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Seminare des
Eine-Welt-Landesnetzwerks M-V

  • Critical-Whiteness-FOLGETRAINING
    (Voraussetzung für die Teilnahme ist die vorherige Teilnahme an einem Basistraining)
    11.-13. April 2014 in Neustrelitz

"Rassismus prägt die Beziehung zwischen der weißen Mehrheitsgesellschaft und den sogenannten People of Color. Offene und versteckte Gewalt, Ausgrenzung, Benachteiligung und Beleidigung gegenüber People of Color, eine eingeschränkte Sicht auf Geschichte und Gegenwart und eine mangelnde Reflexionsfähigkeit in Bezug auf die eigene Rolle und auf Kommunikation und Begegnung für die weissen Mitglieder der Gesellschaft sind häufige Formen des alltäglichen Rassismus. Teilnehmende, die bereits bei einem Phoenix-Anti-Rassismus-Grundtraining dabei waren sind eingeladen, an diesem Folgetraining teilzunehmen." (Zitat Flyer Phoenix e.V. 2013) Das Folgetraining baut auf der Analyse der individuellen und der gesellschaftlichen Formen des Rassismus und den Erfahrungen von Anti-Rassismus-Trainings auf: Wo hat die Analyse weiter geholfen? Welche Strategien haben sich bewährt? Wo müssen wir noch Fähigkeiten erlangen? Im Folgetraining werden die Schritte des ersten Trainings reflektiert und vertieft. Es geht um die Frage, inwieweit das erste Training die alltägliche Wirklichkeit verändert hat, was gut gelaufen ist und wo Schwierigkeiten entstanden sind.

Verbindliche Seminarzeiten:
Beginn am Freitag, 11. April ab 16 Uhr
Abreise am Sonntag, 13. April ab 14.30 Uhr

Weitere Informationen und Anmeldung:
info(at)eine-welt-mv.de oder telefonisch: 0381 20373846

Kosten:
60,00 Euro für Mitglieder des Eine-Welt-Landesnetzwerks MV
80,00 Euro für Nicht-Mitglieder
Kosten für Verpflegung und Unterkunft trägt das Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V.

Fahrkosten für ÖPNV können innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns erstattet werden.

Veranstaltungsort ist die Kachelofenfabrik in Neustrelitz (am See!)

Das Training findet mit erfahrenen Trainern von Phoenix e.V. statt.

  • Critical-Whiteness-BASISTRAINING
    Antirassistische Kompetenz in der entwicklungspolitischen Arbeit
    12.-14. September 2014 in Stralsund

Unser Weißsein scheint in der alltäglichen Lebenswirklichkeit kaum relevant zu sein. Und doch ist seine Wirkung mächtig. Dieses Training richtet den Blick auf die eigene Prägung und die darin enthaltenen Bilder von Schwarz- und Weißsein. Kompetente Trainer von Phoenix e.V. begleiten das Training. Mehr unter www.phoenix-ev.org

"Das Anti-Rassismus-Training hilft, die Eingebundenheit der eigenen Persönlichkeit in rassistische Denk- und Gefühlsmuster zu erkennen und einen Bogen zu schlagen zu der rassistischen Prägung in der Sozialisation. Im Alltag werden diese Prägungen immer wieder bestätigt. Die politische Alltagskultur verstärkt zudem diese Klischees. Das Training will Erkenntnis stärken, den Kontakt zum eigenen Ich verstärken und stellt letztendlich die Frage: Wie kann ich wirkungsvoll etwas gegen Rassismus unternehmen" (Phoenix e.V.)

Verbindliche Seminarzeiten:
Beginn am Freitag, 12. September ab 16 Uhr
Abreise am Sonntag, 14. September ab 14.30 Uhr

Weitere Informationen und Anmeldung:
info(at)eine-welt-mv.de oder telefonisch: 0381 20373846

Kosten:
60,00 Euro für Mitglieder des Eine-Welt-Landesnetzwerks MV
80,00 Euro für Nicht-Mitglieder
Kosten für Verpflegung und Unterkunft trägt das Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V.

Fahrtkosten für ÖPNV können innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns erstattet werden.

Veranstaltungsort ist die Jugendherberge Stralsund (direkt am Strand!)

Das Training findet mit erfahrenen Trainern von Phoenix e.V. statt. 

  • Rückblick

    Herbsttagung Bildung für nachhaltige Entwicklung 2013
    Kritisches Bewusstsein oder kreatives Handeln

    23./24. September 2013, Haus der Kirche & Uwe-Johnson-Bibliothek, Güstrow

In Güstrow fanden sich am 23./24. September 2013 Bildner_innen, Netzwerke und Stiftungen aus M-V zusammen, um sich durch visionäre Gedanken inspirieren zu lassen, sich auszutauschen und neue Pläne nicht nur für neue Bildungsprojekte zu schmieden.

 
Dazu kamen die rund 120 Besucher_innen des Vortrags am Montagabend mit Herrn Professor Welzer ins Gespräch, der sein neuestes Buch ?Selbst denken ? eine Anleitung zum Widerstand? präsentierte und  seine Thesen zu einer nachhaltigen Bildung vertrat. Was uns zu ?wahren Helden und Held_innen der Nachhaltigkeit? machen könnte, sind nicht so sehr die Charakterfestigkeit oder der ?moralische Glaube an die richtige Sache?, sondern eher die Fähigkeit, auch in scheinbar alternativlosen Situationen und Szenarien unbeirrt Handlungsmöglichkeiten zu erkennen, Freundschaften zu finden und Netzwerke zu bilden, sowie ein wenig Risikofreude für den ersten Schritt aufzubringen. Der erste Schritt bestünde dann in der Weigerung, sich der Matrix des ?Es geht nicht?  zu ergeben, sondern selbstbewusst zu widersprechen, zu experimentieren und dann die Geschichten des Gelingens sichtbar zu machen. Die Beschreibung der Welt als "ach so fehlerhafte", sei eine ohnmächtige Perspektive, welche die bestehenden Systeme und Tendenzen nur verstärken würde.
 
Noch abends beim gemütlichen Ausklang beschäftigten die Thesen die Teilnehmer_innen der Tagung. Unter den  alten  Bildungs-Hasen und den enthusiastischen Neulingen waren Perspektiven des globalen Lernens und des Umweltbildungsrichtung vertreten.

In der spielerischen und dennoch konzentrierten Atmosphäre des zweiten Tages konnten wir fruchtbare Impulse für eine vorausschauende Bildungsarbeit in M-V entwickeln. Die Frage nach dem "wie" einer visionären Bildung, die Mut zum Selbstdenken,  Widersprechen und anders Handeln macht, ist natürlich nicht restlos geklärt, weil sie zum Abschied von der uns so vertrauten, kritisch-akademischen Haltung auffordert. Aber was tun wir stattdessen?

Es kann und soll hier nicht der Ansatz sein, diese Leerstellen sofort mit praktikablen Methoden und Konzepten zu füllen, sondern Veränderung behutsam zuzulassen und die Unsicherheiten der neuen Möglichkeitsräume im Bildungsbereich erst einmal auszuhalten.
Im Rahmen des Workshops wurden hierbei die Beschränkungen und Zwänge des Bildungsalltags mit theaterpädagogischen Methoden sichtbar und erlebbar gemacht. Darüber hinaus wurden im Rahmen einer Feedbackrunde drei Bildungsangebote kurz vorgestellt, durch die Akteure auch in Hinsicht auf deren inhaltliche o. methodische Grenzen zur Diskussion gestellt und von der Gruppe mit Blick auch mögliche Potentiale der Weiterentwicklung der Angebote reflektiert.

Die Teilnehmenden wünschten sich für eine nächste Tagung im Jahr 2014, an den Ideen für eine visionäre Bildung weiter zu arbeiten und sich ganz praxisorientiert über gelungene Bildungsangebote in M-V auszutauschen. Dabei kann die Kombination aus Vortragsimpulsen und Seminarzeit beibehalten werden. Wir dürfen also gespannt sein, was uns im nächsten Jahr bewegt haben wird.