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geöffnet von Montag bis Samstag 03.11.2017 - 24.11.2017 | 10:00-18:00 Uhr
Lange Straße 49

VETO! Diskriminierung sichtbar machen.

Ausstellung einer illustrierten Zitatsammlung

VETO. - kurz für `verquer. für Toleranz und Sichtbarmachen von Diskriminierung` ist eine Initiative des Bildungsprojekts verquer. Es soll gezeigt werden, dass Diskriminierung leider etwas sehr Alltägliches ist.

Seit Beginn des Jahres wird dazu monatlich ein Plakat mit einem Zitat aus einem konkreten Diskriminierungsfall veröffentlicht. Diese Plakate werden in ausgewählten öffentlichen Gebäuden Vorpommerns ausgestellt. Im Laufe des Jahres sind so Plakate mit vielen verschiedenen Zitaten aus unserer Region entstanden. Diese werden zusammen mit zusätzlichen Informationen zum Thema Diskriminierung im Soziokulturellen Zentrum "St.Spiritus" in Greifswald ausgestellt.

Damit wird nicht nur den Betroffenen eine Stimme gegeben, sondern es soll gleichzeitig darüber aufgeklärt werden, was denn eigentlich genau unter Diskriminierung zu verstehen ist, wo Betroffene Hilfe bekommen und was wir alle für ein offenes und tolerantes Miteinander tun können.

Am 3.11. findet ab 18 Uhr die Vernissage im "St. Spiritus" statt und es gibt die Möglichkeit mit den Initiator*innen der Initiative VETO! ins Gespräch zu kommen.

Veranstalter: verquer.

verquer. ist der Bildungsbereich des Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V. Seit 2011 bieten wir Projekte zu Themen globaler Gerechtigkeit für Schulklassen und Gruppen in Vorpommern an. Wir sind ein interdisziplinäres Team, welches trotzig und idealistisch an der Weltverbesserung arbeitet.

Kooperationspartner: Weltladen Greifswald, Soziokulturelles Zentrum St. Spiritus


Fr/Sa 10.11.2017 - 11.11.2017 | Freitag 14:00. Samstag 10:00-17:00
Lange Str. 49/51

Menschenrechte

Internationaler Workshop Menschenrechtsbildung

In dem internationalen Workshop geht es um die Grundlage von Menschenrechten und deren Situation in unterschiedlichen Ländern. Wir laden dazu Teilnehmer*innen aus Belarus, Polen und der Türkei ein. Wir wollen uns über die Arbeit unserer Organisationen austauschen und uns vernetzen. Wir arbeiten mit Methoden der Menschenrechtsbildung und entwickeln konkrete Idee zu Möglichkeiten, das Thema Menschenrechte in unsere Arbeit einfließen zu lassen, insbesondere auch im Bereich der internationalen Freiwilligendienstarbeit. Workshopsprache ist englisch. Wir bitten um Anmeldung bis zum 7.11.2017 unter evs@straze.de

Veranstalter: Turbina Pomerania - internationale Freiwilligendienstinitiative

Turbina ist eine internationale Freiwilligendienstinitiative getragen vom Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V. und Polites aus Stettin. Gemeinsam engagieren sich die Vereine für eine weltoffene Grenzregion. Beide sind Trägerorganisation für Freiwilligendienste.

Kooperationspartner: 3. Sektor aus Hrodna, Belarus


Dienstag 21.11.2017 | 19:30
Lange Straße 49-51

„Life Saraaba Illegal“ Filmabend mit Peter Heller

Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur

Im Mittelpunkt des Films, der in der Produktion aus Mitteln des Evangelischen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt gefördert wurde, steht eine Fischerfamilie, die auf Niodor, einer kleinen vor der senegalesischen Küste gelegenen Insel, lebt. Er folgt den beiden Brüder Aladji und Souley, beginnt aber mit den Erinnerungen des Vaters, der in den 1960er Jahren als Gastarbeiter in Frankreich gearbeitet hatte. Sein älterer Sohn Aladji folgte dem Vorbild des Vaters und gelangte als Bootsflüchtling nach Spanien. Doch die Wirtschaftskrise von 2008 durchkreuzte seine Pläne, eine längerfristige Arbeit zu finden und eine Aufenthaltsbewilligung zu bekommen, um Fuß in Europa fassen zu können. Deshalb rät er seinem jüngeren Bruder Souley davon ab, ihm von der heimischen Atlantikinsel zu folgen. Doch dieser hat nichts anderes mehr im Kopf und macht sich ebenfalls auf den Weg. Auf der Insel Niodor ist die Reise nach Europa zu einer Art Initiationsritus für heranwachsende Männer geworden. Der Vater weiß darum. Auch wenn er die wirkliche Situation seines älteren Sohnes realistisch einschätzt, versucht er deshalb nicht ernsthaft, den jüngeren von der Reise abzuhalten. Denn der Begriff „Saaraba“ weckt in Westafrika Hoffnungen. Er steht für das ‚verheißene Land‘ – Europa. Eine weitere Perspektive entwickelt der Film durch Saliou Sarr, den Co-Regisseur. Er ist der Cousin der beiden Brüder und Freund aus Kindertagen auf der Insel. Sein Vater hatte Karriere beim Militär gemacht, weshalb seine Kinder ohne Probleme in Frankreich studieren konnten. Saliou Sarr lebt als Musiker in der Hauptstadt Dakar. Mit Liedern und persönlichen Kommentaren versucht er im Film als Begleiter, Interpret und Mittler uns, den europäischen Zuschauern, den Blick zu öffnen. Saliou findet Aladji in Südspanien auf verzweifelter Suche nach Arbeit und Aufenthaltserlaubnis und er folgt dem jüngeren Souley über 3000 km nach Marokko, noch bevor es diesem gelingen wird, ebenfalls übers Mittelmeer nach Spanien zu gelangen. Er wollte beide zur Umkehr bewegen. Vergeblich.

Referent_in: Peter Heller

Veranstalter: Diakonisches Werk MV e.V.