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Auf Anfrage 02.11.2017 - 25.11.2017
Knopfstraße 18-20

Alle da!

Lesung für Grundschulklassen

Wir kommen fast alle von woanders her, wenn man weit genug zurück denkt. Jetzt leben wir alle zusammen hier. Das kann spannend sein und auch manchmal schwierig. Auf jeden Fall wird das Leben bunter, wenn viele verschiedene Menschen von überallher zusammenkommen. Wir möchte das Buch von Anja Tuckermann und Kristine Schulz vorlesen und mit Schüler*innen der Grundschule über ihre Vorstellungen von menschlichem Miteinander und Menschenrechten ins Gespräch kommen. Anmeldung über die Stadtbibliothek Greifswald: A.Toeppner@greifswald.de, 03834/8536-4473

Veranstalter: verquer /Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V.

verquer. ist der Bildungsbereich des Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V. Seit 2011 bieten wir Projekte zu Themen globaler Gerechtigkeit für Schulklassen und Gruppen in Vorpommern an. Wir sind ein interdisziplinäres Team, welches trotzig und idealistisch an der Weltverbesserung arbeitet.

Kooperationspartner: Stadtbibliothek "Hans Fallada" Greifswald


geöffnet von Montag bis Samstag 03.11.2017 - 24.11.2017 | 10:00-18:00 Uhr
Lange Straße 49

VETO! Diskriminierung sichtbar machen.

Ausstellung einer illustrierten Zitatsammlung

VETO. - kurz für `verquer. für Toleranz und Sichtbarmachen von Diskriminierung` ist eine Initiative des Bildungsprojekts verquer. Es soll gezeigt werden, dass Diskriminierung leider etwas sehr Alltägliches ist.

Seit Beginn des Jahres wird dazu monatlich ein Plakat mit einem Zitat aus einem konkreten Diskriminierungsfall veröffentlicht. Diese Plakate werden in ausgewählten öffentlichen Gebäuden Vorpommerns ausgestellt. Im Laufe des Jahres sind so Plakate mit vielen verschiedenen Zitaten aus unserer Region entstanden. Diese werden zusammen mit zusätzlichen Informationen zum Thema Diskriminierung im Soziokulturellen Zentrum "St.Spiritus" in Greifswald ausgestellt.

Damit wird nicht nur den Betroffenen eine Stimme gegeben, sondern es soll gleichzeitig darüber aufgeklärt werden, was denn eigentlich genau unter Diskriminierung zu verstehen ist, wo Betroffene Hilfe bekommen und was wir alle für ein offenes und tolerantes Miteinander tun können.

Am 3.11. findet ab 18 Uhr die Vernissage im "St. Spiritus" statt und es gibt die Möglichkeit mit den Initiator*innen der Initiative VETO! ins Gespräch zu kommen.

Veranstalter: verquer.

verquer. ist der Bildungsbereich des Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V. Seit 2011 bieten wir Projekte zu Themen globaler Gerechtigkeit für Schulklassen und Gruppen in Vorpommern an. Wir sind ein interdisziplinäres Team, welches trotzig und idealistisch an der Weltverbesserung arbeitet.

Kooperationspartner: Weltladen Greifswald, Soziokulturelles Zentrum St. Spiritus


Sonntag 05.11.2017 | 19:00
Rubenowstraße 1

Stell dir vor, du wirst nicht verstanden

Dolmetschen, mehr als nur Reden

Zum Arzt/Ärztin oder aufs Amt gehen in einem fremden Land - das ist für viele Menschen in Deutschland und auch in Mecklenburg Vorpommern Alltag. Manch eine*r bekommt schon einen Kloß im Magen, wenn sie/er ein Telefongespräch für die Ferienplanung auf Englisch führen soll, viele Geflüchtete müssen jedoch ihre medizinischen und alltäglichen Probleme alleingelassen auf einer Fremdsprache lösen. Als ehrenamtliche Person ist es schwierig, Zwischentöne zu übersetzen. Dieser Vortrag mit praktischen Inhalten soll die Probleme anhand von Erfahrungsberichten näher beleuchten und auf die Arbeit vieler Ehrenamtlicher in diesem Bereich eingehen: Wie erstelle ich einen Leitfaden für das Gespräch? Wie sollte es im besten Fall aufgebaut sein? Worauf muss ich beim Übersetzen achten? Was muss ich wem mitteilen und wie mache ich das am besten? Diesen und noch viel mehr Fragen möchten wir uns stellen und uns auch anschauen, wie ehrenamtliches und professionellen Dolmetschen in anderen Gegenden Mecklenburg-Vorpommerns und Deutschlands abläuft.

Veranstalter: AG Medizin und Menscherechte Greifswald

Die AG Medizin und Menschrechte ist eine Gruppe von Medizinstudierenden, die sich kritisch mit Medizin, Gesundheit und Menschenrechten im globalen Kontext auseinandersetzen. Momentan liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf Zugang zum Gesundheitssystem für Geflüchtete. Kontakt: menschenrechte@fsrmed.de


Montag 06.11.2017 | 19:00
Bahnhofstraße 4-5

HUMAN – Die Menschheit

Ein Film von Yann Arthus-Bertrand ("Die Erde von oben", "Home")

Was macht uns zu Menschen? Was lässt uns lieben, leiden, und was verbindet uns trotz unterschiedlicher Herkunft im tiefsten Inneren?

Durch die Begegnung mit Menschen aus über 60 Ländern, die in ebenso vielen Sprachen vor der Kamera aus ihrem Leben erzählen, entsteht ein Kaleidoskop aus Lebensfreude, Glück und Sehnsucht, aber auch den Schattenseiten unserer Existenz. Von Freiheitskämpfern in der Ukraine über Bauern in Mali bis zu Todeszellen-Insassen in den USA, von frisch Verliebten über Menschen, die ihre Familie verloren haben, bis zu Kindern und ihrem unverstellten Blick auf die Welt liefert „HUMAN – Die Menschheit“ eine packende und emotionale Momentaufnahme dessen, was es heißt, heute auf unserem Planeten zu leben – und unserer Verantwortung, die Zukunft als Gemeinschaft zu gestalten.

+++Drei Jahre Produktionszeit, Drehorte in 60 Ländern, 2.020 Interviews in 63 Sprachen, 500 Stunden Luftaufnahmen+++ HUMAN – DIE MENSCHHEIT ist das Ergebnis einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit zweier Non Profit-Organisationen. Die philanthropisch orientierte Bettencourt Schueller Foundation finanzierte das Projekt für Yann Arthus-Bertrands GoodPlanet Foundation, die den Film inhaltlich und organisatorisch steuerte.

FR 2015, 143 min, Originalfassung mit deutschen Nebentiteln

Veranstalter: Koeppenhaus

Das Literaturzentrum im Koeppenhaus führt pro Jahr ca. 120 Veranstaltungen durch. Unser Haus versteht sich auch als ein Forum zur Diskussion von Fragen gesellschaftlicher Relevanz und möchte eine demokratische Kultur der Vielfalt und gesellschaftlichen Teilhabe fördern. www.koeppenhaus.de


Mo-Fr 06.11.2017 - 17.11.2017 | 8:00-17:00
Am Schießwall 1 – 4

denk MIT-MENSCH denk UM-WELT

Gerechtigkeit, Verantwortung, Menschlichkeit

Greenpeace ist eine international arbeitende Nichtregierungs-Organisation, die sich seit fast 40 Jahren mit gewaltfreien Aktionen für den Erhalt unserer Umwelt einsetzt. Mit diesem Engagement will Greenpeace nicht allein für Wale und Bäume Sprachrohr sein. Zerstörung von Natur trifft immer auch den Menschen. In Indonesien wüteten 2015 schwere Waldbrände. Der toxische Rauch und Smog führten zu geschätzte 100.000 frühzeitige Todesfälle in Südostasien. Ursache dafür die Rodung von Wälder und Trockenlegung von Mooren, um Palmöl-Plantagen anzulegen. Dreckige Luft tötet auch in Deutschland: Aufgrund von Stickoxid-Abgasen, wie sie Dieselautos verursachen, sind jährlich in Deutschland mehr als 10.000 frühzeitige Todesfälle zu beklagen – umgerechnet ein Menschenleben in weniger als einer Stunde. Jedes Jahr werden weltweit rund 80 Milliarden Kleidungsstücke produziert. Ein riesiger Markt, der die Ressourcen unseres Planeten strapaziert und Arbeitsrechte und Umweltschutz mit Füßen tritt. So setzt die Textilindustrie bei der Herstellung von Jeans, Shirts und Co. massiv gesundheits- und umweltgefährdende Chemie ein. Die Abwässer aus den Fabriken vergiften in den Produktionsländern vor allem in Asien und Mittelamerika Flüsse und Trinkwasser. Coltan steckt in Smartphones und anderen elektronischen Geräten. Die Gewinnung dieser sog. seltenen Erde bedroht den Gorilla-Bestand in der Demokratischen Republik Kongo, weil die Arbeiter in den entlegenen, oft illegalen Minen die Tiere als Nahrungsquelle jagen. In den gefährlichen Minen arbeiten auch Kinder, die kaum älter als acht Jahre sind . Abgesehen von Arbeitsunfälle sind Minenarbeiter*innen durch den Umgang mit toxischen Substanzen hohe Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Die drastischen Menschenrechtsverletzungen, die die Ausbeutung natürlicher Ressourcen häufig mit sich bringt, konzentrieren sich meist auf die Länder der südlichen Hemisphäre. Diese sind zwar reich an Natur und Bodenschätzen, deren Bewohner dennoch häufig bitterarm und entrechtet. Die Ausstellung soll verdeutlichen, wie wir – in Deutschland und in anderen Industrienationen – mit unserem Konsumverhalten und unserer Unwissenheit und mangelnder Empathie einen Teil zur Zerstörung von Natur und Lebensgrundlagen unserer Mitmenschen beitragen. Vor allem möchte sie jedoch zeigen, dass wir in einer enger zusammenwachsenden Welt ebenso ein Teil der Lösung sein können.

Veranstalter: Greenpeace Greifswald-Stralsund

Greenpeace Greifswald-Stralsund sind Greifswalder Studierende und Leute aus der Region. Ehrenamtlich engagiert für die Umwelt treffen wir uns zweimal im Monat. Wir planen Aktionen, machen Infostände, recherchieren und diskutieren. Mehr Infos findest Du unter www.greifswald-stralsund.greenpeace.de


Dienstag 07.11.2017 | 19:30
Robert-Blum-Straße 18

100 JAHRE – Welche Revolution(en) werden wir erlebt haben werden? [Futur III]

Work in Progress: Forschen am Widerstand (Performance/ Workshop / Diskussion)

Am 7. November begehen wir den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution – für die Einen ein Umsturz, für die Anderen eine Revolution. Für alle aber unzweifelhaft der Beginn einer grundsätzlich anderen Weltordnung – einer bipolaren Welt unter Führung der USA und der UdSSR – die sich erst mit dem Fall der Mauer im November 1989 auflöste. Der Westen steht seitdem ohne den einen großen Gegner da – und droht dem Thema Sicherheit alle seine Vorzüge zu opfern. Unter dem Motto „Wir müssen Gegengeschichte schreiben“ (Harald Welzer) forscht das Kunst-Kollektiv „Institut für Widerstand im Postfordismus“ seit dem Sommer 2014 zu Widerstandsformen im neoliberalen Zeitalter. Ein zentraler Arbeitsbereich des Instituts ist dabei die Erstellung von Prognosen – wie wird sich der Widerstand bis 2029 weiterentwickeln? Im Rahmen seiner Reihe „Forschen am Widerstand im Postfordismus – Work in Progress“ lädt das Institut seit November 2014 verschiedene Expertinnen und Experten aus theoretischen und aktivistischen Kontexten ein, um widerständige Formen vorzustellen und im anschließenden Open Space gemeinsam weiter zu entwickeln. Nun ist das Institut zu Gast im Theater Vorpommern und lädt zu seiner offenen Forschungsplattform ein, bei der Gäste Einblicke in Techniken und Instrumente des Widerstands geben. Nach einem Input in Form von Lectures öffnet sich die Runde für das gemeinsame Gespräch. Welchen Widerstand wollen wir für eine bessere Gesellschaft leisten? Welche Visionen für unsere Gesellschaft gibt es und welche Formen des zukünftigen Zusammenlebens können wir uns vorstellen?

Referent_in: von und mit Vega Damm, Elisa Müller, Michaela Muchina; Raumkonzept, Ausstattung: Michaela Muchina, Yvo Wegener; Dramaturgie: Joshua Wicke, Inga Schaub Produktionsbüro: ehrliche arbeit

Veranstalter: Kunst-Kollektiv „Institut für Widerstand im Postfordismus“ und das Theater Vorpommern

Diskurs. Propaganda. Performance. Das (Kunst-)Kollektiv Institut für Widerstand im Postfordismus erforscht die kommenden Revolution(en) 2015-2029. Das Institut ist ein künstlerisch-diskursives Projekt der Propaganda. www.institut-wip.de www.theater-vorpommern.de


Dienstag 07.11.2017 | 14:00-16:00
Am Schießwall 1-4

Konsum- und globalisierungskritischer Stadtrundgang

(Un-) Menschlichkeit im Einkaufsbeutel

In der globalisierten Welt haben wir die Möglichkeit (fast) alles zu jeder Zeit zu bekommen, wonach uns der Sinn steht. Dahinter steht ein weltweites Netz von Akteuren, die Rohstoffe abbauen, in der Weiterverarbeitung und Endfertigung von Konsumgütern tätig sind und schließlich über den Handel unsere Produkte zum Kauf anbieten. Aber zu welchem Preis und auf wessen Kosten? Der Rundgang möchte nicht nur ein Bewusstsein dafür schaffen, dass der Kauf eines Tablets, einer Jeans oder einer Tafel Schokolade direkte Folgen für Menschen in anderen Regionen der Welt hat, sondern auch zu Verhaltensänderungen und zum politisch werden auffordern.

Referent_in: Franziska Pritzke & Romy Plonus

Veranstalter: WELTbewusst in Vorpommern

Wir sind eine kleine Gruppe von engagierten & motivierten Menschen, die sich gern und intensiv mit Globalisierung und Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Das Leben im Kapitalismus und die Ungerechtigkeiten, die dieser weltweit produziert, sind die Grundlage unserer Kritik am Konsum. weltbewusst.org


Donnerstag 09.11.2017 | 19:00
Kirchstraße 30

Die tödlichste Grenze Europas?!

Seenotrettung mit der Sea-Watch im zentralen Mittelmeer

Seenotrettung von Flüchtenden über das Mittelmeer ist in der Diskussion in den Medien seit Monaten mal positiv, mal negativ. Was hat es damit eigentlich auf sich und wie sieht es an der Grenze zu Europa im Mittelmeer denn tatsächlich aus? Am Beispiel von Sea-Watch ein Blick hinter die Schlagzeilen.

Referent_in: Carolin Möhrke

Veranstalter: Carolin Möhrke, Kirchgemeinde Wieck

Carolin Möhrke ist Kinderärztin und neben der Arbeit im Krankenhaus in Anklam in verschiedenen Ländern dieser Welt tätig gewesen. Derzeit ist sie ehrenamtlich im Vordergrund auf einem Schiff und im Hintergrund meist vor einem Computer für die NGO Sea-Watch tätig

Kooperationspartner: Sea-Watch


Fr/Sa 10.11.2017 - 11.11.2017 | Freitag 14:00. Samstag 10:00-17:00
Lange Str. 49/51

Menschenrechte

Internationaler Workshop Menschenrechtsbildung

In dem internationalen Workshop geht es um die Grundlage von Menschenrechten und deren Situation in unterschiedlichen Ländern. Wir laden dazu Teilnehmer*innen aus Belarus, Polen und der Türkei ein. Wir wollen uns über die Arbeit unserer Organisationen austauschen und uns vernetzen. Wir arbeiten mit Methoden der Menschenrechtsbildung und entwickeln konkrete Idee zu Möglichkeiten, das Thema Menschenrechte in unsere Arbeit einfließen zu lassen, insbesondere auch im Bereich der internationalen Freiwilligendienstarbeit. Workshopsprache ist englisch. Wir bitten um Anmeldung bis zum 7.11.2017 unter evs@straze.de

Veranstalter: Turbina Pomerania - internationale Freiwilligendienstinitiative

Turbina ist eine internationale Freiwilligendienstinitiative getragen vom Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V. und Polites aus Stettin. Gemeinsam engagieren sich die Vereine für eine weltoffene Grenzregion. Beide sind Trägerorganisation für Freiwilligendienste.

Kooperationspartner: 3. Sektor aus Hrodna, Belarus


Mittwoch 15.11.2017 | im Anschluss an die Lesung
Bahnhofstraße 4-5

Tar-Konzert mit Elshan Ghasimi

Nach der Lesung mit Sudabeh Mouhafez klassische persische Musik mit Tar-Spielerin Elshan Ghasimi (Teheran/Berlin)

Elshan Ghasimi spielt auf einer Tar, man findet dieses Instrument in zahlreichen Ländern des vorder- und zentralasiatischen Raumes, vor allem im Iran, in Aserbaidschan, in Armenien und in Turkmenistan. Insbesondere in der iranischen klassischen Musik ist die Tar seit der Kadscharendynastie eines der wichtigsten Musikinstrumente und zwar sowohl solistisch als auch im Ensemble. Der Tar als Soloinstrument ihren typisch metallischen, leicht vibrierenden und zwischentonreichen Klang zu entlocken, versteht Elshan Ghasimi meisterlich. Ihr Konzert gestaltet sie mit Improvisationen über eine klassische persische Tonleiter. Elshan Ghasimi, 1981 im Iran geboren, ist Musikerin, Komponistin und Musiklehrerin. Sie hat in Teheran (Iran) und Baku (Aserbaidschan) studiert und verschiedene Meisterkurse absolviert. Von 1998 bis 2006 war sie Mitglied des Iran's National Orchestra, das ausschließlich Werke für traditionelle persische Saiten- und Holzblasinstrumente aufführte. Ghasimi lebt und arbeitet in Teheran und Berlin.

Referent_in: Elshan Ghasimi

Veranstalter: Koeppenhaus

Das Literaturzentrum im Koeppenhaus führt pro Jahr ca. 120 Veranstaltungen durch. Unser Haus versteht sich auch als ein Forum zur Diskussion von Fragen gesellschaftlicher Relevanz und möchte eine demokratische Kultur der Vielfalt und gesellschaftlichen Teilhabe fördern. www.koeppenhaus.de


Mittwoch 15.11.2017 | 19:30
Bahnhofstraße 4-5

Behalte den Flug im Gedächtnis

Autorenlesung mit Sudabeh Mohafez

Wo gehörst du hin? Welche Kultur ist die deine? Auf Fragen wie diese gibt es keine eindeutigen Antworten – schon gar nicht, wenn man wie Sudabeh Mohafez ganz selbstverständlich in mehreren Welten zu Hause ist. Wer im Kindesalter in der Heimat des Vaters (dem Iran) aufwuchs und die Ferien regelmäßig in jener der Mutter (Deutschland) verbrachte, wer mit der Verflechtung von Mutter- und Vatersprache aufwuchs und den Reichtum dieser Sprach- und Kulturräume verinnerlicht hat, dem kann jeglicher Bekenntniszwang nur absurd erscheinen. Für die jungen Menschen in diesen Erzählungen stellt die Zugehörigkeit zu mehr als nur einer Kultur, mehr als nur einem Sprachraum und mehr als nur einer ethischen Wirklichkeit keine besondere Herausforderung dar. Vielmehr ist sie vom ersten Lebenstag an selbstverständlich und fraglos gelebter Alltag. Sudabeh Mohafez’ Geschichten widmen sich wesentlichen Fragen unserer Zeit – manchmal augenzwinkernd, manchmal zornig, aber immer ermutigend. Foto: (c) Martin Kreiner

Referent_in: Sudabeh Mohafez

Veranstalter: Koeppenhaus

Das Literaturzentrum im Koeppenhaus führt pro Jahr ca. 120 Veranstaltungen durch. Unser Haus versteht sich auch als ein Forum zur Diskussion von Fragen gesellschaftlicher Relevanz und möchte eine demokratische Kultur der Vielfalt und gesellschaftlichen Teilhabe fördern. www.koeppenhaus.de


Dienstag 21.11.2017 | 19:30
Lange Straße 49-51

„Life Saraaba Illegal“ Filmabend mit Peter Heller

Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur

Im Mittelpunkt des Films, der in der Produktion aus Mitteln des Evangelischen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt gefördert wurde, steht eine Fischerfamilie, die auf Niodor, einer kleinen vor der senegalesischen Küste gelegenen Insel, lebt. Er folgt den beiden Brüder Aladji und Souley, beginnt aber mit den Erinnerungen des Vaters, der in den 1960er Jahren als Gastarbeiter in Frankreich gearbeitet hatte. Sein älterer Sohn Aladji folgte dem Vorbild des Vaters und gelangte als Bootsflüchtling nach Spanien. Doch die Wirtschaftskrise von 2008 durchkreuzte seine Pläne, eine längerfristige Arbeit zu finden und eine Aufenthaltsbewilligung zu bekommen, um Fuß in Europa fassen zu können. Deshalb rät er seinem jüngeren Bruder Souley davon ab, ihm von der heimischen Atlantikinsel zu folgen. Doch dieser hat nichts anderes mehr im Kopf und macht sich ebenfalls auf den Weg. Auf der Insel Niodor ist die Reise nach Europa zu einer Art Initiationsritus für heranwachsende Männer geworden. Der Vater weiß darum. Auch wenn er die wirkliche Situation seines älteren Sohnes realistisch einschätzt, versucht er deshalb nicht ernsthaft, den jüngeren von der Reise abzuhalten. Denn der Begriff „Saaraba“ weckt in Westafrika Hoffnungen. Er steht für das ‚verheißene Land‘ – Europa. Eine weitere Perspektive entwickelt der Film durch Saliou Sarr, den Co-Regisseur. Er ist der Cousin der beiden Brüder und Freund aus Kindertagen auf der Insel. Sein Vater hatte Karriere beim Militär gemacht, weshalb seine Kinder ohne Probleme in Frankreich studieren konnten. Saliou Sarr lebt als Musiker in der Hauptstadt Dakar. Mit Liedern und persönlichen Kommentaren versucht er im Film als Begleiter, Interpret und Mittler uns, den europäischen Zuschauern, den Blick zu öffnen. Saliou findet Aladji in Südspanien auf verzweifelter Suche nach Arbeit und Aufenthaltserlaubnis und er folgt dem jüngeren Souley über 3000 km nach Marokko, noch bevor es diesem gelingen wird, ebenfalls übers Mittelmeer nach Spanien zu gelangen. Er wollte beide zur Umkehr bewegen. Vergeblich.

Referent_in: Peter Heller

Veranstalter: Diakonisches Werk MV e.V.


Mittwoch 22.11.2017 | 20:00-22:00
Gützkower Straße 1

Die jugendliche Generation in Kunduz

Gesprächsabend mit Martin Gerner, Filmvorführung über Jugendliche in Kunduz

Martin Gerners vielfach preisgekrönter Dokumentarfilm über die jugendliche Generation in Kunduz zeigt uns die Gesichter einiger Menschen in einem unmenschlichen Krieg. Martin Gerner ist freier Autor, Filmemacher und Journalist. Er berichtet seit 2004 aus Afghanistan für ARD, DeutschlandRadio, und als Korrespondent für diverse Tageszeitungen. Sein Film erzählt die Geschichte von fünf jungen Afghan*innen: Mirwais, 10 Jahre und noch ein Kind, redet über Krieg und Frieden fast wie ein Erwachsener. Nazanin, eine Lokalreporterin, kämpft für Gleichberechtigung obwohl sie die Burka tragen muss. Hasib, Student mit Baseballmütze, träumt von freien und fairen Wahlen. Ghulam und Khatera drehen einen Spielfilm, mitten im bewaffneten Konflikt. Es ist ein Einblick in die Seelenlage einer jungen Generation, die zwischen Taliban und ausländischem Militär aufwächst und sich nach einer offenen Gesellschaft sehnt, einem arabischen Frühling am Hindukusch. Aber ständig ist ihr Aufbruch in Gefahr, gerät der Alltag zur Gratwanderung. Bis heute fehlt ein authentisches Bild von den Menschen in Kunduz. Martin Gerner und sein Team haben deshalb den direkten Kontakt mit der Bevölkerung vor Ort gesucht, ohne Begleitung durch Militär. Er zeigt uns an diesem Abend seinen Film und steht dann für Fragen und ein Gespräch zur Verfügung.

Referent_in: Martin Gerner

Veranstalter: Amnesty International Greifswald

Die Greifswalder Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International mit dem Schwerpunkt Menschenrechtsverletzungen an Frauen sowie dem Thema Flüchtlinge. Mehr unter www.amnesty-greifswald.de. Kontakt unter: kontakt@amnesty-greifswald.de


Sonntag 26.11.2017 | 20:00
Lange Str. 40

Cities for Life

Kostenlose Filmvorführung von "Capote"

Im Rahmen der Kampagne "Cities for Life", Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe wird der Film "Capote" im Cinestar Greifswald kostenlos vorgeführt. Filmbeschreibung: Im Jahr 1959 reist der ebenso talentierte wie extravagante Reporter Truman Capote (Philip Seymour Hoffman) nach Kansas, um für die New York Times über einen aufsehenerregenden Mordfall zu berichten. Dort, inmitten von Amerikas endlosem Farmland, haben zwei Streuner soeben eine komplette Familie ermordet, nachdem sie in deren Haus erfolglos nach Beute gestöbert hatten. Capote knüpft enge Kontakte zu einem der Verhafteten und zum Tode Verurteilten und weckt das Misstrauen von Sheriff Dewey (Chris Cooper). Fesselndes, stark gespieltes Justiz- und Mediendrama, basierend auf einer wahren Begebenheit im Leben des schillernden Starautoren bzw. seinen damals in dem literarischen Meilenstein “Kaltblütig” chronologisierten Eindrücken.

Veranstalter: Cinestar Greifswald

Kooperationspartner: Universitäts- und Hansestadt Greifswald


Mo-Fr 27.11.2017 - 01.12.2017
Lange Str. 60

Das Recht auf Leben

Mehrtägiges Projektangebot für Schulklassen ab Stufe 9 im Rahmen der Kampagne "Cities for Life", Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe

“Jede*r hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“ Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sichert jedem Menschen das Recht auf Leben zu. Dennoch wird in weltweit 58 Staaten weiterhin die Todesstrafe verhängt, einzelne Staaten diskutieren sie wieder einzuführen. Das Projektangebot richtet sich an interessierte Schulklassen ab der 9. Klasse, die sich mit Menschenrechten, dem Recht auf Leben und dem Thema Todesstrafe beschäftigen möchten. Im Projekt soll ein Plakat, ein Radiobeitrag oder eine öffentliche Intervention (Infostand, Theater,…) entstehen, die am Ende der Woche präsentiert wird.

Die Mindestdauer für das Projekt beträgt 2 Tage, bis zu 5 Tage sind möglich.

Kosten: 1,50€ pro Person und Tag.
Anmeldungen unter info@bildung-verquer.de / 03834 7737881,

Referent_in: Laura Arborst & Romy Plonus

Veranstalter: verquer


Mittwoch 29.11.2017 | 19:00
Rathaus am Markt

Wider die Todesstrafe

Normative und empirische Argumente für die Abschaffung

Vortrag mit Prof. Dr. Stefan Harrendorf (Kriminologe und Prof. für Strafrecht an der Uni Greifswald) im Rahmen der Kampagne "Cities for Life", Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe. Der Vortrag erörtert aus empirischer und normativer Sicht Argumente gegen die Todesstrafe. Nach einer kurzen Darstellung der Rechtswirklichkeit im Jahr 2017 widmet sich der Beitrag zunächst aus empirischer Sicht den Ergebnissen zur (bescheidenen) Abschreckungswirkung der Todesstrafe sowie dem in Befragungen messbaren Verlangen von Teilen der Bevölkerung nach dieser Sanktion. Nach einer kritischen Würdigung der vorgestellten Daten diskutiert [der Referent] die Todesstrafe aus völker- und menschen- rechtlicher Sicht. Es wird erörtert, warum die Todesstrafe gegen die Menschenwürde und das Gebot schuldangemessenen Strafens verstößt

Referent_in: Prof. Dr. Stefan Harrendorf

Veranstalter: AKJ - Arbeitskreis Kritischer Jurist*innen

Kooperationspartner: Universitäts- und Hansestadt Greifswald


Donnerstag 30.11.2017 | 18:00
Domstraße

Wenn der Staat tötet

Todesstrafe in Belarus

Vortrag im Rahmen der Kampagne "Cities for Life", Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe mit Andrus Krecka (Menschrechtsaktivist aus Belarus) und Vertreter*innen von Amnesty International. Belarus ist das letzte Land Europas und der ehemaligen Sowjetunion, das die Todesstrafe vollstreckt. Informationen über die Todesstrafe gelten als Staatsgeheimnis. Aufgrund der Geheimhaltung können weder verlässliche Daten über die Anzahl der Todesurteile und Hinrichtungen erhoben werden, noch die Identität aller Todeskandidaten geklärt werden. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR erlangte Belarus seine Unabhängigkeit, blieb aber von Russland abhängig – seitdem sollen etwa 400 Personen zum Tode verurteilt und hingerichtet worden sein. Präsident Lukaschenko, im Amt seit 1994, will die politische Situation der Sowjetunion in Belarus wieder herstellen. Die Referierenden berichten über die Lage im Land, die Menschenrechte und das Leben der Menschen. Außerdem: Stündlich läuten die Glocken an diesem Tag! Wir laden ein zum Innehalten und Nachdenken über die Menschenrechte und die Ehrfurcht vor dem Tod 12 Uhr: Dom St. Nikolai, 13 Uhr: Wieck, 14 Uhr: St. Joseph, 15 Uhr: St. Marien, 16 Uhr: Christuskirche, 17 Uhr: St. Jacobi

Referent_in: Andrus Krecka & Amnesty International

Veranstalter: zusammen wachsen

Kooperationspartner: Universitäts- und Hansestadt Greifswald