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Dienstag 21.11.2017 | 19:30
Lange Straße 49-51

„Life Saraaba Illegal“ Filmabend mit Peter Heller

Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur

Im Mittelpunkt des Films, der in der Produktion aus Mitteln des Evangelischen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt gefördert wurde, steht eine Fischerfamilie, die auf Niodor, einer kleinen vor der senegalesischen Küste gelegenen Insel, lebt. Er folgt den beiden Brüder Aladji und Souley, beginnt aber mit den Erinnerungen des Vaters, der in den 1960er Jahren als Gastarbeiter in Frankreich gearbeitet hatte. Sein älterer Sohn Aladji folgte dem Vorbild des Vaters und gelangte als Bootsflüchtling nach Spanien. Doch die Wirtschaftskrise von 2008 durchkreuzte seine Pläne, eine längerfristige Arbeit zu finden und eine Aufenthaltsbewilligung zu bekommen, um Fuß in Europa fassen zu können. Deshalb rät er seinem jüngeren Bruder Souley davon ab, ihm von der heimischen Atlantikinsel zu folgen. Doch dieser hat nichts anderes mehr im Kopf und macht sich ebenfalls auf den Weg. Auf der Insel Niodor ist die Reise nach Europa zu einer Art Initiationsritus für heranwachsende Männer geworden. Der Vater weiß darum. Auch wenn er die wirkliche Situation seines älteren Sohnes realistisch einschätzt, versucht er deshalb nicht ernsthaft, den jüngeren von der Reise abzuhalten. Denn der Begriff „Saaraba“ weckt in Westafrika Hoffnungen. Er steht für das ‚verheißene Land‘ – Europa. Eine weitere Perspektive entwickelt der Film durch Saliou Sarr, den Co-Regisseur. Er ist der Cousin der beiden Brüder und Freund aus Kindertagen auf der Insel. Sein Vater hatte Karriere beim Militär gemacht, weshalb seine Kinder ohne Probleme in Frankreich studieren konnten. Saliou Sarr lebt als Musiker in der Hauptstadt Dakar. Mit Liedern und persönlichen Kommentaren versucht er im Film als Begleiter, Interpret und Mittler uns, den europäischen Zuschauern, den Blick zu öffnen. Saliou findet Aladji in Südspanien auf verzweifelter Suche nach Arbeit und Aufenthaltserlaubnis und er folgt dem jüngeren Souley über 3000 km nach Marokko, noch bevor es diesem gelingen wird, ebenfalls übers Mittelmeer nach Spanien zu gelangen. Er wollte beide zur Umkehr bewegen. Vergeblich.

Referent_in: Peter Heller

Veranstalter: Diakonisches Werk MV e.V.


Dienstag 21.11.2017 | 19:00
Puschkinstraße 12

Megafusionen stoppen – Saatgut für alle!

Vortrag über aktuelle Situation des Wettbewerbrechts und Forderungen an eine schärfere Fusionskontrolle und wirksame Machtbegrenzung.

Kontrollieren bald 3 Konzerne fast 2/3 des weltweiten Saatgutmarktes und mehr als 70 Prozent der weltweit gehandelten Pestizide? Die Übernahme des US-Gentechnikriesen Monsanto durch die Bayer-AG ist nur eine von drei Megafusionen des Jahres 2017. Die Folgen dieser dramatischen Konzentration werfen immer mehr Fragen auf. Auch diese: Wie groß sollten Konzerne werden dürfen? Warum stoppen die Kontrollbehörden solche Fusionen nicht? Das Menschenrecht auf Nahrung wird durch diese Machtkonzentration bedroht, da der Zugang zu Saatgut erschwert wird und die industrielle Landwirtschaft auf Kosten der nachhaltigen Fruchtbarkeit der Böden forciert wird. Die gute Nachricht: immer mehr Menschen und Organisationen wollen Konzernmacht zum Thema machen. Es wird im Vorab eine Straßenaktion mit Dino in der Schweriner Innenstadt geben.

Referent_in: Dr. Thomas Dürmeier, Volkswirt & Autor einer Studie zur Fusion von Bayer und Monsanto

Veranstalter: BUND Landesverband M-V e.V.

Kooperationspartner: Aktion Agrar


Dienstag 21.11.2017 | 14:00-18:00
Hermann-Matern-Str. 34

Kinderrechte!

Ein Nachmittag zum Schlauerwerden

Mit Kurzfilm, Spielen und Liedern kommen wir gemeinsam den Kinderrechten auf die Spur und werden selber kreativ.

Veranstalter: Jugendring Rügen e.V.

Der Jugendring Rügen ist ein gemeinnütziger Verein, der versucht, Eigeninitiative und Engagement zu fördern, generationsübergreifend zu wirken sowie kostengünstige und niveauvolle Angebote für Kinder und Jugendliche zu organisieren. www.jugendring-ruegen.de


Dienstag 21.11.2017 | 12:30-14:30
Tribseer Damm 78

Frauenrechte im Weltwechsel

Lebenssituationen von einheimischen und geflüchteten Musliminnen in MV

Die Entscheidung aufzubrechen, Neues zu suchen und anzukommen ist immer eine, die bewusst gefasst wird. Daraus ergibt sich eine Lebenserfahrung, die in den Alltag hineinwirkt. Wir wollen speziell die Alltagserfahrungen von Musliminnen in MV kennenlernen. Was prägt ihre Lebensrealität im Weltwechsel? Wie kommen Lebensgeschichten, Alltagserlebnisse, Wünsche für die Zukunft sowie Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung zusammen?

Wir wollen uns austauschen und uns darin bestärken, dass für Migrantinnen eine starke Selbstorganisation ein Weg ist, anzukommen, zu helfen und Erlebtes zu verarbeiten.

Referent_in: Jana Michael und Tahera Ameer

Veranstalter: Jurte der Kulturen

Die Angebote des Vereins Jurte der Kulturen sind vielfältig und können sowohl von Migrant*innen als auch von Einheimischen genutzt werden. Die Palette ist bunt: Informations- und sozialer Beratungsdienst, pädagogische Begleitung für Migranten, interkulturelle Bildungsarbeit.


Dienstag 21.11.2017 | 19:30 - 21:30
Grünes Büro Stralsund, Alter Markt 7, Stralsund

Zielscheibe Umweltaktivist*innen

Mindestens 200 Umweltaktivist*innen wurden 2016 ermordet

Dem jüngsten Report der Menschenrechtsorganisation Global Witness zufolge wurden 2016 weltweit mindestens 200 Umweltschützer*innen ermordet. Viele Morde blieben vermutlich unbeachtet, weil sie in ländlichen Regionen stattfinden. Die Expert*innen von Global Witness werteten Medienberichte und Informationen anderer Nichtregierungsorganisationen sowie der Vereinten Nationen aus. Die Daten lassen sie zusätzlich durch Monitoring-Gruppen überprüfen. In einem Vortrag wollen wir die Berichtergebnisse vorstellen und im Anschluss gemeinsam diskutieren.

Referent_in: Fabian Czerwinski

Veranstalter: BUND Stralsund

Im BUND Stralsund, der Ortsgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland, finden sich aktive Umweltschützer*innen zusammen, um gemeinsam Natur zu erleben und politisch zu handeln.

Kooperationspartner: Bündnis 90/Die Grünen Vorpommern-Rügen


Mittwoch 22.11.2017 | 19:00
Alter Markt

Krieg. Stell dir vor, er wäre hier.

Klassenzimmerstück ab 14 Jahren von Janne Teller, aus dem Dänischen von Sigrid C. Engeler

Stell dir vor, es ist Krieg – nicht irgendwo weit weg, im Irak oder in Afghanistan, sondern hier, in Europa, mitten unter uns. Die demokratischen Staaten sind zusammengebrochen und faschistische Diktaturen entstanden. Seit Jahren bekämpfen sich Franzosen, Deutsche, Italiener und Griechen. Die Städte sind zerstört, die Wirtschaft liegt brach und nirgends ist es sicher. Es regieren Angst, Kälte und Hunger in Europa. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14-jährige Protagonist dieser Geschichte, der aus Deutschland stammt. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versuchen er und seine Familie, ein neues Leben zu beginnen. Doch die Versorgungslage ist schlecht, das Lagerleben zermürbend und er wird von Flüchtlingskindern aus anderen Ländern gemobbt. Weil seine Familie keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen, keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Mensch dritter Klasse, erfährt Ausgrenzung und Fremdenhass. Jeden Tag sehnt er sich danach, zurückzukehren, nach Hause. Doch wo ist das? Das Stück erzählt in eindrucksvoller Klarheit von den Schrecken des Krieges, von Flucht und Vertreibung. Durch einen einfachen Perspektivwechsel veranschaulicht es unser Privileg, in Sicherheit und Wohlstand zu leben und fordert auf zu Verständnis, Empathie und Solidarität für Flüchtlinge, Migranten und Verfolgte. © Carl Hanser Verlag München 2011

Veranstalter: Diakonisches Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Der Fachbereich "Ökumenische Diakonie, Migration und Flucht" macht es sich zur Aufgabe, Wissen über Interkulturelles, Flucht und Fluchtursachen zu vermitteln. Im Dialog mit den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern wird ein Bewusstsein für nachhaltiges Denken und Handeln gefördert. diakonie-mv.de

Kooperationspartner: Petrikirche Rostock


Mittwoch 22.11.2017 | 10:30-13:00
Olof-Palme-Straße 26

Menschlichkeit in Toitenwinkel: Erzählwerkstatt für Jugendliche

Reihe Wer versteht das schon?

Am 22. November 2017 laden wir Jugendliche mit internationalen Wurzeln wie deutscher Herkunft dazu ein, sich in einer mehrsprachigen Erzähl- und Schreibwerkstatt zum Thema Menschlichkeit auszutauschen. Zusammen mit mehrsprachigen Co-Moderator*innen, die ihrerseits internationale Wurzeln haben, kommen wir miteinander ins Gespräch, unsere Geschichten nehmen gestaltete Form an in Erzählungen, Liedern, Collagen.

Referent_in: Daniela Boltres, Syrischer Co-Moderator Hani Mardini

Veranstalter: Ökohaus e.V. Rostock und Daniela Boltres

Ökohaus e.V. will mit Bildungsangeboten die Auseinandersetzung mit einer global gerechten und nachhaltigen Lebensweise fördern und Lust darauf machen, die Welt verantwortungsvoll mit zu gestalten. Daniela Boltres (Sprachaktivistin) moderiert Erzähl-/ Schreibwerkstätten und interkulturelle Trainings.

Kooperationspartner: DRK Stadtteil- und Begegnungszentrum Toitenwinkel


Mittwoch 22.11.2017 | 19:00
Doberaner Straße 21

¡Zapatismo actual!

Info- und Diskussionsveranstaltung: Die Rebellion der zapatistischen Befreiungsbewegung in Chiapas/Mexiko

Die zapatistische Bewegung ist seit ihrem bewaffneten Aufstand im Januar 1994 mit ihrer konkreten Selbstverwaltung, die sich anschließend in Teilen des mexikanischen Bundesstaates Chiapas entwickelte, ein wichtiger Bezugspunkt für linke Kämpfe weltweit geworden. Für eine aktuelle Einschätzung soll es um folgende Fragen gehen: Wie steht es heute um die emanzipatorischen Autonomieprozesse in den zapatistischen Regionen? Welche Schwierigkeiten, welche Fortschritte gibt es? Wie ist ihr aktuelles Buch "Das kritischen Denken angesichts der kapitalistischen Hydra" zu verstehen? Welche Vorschläge bringen sie ein, um Menschen und Umwelt eine solidarisch ökologische Perspektive zu bieten? Wie können die Debatten und Praktiken der Zapatistas die außerparlamentarischen linken Organisationsprozesse in Europa und weltweit inspirieren?

Referent_in: Die Referent*innen sind aus der Gruppe B.A.S.T.A. Münster und im Ya-Basta-Netz organisiert

Veranstalter: Ya-Basta-Netz

Das Ya-Basta-Netz ist ein Netzwerk der Freundschaft und Rebellion. Es kämpft inspiriert durch das Politikverständnis der Zapatistas für eine Welt ohne Grenzen und Mauern, eine solidarische Welt mit einem würdigen Leben für alle. Website ya-basta-netz.org leider gerade außer Betrieb.


Mittwoch 22.11.2017 | 19:30-22:00
Jacobiturmstraße 28a

„Life Saraaba Illegal“ Filmabend mit Peter Heller

Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur

Im Mittelpunkt des Films steht eine Fischerfamilie, die auf Niodor, einer kleinen vor der senegalesischen Küste gelegenen Insel, lebt. Er folgt den beiden Brüder Aladji und Souley, beginnt aber mit den Erinnerungen des Vaters, der in den 1960er Jahren als Gastarbeiter in Frankreich gearbeitet hatte. Sein älterer Sohn Aladji folgte dem Vorbild des Vaters und gelangte als Bootsflüchtling nach Spanien. Doch die Wirtschaftskrise von 2008 durchkreuzte seine Pläne, eine längerfristige Arbeit zu finden und eine Aufenthaltsbewilligung zu bekommen, um Fuß in Europa fassen zu können. Deshalb rät er seinem jüngeren Bruder Souley davon ab, ihm von der heimischen Atlantikinsel zu folgen. Doch dieser hat nichts anderes mehr im Kopf und macht sich ebenfalls auf den Weg. Auf der Insel Niodor ist die Reise nach Europa zu einer Art Initiationsritus für heranwachsende Männer geworden. Der Vater weiß darum. Auch wenn er die wirkliche Situation seines älteren Sohnes realistisch einschätzt, versucht er deshalb nicht ernsthaft, den jüngeren von der Reise abzuhalten. Denn der Begriff „Saaraba“ weckt in Westafrika Hoffnungen. Er steht für das ‚verheißene Land‘ – Europa. Eine weitere Perspektive entwickelt der Film durch Saliou Sarr, den Co-Regisseur. Er ist der Cousin der beiden Brüder und Freund aus Kindertagen auf der Insel. Sein Vater hatte Karriere beim Militär gemacht, weshalb seine Kinder ohne Probleme in Frankreich studieren konnten. Saliou Sarr lebt als Musiker in der Hauptstadt Dakar. Mit Liedern und persönlichen Kommentaren versucht er im Film als Begleiter, Interpret und Mittler uns, den europäischen Zuschauern, den Blick zu öffnen. Saliou findet Aladji in Südspanien auf verzweifelter Suche nach Arbeit und Aufenthaltserlaubnis und er folgt dem jüngeren Souley über 3000 km nach Marokko, noch bevor es diesem gelingen wird, ebenfalls übers Mittelmeer nach Spanien zu gelangen. Er wollte beide zur Umkehr bewegen. Vergeblich.

Referent_in: Peter Heller filmkraft Filmproduktion

Veranstalter: Diakonisches Werk Mecklenburg Vorpommern e.V.

Der Fachbereich Ökumenische Diakonie Migration und Flucht im DW MV macht sich zur Aufgabe, Wissen über die globalen Zusammenhänge und Fluchtursachen zu vermitteln. Im Dialog mit den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern soll ein Bewusstsein für nachhaltiges Denken und Handeln gefördert werden.


Mittwoch 22.11.2017 | 15:00-18:00
Olof-Palme-Straße 26

Menschlichkeit in Toitenwinkel: Erzählwerkstatt für Erwachsene

Reihe Wer versteht das schon?

In dieser Erzähl- und Schreibwerkstatt tauschen sich geflüchtete und einheimische Erwachsene zum Thema Menschlichkeit aus. Mit Methoden des biographischen Erzählens und kreativen Schreibens werden die Teilnehmer*innen angeregt, sich einander mitzuteilen. Unterstützt werden sie durch mehrsprachige und kultursensible Moderator*innen. Die entstandenen Geschichten sollen Eingang in die Chronik der Stadt Rostock finden.

Referent_in: Daniela Boltres; Mehrsprachige*r Co-Moderator*in

Veranstalter: Ökohaus e.V. Rostock und Daniela Boltres

Ökohaus e.V. will mit Bildungsangeboten die Auseinandersetzung mit einer global gerechten und nachhaltigen Lebensweise fördern und Lust darauf machen, die Welt verantwortungsvoll mit zu gestalten. Daniela Boltres (Sprachaktivistin) moderiert Erzähl-/ Schreibwerkstätten und interkulturelle Trainings.

Kooperationspartner: DRK Stadtteil- und Begegnungszentrum Toitenwinkel


Mittwoch 22.11.2017 | 18:30-20:45
John-Brinckman-Straße 4

Bombenstimmung – Wenn alle denken, du bist der Terrorist

Autorenlesung

Mathias wächst in den 70er Jahren in einem kleinen Örtchen in Niedersachsen auf. Mit fünf Jahren erfährt er durch Zufall, dass er adoptiert wurde und ausländischer Herkunft ist. Aufgrund seiner exotischen Erscheinung stolpert er im Lauf seiner Kindheit und Jugend immer wieder über befremdliche Reaktionen bis hin zu offenen Rassismus.

Auf unterschiedliche Weise gelingt es ihm, sich dagegen zu behaupten - doch auch als Erwachsenem widerfahren ihm zuweilen absurde Erlebnisse, in denen er als Projektion für fremdenfeindliche Ängste, Vorurteile oder Sehnsüchte dient. Kann die Begegnung mit seiner leiblichen Herkunft Abhilfe schaffen?

Mit viel Humor, Sensibilität und Offenheit erzählt Mathias Kopetzki seine berührende und spannende Geschichte, erzählt von Fremdsein und Selbstbehauptung, von Kampf und vom Loslassen, von der jahrelangen Suche nach Identität - in einem Land, in dem ethnische Herkunft immer noch eine große Rolle spielt. Und hält ganz nebenbei der bundesdeutschen Gesellschaft der letzten vierzig Jahre mit all ihren Ängsten und Neurosen einen Spiegel vor Augen...

Referent_in: Mathias Kopetzki, Autor und Schauspieler, Berlin

Veranstalter: VHS Lk Rostock, Regionalstandort Güstrow

www.lkros.de


An vielen Standorten in Deutschland und in anderen europäischen Ländern haben sich Sprachmittlungsdienste als Instrument zur Sicherstellung der Versorgung und Integration Zugewanderter bewährt. Die Konzepte tragen unterschiedliche Namen wie Gemeindedolmetscher, Kulturdolmetscher, Kulturmittler, Sprach- und Integrationsmittler sowie Sprach- und Kulturmittler. Die für die entsprechenden Vermittlungsservices Tätigen unterstützen das Fachpersonal aus den Bereichen Bildung, Soziales und Gesundheit bei der Kommunikation mit Zugwanderten, in den letzten Jahren v.a. mit Geflüchteten.

Neben den bereits seit Längerem bestehenden Diensten in Schwerin und in Rostock gibt es seit Mitte 2017 auch Sprachmittlungsservices in Greifswald und Neubrandenburg. Im Jahr 2015 ist der Bedarf an Sprachmittlungsleistungen auch in MV deutlich gestiegen und in einzelnen Regionen und Einsatzbereichen werden MittlerInnen bereits regelmäßig angefordert.

Hinsichtlich neu Zugewanderter ist unstrittig, dass Sprachmittlungsleistungen grundlegend für eine erfolgreiche erste Orientierung und Versorgung sind. Mit voranschreitendem Integrationsprozess, so die Grundannahme vielerorts, sinkt der Bedarf, da die Zugewanderten ohne Sprachmittlung zurechtkommen. Oftmals wird dabei aber außer Acht gelassen, dass Integration ein langer Prozess ist, der von vielfältigen Einflussfaktoren abhängt. So kann Sprachmittlung auch bei längerem Aufenthalt in Deutschland immer wieder notwendig sein. Die Behandlung von Traumata infolge von Kriegs- und Fluchterlebnissen ist hier nur ein Beispiel.

Sprachmittlungsservices können nur dann nachhaltig zur interkulturellen Öffnung beitragen, wenn sie unabhängig von sich jährlich ändernden Zuwanderungsströmen als Struktur bereitgehalten und wenn sie nicht lediglich als Lückenfüller oder Notfallinstrument verstanden werden. Dies beweisen Standorte in Deutschland und Europa, an denen sich Sprachmittlung – mit unterschiedlichen Konzepten und Qualitätsstandards – bereits vor der großen Flüchtlingswelle etabliert hat.

Der Fachtag soll im Austausch mit VertreterInnen aus der Forschung, aus Verwaltung und Praxis sowie aus der Politik über den aktuellen Stand in MV aufklären, die Erwartungen an mögliche Strukturen definieren und Perspektiven für ihren Aufbau aufzeigen.

Um Anmeldung wird gebeten:
Friedrich-Ebert-Stiftung / Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern
Arsenalstr. 8
19053 Schwerin
Tel.: 0385 512596
Mail: schwerin@fes.de

Veranstalter: Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro MV

Die FES ist die älteste politische Stiftung Deutschlands und orientiert sich mit ihrer Arbeit an den Grundwerten der Sozialen Demokratie: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Im Landesbüros MV fördern wir auf vielfältige Weise den Dialog zwischen den gesellschaftlichen Gruppen. www.fes-mv.de

Kooperationspartner: Diên Hồng - Gemeinsam unter einem Dach e.V.


Mittwoch 22.11.2017 | 18:00
Spieltordamm 1

Deine Helden – meine Träume

Klassenzimmerstück von Karen Köhler, Darsteller: Flavius Hölzemann

Jonas hat Stress zu Hause, aber im Boxverein findet er Halt in Mo, einem Sohn von Einwanderern, einen echten Freund. Voll neuem Selbstbewusstsein traut er sich sogar, Jessica anzusprechen, in die er heimlich verknallt ist. Bald schon nimmt Jessicas großer Bruder ihn mit auf Partys und verbotene Konzerte. Jonas merkt, dass seine neuen Kumpels rechtes Gedankengut verherrlichen. Aber er ist froh dazu zu gehören - bis seine Träume platzen und die bittere Realität eines gewalttätigen Angriffs auf Mo Jonas dazu zwingt, sich seiner eigenen Verantwortung zu stellen. Das Stück tourt mobil durch Schulen und erlaubt eine Auseinandersetzung mit den Strategien der rechten Szene und Formen und Folgen von Rassismus. Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Nachgespräch mit der Dramaturgin Jenny Flügge statt.

Referent_in: Jenny Flügge (Nachgespräch)

Veranstalter: Mecklenburgisches Staatstheater GmbH

www.mecklenburgisches-staatstheater.de Eintrittskarten sind an den Vorverkaufsstellen des Mecklenburgischen Staatstheaters, im Internet bzw. an der Abendkasse erhältlich.

Kooperationspartner: Verein Couleurs Afrik - die Farben Afrikas e. V.


Mi-So 22.11.2017 - 26.11.2917 | 16:00-24:00
Doberaner Str. 21

Tage des indigenen Films 2017

Indigene Gesellschaften werden weltweit innerhalb ihrer spezifischen regionalen und politischen Kontexte marginalisiert. Ihre Kulturen nehmen auf vielfältige Weise Bezug auf die leidvolle Geschichte des Kolonialismus und dessen gegenwärtige Auswirkungen. Die Aushandlung einer eigenen kulturellen Identität ist davon geprägt, sich einerseits gegenüber der hegemonialen westlichen Kultur und Lebensart zu behaupten und andererseits diese auch selbstbestimmt anzunehmen – sich von außen also nicht festlegen zu lassen, wie man zu leben habe. Weiterhin finden sich sehr konkrete kolonialistische Praktiken in der Lebensrealität Indigener wieder. Noch immer wird indigenen Gruppen ihr Recht auf ein angestammtes Territorium oder darauf, einen Lebensraum selbstbestimmt zu wählen, abgesprochen. Private und nationalstaatliche Akteure begehen in Verfolgung ihrer wirtschaftlichen Interessen Raubbau an den Bodenschätzen, was auch im 21. Jahrhundert zu Vertreibung indigener Gesellschaften führt. In der medialen Darstellung Indigener werden Stereotype und Klischees von den "wilden Völkern" reproduziert; in Film und Fernsehen haben Indigene selten eine eigene Stimme. Mit den Tagen des indigenen Films wollen wir das Interesse für die Kultur und soziale Situation indigener Gesellschaften wecken und Indigenen eine Plattform bieten, ihre Lebenssicht aus der eigenen Perspektive darzustellen. Die Beschäftigung mit indigenen Kulturen kann auch unsere Weltsicht und unser Verhalten verändern und ein konstruktives Miteinander auf Augenhöhe überhaupt erst ermöglichen. Weitere Informationen unter indigen.elements-ev.org

Referent_in: Christin Gustke, Enoka Ayemba, Stefanie Land-Hilbert, Rosana Perez de la Cruz, Thomas Pätzold

Veranstalter: elements. Bildung und Kultur in der Einen Welt e.V. Rostock

Wir suchen in unserer Vereinsarbeit und in unseren Projekten das Verbindende zwischen Angehörigen verschiedener Kulturen, Ethnien und Religionen. Menschlichkeit, Weltoffenheit und Toleranz sind dabei unsere grundlegenden Prinzipien.

Kooperationspartner: Peter Weiss Haus e.V.


Mittwoch 22.11.2017 | 20:00-22:00
Gützkower Straße 1

Die jugendliche Generation in Kunduz

Gesprächsabend mit Martin Gerner, Filmvorführung über Jugendliche in Kunduz

Martin Gerners vielfach preisgekrönter Dokumentarfilm über die jugendliche Generation in Kunduz zeigt uns die Gesichter einiger Menschen in einem unmenschlichen Krieg. Martin Gerner ist freier Autor, Filmemacher und Journalist. Er berichtet seit 2004 aus Afghanistan für ARD, DeutschlandRadio, und als Korrespondent für diverse Tageszeitungen. Sein Film erzählt die Geschichte von fünf jungen Afghan*innen: Mirwais, 10 Jahre und noch ein Kind, redet über Krieg und Frieden fast wie ein Erwachsener. Nazanin, eine Lokalreporterin, kämpft für Gleichberechtigung obwohl sie die Burka tragen muss. Hasib, Student mit Baseballmütze, träumt von freien und fairen Wahlen. Ghulam und Khatera drehen einen Spielfilm, mitten im bewaffneten Konflikt. Es ist ein Einblick in die Seelenlage einer jungen Generation, die zwischen Taliban und ausländischem Militär aufwächst und sich nach einer offenen Gesellschaft sehnt, einem arabischen Frühling am Hindukusch. Aber ständig ist ihr Aufbruch in Gefahr, gerät der Alltag zur Gratwanderung. Bis heute fehlt ein authentisches Bild von den Menschen in Kunduz. Martin Gerner und sein Team haben deshalb den direkten Kontakt mit der Bevölkerung vor Ort gesucht, ohne Begleitung durch Militär. Er zeigt uns an diesem Abend seinen Film und steht dann für Fragen und ein Gespräch zur Verfügung.

Referent_in: Martin Gerner

Veranstalter: Amnesty International Greifswald

Die Greifswalder Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International mit dem Schwerpunkt Menschenrechtsverletzungen an Frauen sowie dem Thema Flüchtlinge. Mehr unter www.amnesty-greifswald.de. Kontakt unter: kontakt@amnesty-greifswald.de


Donnerstag 23.11.2017 | 19:00
Doberaner Straße 21

Menschenrechte in der deutschen Entwicklungspolitik?

Vortrag und Gespräch im Rahmen der Reihe "Politischer Donnerstag"

Ungleichheit ist nicht nur eine Menschenrechtsfrage, sondern auch ein zentrales Entwicklungshemmnis. Darum muss eine zukunftsorientierte Entwicklungszusammenarbeit die vorhandene Ungleichheit im Zugang zu natürlichen und gesellschaftlichen Ressourcen und Dienstleistungen vermindern. Menschenrechte wie freie Wahlen, Ernährungssicherheit und Bildung sind nur erreichbar, wenn staatlicherseits nicht systematisch Gruppen ausgeschlossen und diskriminiert werden. Die Erklärung zur Annahme der Agenda 2030 enthält ein besonders starkes Bekenntnis zu den Menschenrechten. Stellt sich die deutsche Entwicklungspolitik dieser Herausforderung? Michael Windfuhr ist stellvertretender Direktor des Deutschen Institutes für Menschenrechte und hat vorher fast 20 Jahre lang die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN (Food First Information and Action Network) mit aufgebaut und geleitet. Er setzt sich im Rahmen der Vereinten Nationen auch international sehr aktiv für Menschenrechte ein.

Referent_in: Michael Windfuhr

Veranstalter: Ökumenische Arbeitsstelle Mecklenburg

Wir begleiten Partnerschaften zu Kirchen in Tansania, Rumänien, Kasachstan, England sowie Ohio und organisieren Bildungsveranstaltungen zu Fragen von Schöpfungsbewahrung, weltweiter Gerechtigkeit und Lebensstilen. Flucht und Asyl gehören ebenfalls zu den Aufgabenbereichen.

Kooperationspartner: Soziale Bildung e.V. Rostock


Donnerstag 23.11.2017 | 19:30-22:00
Puschkinstraße 13 (Volkshochschule Schwerin, Aula)

„Life Saraaba Illegal“ Filmabend mit Peter Heller

Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur

Im Mittelpunkt des Films, der in der Produktion aus Mitteln des Evangelischen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt gefördert wurde, steht eine Fischerfamilie, die auf Niodor, einer kleinen vor der senegalesischen Küste gelegenen Insel, lebt. Er folgt den beiden Brüder Aladji und Souley, beginnt aber mit den Erinnerungen des Vaters, der in den 1960er Jahren als Gastarbeiter in Frankreich gearbeitet hatte. Sein älterer Sohn Aladji folgte dem Vorbild des Vaters und gelangte als Bootsflüchtling nach Spanien. Doch die Wirtschaftskrise von 2008 durchkreuzte seine Pläne, eine längerfristige Arbeit zu finden und eine Aufenthaltsbewilligung zu bekommen, um Fuß in Europa fassen zu können. Deshalb rät er seinem jüngeren Bruder Souley davon ab, ihm von der heimischen Atlantikinsel zu folgen. Doch dieser hat nichts anderes mehr im Kopf und macht sich ebenfalls auf den Weg. Auf der Insel Niodor ist die Reise nach Europa zu einer Art Initiationsritus für heranwachsende Männer geworden. Der Vater weiß darum. Auch wenn er die wirkliche Situation seines älteren Sohnes realistisch einschätzt, versucht er deshalb nicht ernsthaft, den jüngeren von der Reise abzuhalten. Denn der Begriff „Saaraba“ weckt in Westafrika Hoffnungen. Er steht für das ‚verheißene Land‘ – Europa. Eine weitere Perspektive entwickelt der Film durch Saliou Sarr, den Co-Regisseur. Er ist der Cousin der beiden Brüder und Freund aus Kindertagen auf der Insel. Sein Vater hatte Karriere beim Militär gemacht, weshalb seine Kinder ohne Probleme in Frankreich studieren konnten. Saliou Sarr lebt als Musiker in der Hauptstadt Dakar. Mit Liedern und persönlichen Kommentaren versucht er im Film als Begleiter, Interpret und Mittler uns, den europäischen Zuschauern, den Blick zu öffnen. Saliou findet Aladji in Südspanien auf verzweifelter Suche nach Arbeit und Aufenthaltserlaubnis und er folgt dem jüngeren Souley über 3000 km nach Marokko, noch bevor es diesem gelingen wird, ebenfalls übers Mittelmeer nach Spanien zu gelangen. Er wollte beide zur Umkehr bewegen. Vergeblich.

Referent_in: Peter Heller filmkraft Filmproduktion München

Veranstalter: Diakonisches Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Der Fachbereich Ökumenische Diakonie Migration und Flucht im DW MV macht sich zur Aufgabe, Wissen über die globalen Zusammenhänge und Fluchtursachen zu vermitteln. Im Dialog mit den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern soll ein Bewusstsein für nachhaltiges Denken und Handeln gefördert werden.

Kooperationspartner: Kino unterm Dach e.V., Schwerin


Donnerstag 23.11.2017 | 17:00-20:00
Lindenallee 35

Lust auf Miteinander? Wie wollen wir leben, heute und in Zukunft?

Transition Town Stralsund veranstaltet ein Worldcafé zum Thema "Gemeinschaft"

Alle Teilnehmenden bekommen Gelegenheit, mit ihren Ideen zum Thema Gemeinschaftsgestaltung zum Gelingen der Veranstaltung beizutragen. Einfach nur Dabeisein geht natürlich auch. Nachbarschaftszentrum Grünhufe, Lindenallee 35, bitte anmelden Tel. 03831 306300

Veranstalter: Transitiontown Initiative Stralsund

Wir sind eine Initiative, die seit Januar 2017 die Idee des ökologischen, ökonomischen und politischen Wandels mit Bezug auf das Thema des Peak Oils in Stralsund auf den Weg bringen möchte. Die Intiative ist offen für alle Interessierte.


Freitag 24.11.2017 | 20:00
Bahnhofstraße 1

Artikel 24

Wir feiern Menschenrechte

In der neu eingerichteten Human-Rights-Hall des Demokratiebahnhofs Anklam feiern wir das Menschenrecht auf Erholung und Freizeit und laden ein zur Finissage der Ausstellung "Asyl ist Menschenrecht". Bei Brause, Brezeln und Beats aus allen Ecken der Welt kann man, wenn man nicht grade das Tanzbein schwingt, mit Menschen über Menschenrechte und die Umsetzung dieser in ihren Herkunftsländern in Austausch kommen.

Veranstalter: Demokratiebahnhof Anklam

Der Demokratiebahnhof Anklam ist ein Jugend- und Kulturzentrum, das im Jahr 2014 von jungen Menschen gegründet wurde und seitdem ehrenamtlich organisiert wird. Neben dem Angebot des Offenen Jugendtreffs finden regelmäßig Kulturveranstaltungen im Anklamer Bahnhof statt.


Freitag 24.11.2017 | 8:00-13:00
Goethestr. 74

Filmgespräch im Gymnasium Fridericianum

Regisseur Peter Heller zeigt Schüler*innen seinen Film „Life Saaraba Illegal“

Dem Regisseur Peter Heller liegen die Menschen in Westafrika sehr am Herzen. Immer wieder reist er dort hin, um Dokumentarfilme zu drehen. Sein jüngstes Werk ist „Life Saaraba Illegal“. Hier folgt er über einen Zeitraum von mehr als acht Jahren (2008-2015) dem Lebensweg und der Reise zweier afrikanischer Brüder. Der Vater hatte in den 1960er-Jahren als Gastarbeiter in der Automobilindustrie in Frankreich gearbeitet. Aladji, der ältere Sohn, folgte 2008 dem Vorbild des Vaters und gelangte als Bootsflüchtling nach Spanien. Dort fand er schließlich vorübergehende Arbeit auf den riesigen Gemüseplantagen, erhielt aber keine Aufenthaltsbewilligung und blieb illegal. Auch seinen jüngeren Bruder Souley zieht es seit vielen Jahren nach Europa. Trotz der negativen Erfahrungen des Bruders möchte auch Souley seinen Traum von Europa verwirklichen. Souley weiß um diese Gefahren und die Schwierigkeiten, in Europa Fuß zu fassen, doch er lässt sich deswegen von seiner Reise nicht abhalten und wird dabei auch vom Vater unterstützt. Erzählt wird die Geschichte der beiden Brüder durch den Co-Regisseur Saliou Sarr, der vergeblich versucht hatte, den jüngeren Bruder zur Umkehr zu bewegen. Saliou Sarr lebt als Musiker in der Hauptstadt Dakar. Mit Liedern und persönlichen Kommentaren versucht er im Film als Begleiter, Interpret und Mittler dem europäischen Publikum die Entscheidungen der beiden Brüder nachvollziehbar und begreiflich zu machen.

Referent_in: Peter Heller

Veranstalter: Aktionsgruppe Eine Welt e.V. Schwerin, Diakonisches Werk MV e.V.,

Die Aktionsgruppe Eine Welt e.V. Schwerin betreibt seit 1991 den Weltladen in Schwerin und führt Bildungsaktivitäten zu globaler Gerechtigkeit durch. Der Fachbereich Ökumenische Diakonie Migration und Flucht im DW MV vermittelt Wissen über die globalen Zusammenhänge und Fluchtursachen.

Kooperationspartner: Gymnasium Fridericianum Schwerin


Sonnabend 25.11.2017 | 13:00-16:00
Warnowufer 56

Lang lebe der weltwechsel!

Abschlussparty mit der Banda Internationale

weltwechsel 2017 ist vorbei. Jetzt wollen wir unsere tolle Veranstaltungsreihe mal so richtig feiern! Einheizen wird uns dabei die Banda Internationale. Die Dresdner Band bietet einen bunten Stilmix mit Musik aus Osteuropa, Südamerika und Nordafrika. Regelmäßig unterstützt sie mit ihren Auftritten antirassistische Initiativen und Demonstrationen. Seit 2015 sucht die Band gezielt unter den in der Region Dresden ankommenden Geflüchteten nach Musikern und verstärkte sich seitdem mit Bandmitgliedern u.a. aus Syrien, Iran, Irak und Burkina Faso.

Zur Musik gibt es kreative Angebote der Freien Schule Güstrow und etwas Gutes für den Gaumen.

Bringt Eure Freund*innen und Familie mit.

Veranstalter: Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V

Kooperationspartner: Freie Schule Güstrow e.V., Ökohaus e.V. Rostock


Sonntag 26.11.2017 | 20:00
Lange Str. 40

Cities for Life

Kostenlose Filmvorführung von "Capote"

Im Rahmen der Kampagne "Cities for Life", Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe wird der Film "Capote" im Cinestar Greifswald kostenlos vorgeführt. Filmbeschreibung: Im Jahr 1959 reist der ebenso talentierte wie extravagante Reporter Truman Capote (Philip Seymour Hoffman) nach Kansas, um für die New York Times über einen aufsehenerregenden Mordfall zu berichten. Dort, inmitten von Amerikas endlosem Farmland, haben zwei Streuner soeben eine komplette Familie ermordet, nachdem sie in deren Haus erfolglos nach Beute gestöbert hatten. Capote knüpft enge Kontakte zu einem der Verhafteten und zum Tode Verurteilten und weckt das Misstrauen von Sheriff Dewey (Chris Cooper). Fesselndes, stark gespieltes Justiz- und Mediendrama, basierend auf einer wahren Begebenheit im Leben des schillernden Starautoren bzw. seinen damals in dem literarischen Meilenstein “Kaltblütig” chronologisierten Eindrücken.

Veranstalter: Cinestar Greifswald

Kooperationspartner: Universitäts- und Hansestadt Greifswald


Mo-Fr 27.11.2017 - 01.12.2017
Lange Str. 60

Das Recht auf Leben

Mehrtägiges Projektangebot für Schulklassen ab Stufe 9 im Rahmen der Kampagne "Cities for Life", Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe

“Jede*r hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“ Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sichert jedem Menschen das Recht auf Leben zu. Dennoch wird in weltweit 58 Staaten weiterhin die Todesstrafe verhängt, einzelne Staaten diskutieren sie wieder einzuführen. Das Projektangebot richtet sich an interessierte Schulklassen ab der 9. Klasse, die sich mit Menschenrechten, dem Recht auf Leben und dem Thema Todesstrafe beschäftigen möchten. Im Projekt soll ein Plakat, ein Radiobeitrag oder eine öffentliche Intervention (Infostand, Theater,…) entstehen, die am Ende der Woche präsentiert wird.

Die Mindestdauer für das Projekt beträgt 2 Tage, bis zu 5 Tage sind möglich.

Kosten: 1,50€ pro Person und Tag.
Anmeldungen unter info@bildung-verquer.de / 03834 7737881,

Referent_in: Laura Arborst & Romy Plonus

Veranstalter: verquer


Mittwoch 29.11.2017 | 19:00
Rathaus am Markt

Wider die Todesstrafe

Normative und empirische Argumente für die Abschaffung

Vortrag mit Prof. Dr. Stefan Harrendorf (Kriminologe und Prof. für Strafrecht an der Uni Greifswald) im Rahmen der Kampagne "Cities for Life", Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe. Der Vortrag erörtert aus empirischer und normativer Sicht Argumente gegen die Todesstrafe. Nach einer kurzen Darstellung der Rechtswirklichkeit im Jahr 2017 widmet sich der Beitrag zunächst aus empirischer Sicht den Ergebnissen zur (bescheidenen) Abschreckungswirkung der Todesstrafe sowie dem in Befragungen messbaren Verlangen von Teilen der Bevölkerung nach dieser Sanktion. Nach einer kritischen Würdigung der vorgestellten Daten diskutiert [der Referent] die Todesstrafe aus völker- und menschen- rechtlicher Sicht. Es wird erörtert, warum die Todesstrafe gegen die Menschenwürde und das Gebot schuldangemessenen Strafens verstößt

Referent_in: Prof. Dr. Stefan Harrendorf

Veranstalter: AKJ - Arbeitskreis Kritischer Jurist*innen

Kooperationspartner: Universitäts- und Hansestadt Greifswald


Donnerstag 30.11.2017 | 18:00
Domstraße

Wenn der Staat tötet

Todesstrafe in Belarus

Vortrag im Rahmen der Kampagne "Cities for Life", Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe mit Andrus Krecka (Menschrechtsaktivist aus Belarus) und Vertreter*innen von Amnesty International. Belarus ist das letzte Land Europas und der ehemaligen Sowjetunion, das die Todesstrafe vollstreckt. Informationen über die Todesstrafe gelten als Staatsgeheimnis. Aufgrund der Geheimhaltung können weder verlässliche Daten über die Anzahl der Todesurteile und Hinrichtungen erhoben werden, noch die Identität aller Todeskandidaten geklärt werden. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR erlangte Belarus seine Unabhängigkeit, blieb aber von Russland abhängig – seitdem sollen etwa 400 Personen zum Tode verurteilt und hingerichtet worden sein. Präsident Lukaschenko, im Amt seit 1994, will die politische Situation der Sowjetunion in Belarus wieder herstellen. Die Referierenden berichten über die Lage im Land, die Menschenrechte und das Leben der Menschen. Außerdem: Stündlich läuten die Glocken an diesem Tag! Wir laden ein zum Innehalten und Nachdenken über die Menschenrechte und die Ehrfurcht vor dem Tod 12 Uhr: Dom St. Nikolai, 13 Uhr: Wieck, 14 Uhr: St. Joseph, 15 Uhr: St. Marien, 16 Uhr: Christuskirche, 17 Uhr: St. Jacobi

Referent_in: Andrus Krecka & Amnesty International

Veranstalter: zusammen wachsen

Kooperationspartner: Universitäts- und Hansestadt Greifswald


Donnerstag 30.11.2017 | 15-19 Uhr
Brodaer Straße 2

Kleidertauschparty

Kaufst Du noch oder tauscht Du schon?!

Dein Kleiderschrank platzt jetzt schon aus allen Nähten, aber die passenden Winterklamotten fehlen Dir trotzdem? Dann komm' zur Kleidertauschparty – ob alt & gebraucht oder neu & ungetragen – alles kann getauscht werden. Das alte Ramones-T-Shirt gegen einen Minirock, Opas Fliegerbrille gegen einen Glitzergürtel oder die 80er Batikjacke gegen einen Zylinder – dem Tausch-Rausch sind keine Grenzen gesetzt. Hintergründe und mehr Wissen zur Textilproduktion weltweit sowie die vielen Vorteile von Second-Hand-Kleidung vermitteln zwei Bildungsexperten mit spannenden Methoden. Tauschen statt Besitzen lautet die Devise! Kaffee, Kuchen & Musik runden die Veranstaltung ab.

Referent_in: Marcel Meister, Veit Dumke, Tom & Jasper

Veranstalter: BUNDjugend Neubrandenburg

Die BUNDjugend Neubrandenburg ist eine umweltpolitische Jugendorganisation, die sich mit Worten und Taten für ökologische Alternativen vor Ort einsetzt und mit ihren Forderungen Denkprozesse anregt. Einfach reinschauen: www.bundjugend-mv.de

Kooperationspartner: Fachschaft Landschaftswissenschaften und Geomatik (Hochschule Neubrandenburg), Kreisjugendring MSE, Eine-Welt-Laden NB