
können als Einzelexemplare unter schwartz@eine-welt-mv.de geordert werden:

+ Aufkleberpostkarte mit drei Motiven: PDF
+ Plakat A1: PDF
+ Plakat A3: PDF
+ Plakat A4: PDF
+ Flyer Region Nord (Rostock/Bad Doberan): PDF
+ Flyer Region Ost (Vorpommern): PDF
+ Flyer Region Süd (südliches Mecklenburg): PDF
+ Flyer Region West (Schwerin): PDF
+ Programmheft: PDF

Weitere Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit:

Einzelseiten aus dem Programmheft, die auch als Ankündigungsplakate für die Einzelveranstaltungen verwendet werden können, stehen hier übersichtlich sortiert für den Einzeldownload bzw. hier im Paket als ZIP-Datei zur Verfügung.

Logo weltwechsel: JPG (1036 x 472 Pixel) | JPG (472 x 193 Pixel)

Teaser für die eigene Website: JPG
Titelbild für den Facebook-Auftritt: JPG

Für andere Größen, Dateiformate oder Farbvarianten bitte eine kurze Mail an schwartz@eine-welt-mv.de.



Hier
sehen Sie unser Organigramm, um die Strukturen hinter weltwechsel besser verstehen zu können.



Entwicklungspolitische Tage heißen jetzt weltwechsel

weltwechsel: So heißt seit 2017 die Veranstaltungsreihe unter Koordination des Eine-Welt-Landesnetzwerks. Immer im November werfen etwa 100 Veranstaltungen unter einem wechselnden Jahresthema in ganz Mecklenburg-Vorpommern Schlaglichter auf aktuelle Diskurse, bringen globale Themen in direkte Verbindung mit dem Leben hier. Und sind mit jährlich etwa 6.000 Besucher*innen eine der größten Veranstaltungsreihen des Landes.

„Dass sich an dem Namen etwas ändern muss, hat sich in den vergangenen Jahren herauskristallisiert“, sagt Patrice Jaeger vom Eine-Welt-Landesnetzwerk. weltwechsel war nach einem intensiven Prozess und vielen, auch emotionalen Diskussionen, dann eine einstimmige Entscheidung der Kreativgruppe zur Namensfindung.“

Mit dem Namen vollzog das Landesnetzwerk den Wandel, den die Entwicklungspolitischen Tage innerlich schon vollzogen haben, auch nach außen.

„Wir wollten unserer veränderten Auffassung von Entwicklungszusammenarbeit Rechnung tragen, es sollte viel deutlicher werden, dass es nicht um einseitige Hilfe aus dem Norden an den Süden geht, sondern vielmehr um unsere gemeinsame Verantwortung für die Zukunft der Menschheit und der Welt, ausgerichtet an den Globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen“, sagt Patrice Jaeger. „Zweitens machen wir seit Jahren zum Teil moderne, junge Veranstaltungen. Wir wollen ermutigen, für unsere Inhalte begeistern. Das sollte sich ebenfalls im Namen widerspiegeln – auch um noch mehr Leute zu erreichen.“

„Der bisherige Name Entwicklungspolitische Tage war zu sperrig und klang angesichts der vielen sehr spannenden Veranstaltungen auch etwas zu trocken“, sagt Alexis Schwartz, Mitarbeiter im Eine-Welt-Landesnetzwerk. „Bei dem neuen Namen habe ich das Bild einer Welt, die ihre verkrustete alte Haut abstreift. Darunter werden all die frischen Ideen sichtbar, die ein langfristiges Zusammenleben aller Menschen in Frieden und Würde ermöglichen.“

Auch wenn einen Namenswechsel bei einer etablierten Reihe immer auch ein gewisses Risiko bedeutet, war der Prozess überfällig. Patrice Jaeger findet, „dass der Name eine positive Vorstellung von Veränderung erzeugt, ohne dabei hochtrabend oder moralisierend zu wirken.“