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Mittwoch 04.11.2015 | 19:00-22:00
Doberaner Str. 21 - Studio/Saal

Rojava – Eine bedrohte Basisdemokratie

PolDo am Mittwoch

Im Schatten des furchtbaren Bürgerkrieges in Syrien, in dessen Verlauf mehr als 250.000 Menschen getötet wurden und Millionen auf der Flucht sind, hat die kurdische Bevölkerung in drei Kantonen im Norden Syriens (Rojava) selbstverwaltete Strukturen aufgebaut, die das Überleben der Menschen sichern und darüber hinaus Ansätze für ein demokratischeres Syrien ganz praktisch aufzeigen. Die Menschen in Rojava versuchen mit ihrem Projekt ein alternatives Gesellschaftsmodell jenseits von nationalistischen, religiös-fundamentalistischen und patriarchalen Vorstellungen zu entwickeln. Die türkische Regierung versucht hingegen, die demokratische Selbstverwaltung Rojavas zu diffamieren und letztlich zu beseitigen. Trotz der Bedeutung der kurdischen Verteidigungskräfte im Kampf gegen den IS-Terror in Syrien sind aber auch Deutschland, die EU und die NATO nicht gewillt, die Entwicklung in der Region aktiv zu unterstützen.

Referent_in: Über die Region berichten Referent_innen des "Verbandes der Studierenden aus Kurdistan e.V." (Dachverband kurdischer Studierender in Europa) sowie von „Cadus“ (unabhängige Hilfsorganisation, die derzeit in Rojava aktiv ist und nachhaltige Projekte u.a. in medizinischen und therapeutischen Bereichen mit den Menschen vor Ort initiiert).

Veranstalter: Soziale Bildung e.V.

Soziale Bildung e.V. (SoBi) hat seinen Sitz in Rostock und ist in den Bereichen politische Jugend- und Erwachsenenbildung, Offene Kinder- und Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und Forschung & Evaluation tätig. http://soziale-bildung.org/ Ein Schwerpunkt ist die Entwicklungspolitische Arbeit in M-V.


Donnerstag 05.11.2015 | 20:00
Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21

PolDo: Zeitgenössische politische Aktionsformen zwischen Aktivismus und Kunst

Vortrag & Diskussion

Das „Recht auf die Stadt“, zuerst von H. Lefebvre als Slogan vorgeschlagen, ist nach D. Harvey unter den Menschenrechten das am meisten verwahrloste und gleichzeitig eines der wertvollsten. In Hamburg besteht das Recht auf Stadt – ein Netzwerk von mehr als 50 Initiativen, ngo‘s, Wohnprojekten, Künstler-Initiativen u.v.m. . Die Hauptthemen sind Partizipation an politischen Themen, Transparenz, Umgang mit Flüchtlingen, gentrification, Vertreibung aus dem öffentlichem Raum und Nachhaltigkeit. Dabei spielt die Repräsentation im klassischen Sinne fast keine Rolle mehr: Diejenigen, die handeln und kämpfen, haben aufgehört, repräsentiert zu werden, auch nicht von einer Partei, es gibt nur noch Aktion; Aktion der Praxis in Beziehungen von Verbindungselementen oder Netzwerken. Die Regisseurin Liz Rech wird einige Beispiele des Recht auf Stadt-Aktivismus, die erfolgreichsten Projekte und die größten Niederlagen präsentieren.

Referent_in: Liz Rech

Veranstalter: Soziale Bildung e.V.

Kooperationspartner: Soziale Bildung e.V.


Freitag 06.11.2015 | 11 - 18 Uhr
Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21

Lasst neue Aktionsformen sprechen!

Workshop mit 15 - 20 TeilnehmerInnen

In den vergangenen Jahren haben sich vielfältigste neue Sprechweisen, Aktionsformen und (Protest-)Formate im Spannungsfeld zwischen Politik und Kunst entwickelt. Die Hamburger Regisseurin Liz Rech gibt an Hand einer Reihe inspirierender Beispiele aus dem künstlerisch-politischen Bereich einen Einblick und entwickelt mit den Teilnehmer*innen konkrete Aktionsformen für ihre (entwicklungs-)politische Arbeit. Es geht unter anderem um die Potentiale theatraler Aktionsformen im öffentlichen Raum und des site specific theatre und die Frage: Wie lässt sich Sichtbarkeit herstellen - auch für Leute, die normalerweise im öffentlichen Raum kaum sichtbar werden, wie z.B. Non-Citizens?

Referent_in: Liz Rech

Veranstalter: Soziale Bildung e.V.


Sonnabend 07.11.2015 | 11:00-13:00
Doberaner Straße 21

Konsum- und globalisierungskritischer Stadtrundgang

In unserer globalisierten Welt haben wir die Möglichkeit (fast) alles zu jeder Zeit zu bekommen, wonach uns der Sinn steht. Dahinter steht ein weltweites Netz von Akteuren, die Rohstoffe abbauen, in der Weiterverarbeitung und Endfertigung von Konsumgütern tätig sind und schließlich über den Handel unsere Produkte zum Kauf anbieten. Welche Vor- und Nachteile ergeben sich daraus? Eine permanente Verfügbarkeit von Produkten und niedrige Preise für die Konsumentenseite. Jedoch auch eine Vernachlässigung, Verletzung oder sogar Zerstörung von Mensch und Natur auf der Produzentenseite. Der Rundgang möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, dass der Kauf einer Jeans oder einer Tafel Schokolade direkte Folgen für Menschen in anderen Regionen der Welt hat.

Die KonsumGlobalRostockInitiative (kurz KonGloRI) wird von einer offenen Gruppe junger Menschen getragen. Von diesen werden die Rundgänge überarbeitet und durchgeführt. Sie arbeiten eng mit Soziale Bildung e.V. zusammen.


Donnerstag 12.11.2015 | 19:00-23.00
Doberaner Str. 21

PolDo: Liquid Democracy

fairer, offener und gleicher Austausch mit flüssiger Demokratie

Der Begriff “Liquid Democracy” (deutsch: Flüssige Demokratie) steht für eine neue Form der Demokratie, in der verschiedene “starre” Begrenzungen “verflüssigt” werden. Die Gesellschaft wird mit immer komplexeren Aufgaben konfrontiert, die mit einem steigenden Abstimmungsbedarf einhergehen. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel von „Liquid Democracy e.V.“, moderne (internetbasierte Open Source) Softwaretools zu entwickeln, um mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, sich online an (organisationsinternen oder politischen) Entscheidungsprozessen beteiligen zu können. So sollen Entscheidungen durch einen fairen, offenen und gleichen Austausch aller Beteiligten sowie durch die gemeinsame Weiterentwicklung von Ideen zustande kommen. Nils Altland führt nicht nur in das Thema 'Liquid Democracy' ein, lässt dabei praktische erfolgreiche Anwendungsbeispiele einfließen, sondern erläutert auch konkrete Umsetzungsmöglichkeiten wie bspw. Software.

Referent_in: Nils Altland - ihn interessiert in seiner praktischen und theoretischen Arbeit wie sich Technologie, neue Medien und Demokratie wechselseitig beeinflussen

Veranstalter: Soziale Bildung e.V.

Soziale Bildung e.V. (SoBi) hat seinen Sitz in Rostock und ist in den Bereichen politische Jugend- und Erwachsenenbildung, Offene Kinder- und Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und Forschung & Evaluation tätig. http://soziale-bildung.org/ Ein Schwerpunkt ist die Entwicklungspolitische Arbeit in M-V.

Kooperationspartner: Liquid Democracy e.V. - ein seit 2009 bestehender gemeinnütziger und überparteilicher Verein, der an innovativen Ideen zur demokratischen Teilhabe arbeitet.