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Strategien für demokratische Teilhabe, Weltoffenheit und globale Gerechtigkeit

 

Tagung | Donnerstag, 7. September 2017 | Sparkasse Anklam
Im letzten Jahrzehnt sind viele Strukturen im ländlichen Raum verschwunden, die Zusammenhalt und kulturelle und politische Teilhabe ermöglichten.

Nicht erst das Ergebnis der Landtagswahl 2016 in Mecklenburg-Vorpommern hat gezeigt, dass viele Menschen sich von aktuellen demokratischen Strukturen nicht angesprochen fühlen. Die Frustration über die gefühlte Perspektivlosigkeit ist hoch. Oft endet der Blick dabei am eigenen Tellerrand und globale Zusammenhänge bleiben komplett außen vor.

Wie können zivilgesellschaftliche Strukturen wieder so gestärkt werden, dass eine weltoffene und demokratiebejahende Stimmung im Land entsteht?

Welche Förderung ist nötig, um diese Strukturen dauerhaft lebendig halten zu können? Welches Miteinander von Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung brauchen wir dafür und wie bringen wir dies gemeinsam auf den Weg?

Die Tagung will Aufbruch sein für einen Paradigmenwechsel und Anstoß geben für neue Rahmenbedingungen.

Die Anmeldung ist geschlossen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Dittrich: dittrich@eine-welt-mv.de

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei.


Programm

Vorabendtreffen
Mittwoch, 6. September 2017
| Demokratiebahnhof Anklam

18.00 – 21.00 Uhr
zum Kennenlernen und Vernetzen der involvierten Akteure und für Absprachen zur Ergebnissicherung

Hinweis: Übernachtungsmöglichkeiten in Anklam sind vorhanden. Falls Sie eine Übernachtung wünschen, geben Sie dies bitte bei der Anmeldung an.

Donnerstag, 7. September 2017 | Sparkasse Anklam

9.00 Uhr    Ankommen, Anmeldung, Kaffee und Tee

9.30 Uhr   Begrüßung durch die Veranstalter*innen
Übergabe an die Moderatorinnen: Ulrike Gisbier, Wibke Seifarth

9.45 Uhr   Eingangsimpulse

• Kreisgebietsreform, Mitbestimmung, Demokratie am Beispiel Bildung
    Dr. André Zornow, Uni Greifswald

• Demokratie braucht Vielfalt
•    Rita Wiese, Sprecherin migranet-MV

• Die Grenzen der Lokalpolitik
•    Michael Galander, Bürgermeister Hansestadt Anklam

• Programme für mehr Engagement
•    Anita Reddy, Engagement Global

• Umgang mit zivilgesellschaftlichem Engagement
•    Claudia Gaschler, Demokratiebahnhof Anklam

11.00 Uhr   Erfahrungen an der Nahtstelle zwischen Politik und zivilgesellschaftlichem Engagement
Impuls durch Markus Nierth, ehemaliger Bürgermeister von Tröglitz

11.30 Uhr   Fragestellungen der Workshops vorstellen

12.00 Uhr   Mittagspause mit Zeit zum Raum/Hauswechsel

13.00 Uhr   Workshop-Phase

Jugendliche aus ländlichen Regionen werden oftmals mit den Attributen „benachteiligt“ oder „schwer erreichbar“ beschrieben. Im Workshop wollen wir diskutieren, welche Rahmenbedingungen und Strukturen es braucht, um für junge Menschen echte Teilhabe- und Mitwirkungschancen zu bieten.
Wie kann Jugendbeteiligung nachhaltig auf kommunaler Ebene verankert werden? Wo kann Jugendarbeit ansetzen, um Jugendliche in ihrer Selbstwirksamkeit und Eigeninitiative zu stärken? Welche Akteure und Ansätze bedarf es, um die besonderen Potentiale ländlicher Regionen wirksam zu entfalten?

Impulsgeber*innen:
Tino Höfert
••Jugendpolitischer Koordinator beim Stadtjugendring Greifswald
N.N.
••Jugendlicher Teilnehmer des Jugendkreativfestivals
••
vom 15.Juli auf dem Projekthof Karnitz


Moderation:
Yvonne Griep
••Landesjugendring M-V
Annett Beitz
••BUNDjugend M-V

Workshop-Ort:
DemokratieLaden Anklam, Burgstraße 9, 17389 Anklam
Karte hier.
Bildung wird als eine wichtige Grundlage für demokratische Teilhabe, Weltoffenheit und globale Gerechtigkeit angesehen.

Kann durch eine gute Zusammenarbeit aller Bildungsakteur*innen (formal, non-formal, informell) in dünn besiedelten Regionen Synergien genutzt, Ressourcen besser eingesetzt und die Arbeit für alle erleichtert werden?
Wie kann gelingende Zusammenarbeit konkret im Landkreis Vorpommern-Greifswald aussehen?
Wie kann der Weg von kurzfristiger, zeitlich beschränkter Projekt-Zusammenarbeit hin zu langfristiger, verlässlicher und strukturierter Kooperation beschritten werden und ist dies überhaupt erwünscht?
Welche Orte für Bildung jenseits von (Berufs)Schulen gibt es in der Region?
Wie könnte das kommunale Bildungsmanagement des Landkreises Vorpommern-Greifswald etwas für zivilgesellschaftliche Akteur*innen tun?
Wo fühlen sich non-formale Bildungsakteur*innen von Verwaltung, Politik und Schule gut unterstützt und wo allein gelassen?
Welchen Mehrwert können außerschulische Bildungsanbieter*innen für Schulen haben?
Wo werden jeweils Ansprechpartner*innen benötigt?
Wo werden Lücken gesehen?

Diesen und weiteren Fragen wird in diesem Workshop von Akteuren aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Schule und Zivilgesellschaft nachgegangen. Dieser Workshop fruchtet vor allem dann, wenn sich Akteur*innen mit dem Wirkungsbereich bzw. der Zuständigkeit Vorpommern-Greifswald hier zusammenfinden. Die Übertragbarkeit auf andere ländliche Regionen kann diskutiert werden. Dieser Workshop kann Impulsgeber für Bildungsakteur*innen der Region sein.

Impulsgeber*innen:
Karin Peter
••Leiterin Sachgebiet Bildung und Schulentwicklungsplanung
••beim Landkreis Vorpommern-Greifswald

Anita Reddy
••Engagement Global, Bereichsleitung
••Bildungsprogramme und Förderung Inland


Moderation:
Erbin Dikongue
••Koordinator Chat der Welten bei der RAA Brandenburg
Ralf Göttlicher
••Eine-Welt-Promotor bei Soziale Bildung

Workshop-Ort:
Sparkasse Anklam, Pferdemarkt 1, 17389 Anklam
Karte hier.

Kein Staat kann auf das Mitwirken seiner Bürger*innen verzichten. Zivilgesellschaften repräsentieren die Vielfalt von Demokratien. Sie sind oftmals „Früherkenner“ innergesellschaftlicher, globaler Probleme, sind Impulsgeber und spielen eine wichtige Rolle bei der Mobilisierung von bürgerschaftlichem Engagement.

Um den ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit begegnen zu können, müssen sich alle gesellschaftlichen Akteur*innen an der Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung beteiligen und ihr Handeln miteinander koordinieren. Der Workshop zeigt an ausgewählten Beispielen auf, wo das Zusammenwirken von Staat und Zivilgesellschaft optimiert werden muss. Soziologe Dirk Hennig analysiert neue gesellschaftliche Anforderungen an den Rechtsstaat, die Tücken der Bürokratie und stellt die Frage nach geeigneten Rahmenbedingungen für das Wirksamwerden der Gestaltungskraft bürgerschaftlichem Engagements.

Im Workshop sollen anhand von Praxisbeispielen Kriterien für ein konstruktiveres Zusammenwirken zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren und staatlichen Stellen erarbeitet werden. Wir suchen nach Ansatzpunkten für intensivere und tragfähigere Zusammenarbeit im Bereich der Inlandsarbeit für globale Gerechtigkeit in der Region Vorpommern. Hauptanliegen ist ein offener Austausch um zukunftsgerichtete Ideen. Ausgewählte Fallbeispiele im Interview machen den Auftakt.

Impulsgeber*innen:
••Helping Hands / Greifswald hilft Geflüchteten
••Turbina Pomerania / deutsch-polnischer Freiwilligendienst
••Eine-Welt-Promotor*innen in Vorpommern
••Traditions- und Bildungsschiff Lovis
••Förderverein Ökologische Freiwilligendienste / Dachverband FÖJ

Moderation:
N.N.
••Bildungsprojekt verquer. Vielfältige Bildung in Vorpommern
Dirk Henning
••Förderverein Ökologische Freiwilligendienste / Dachverband FÖJ
Thomas Schmidt
••Eine-Welt-Promotor für Vorpommern

Workshop-Ort:
Gotisches Giebelhaus, Frauenstraße 12, 17389 Anklam
Karte hier.
In ländlichen Regionen, wo es wenig zivilgesellschaftliche Strukturen und entwicklungspolitische Inhalte, Inputs und Veranstaltungen gibt, können Raumpionier*innen überproportional stark bildungs- und kulturpolitisch wirken.

Ziel unseres Workshops ist es, Beiträge von Raumpionier*innen in ländlichen Regionen in Bezug auf entwicklungspolitische Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement zu identifizieren und die Rahmebedingungen dafür auszuloten. Was prädestiniert Raumpioniere*innen für entwicklungspolitische und zivilgesellschaftliche Impulse in ihrem Umfeld? Wie sehen sie ihre Rolle, die Idee einer offenen Gesellschaft umzusetzen? Was brauchen sie zur Unterstützung/Stärkung ihrer Arbeit?

Nach vier kurzen Inputs, die ein breites Spektrum von Raumpionier*innen in M-V aufmachen, wollen wir gemeinsam die Leitfragen diskutieren und schauen, ob eine Vernetzung die Struktur für eine gemeinsame Weiterarbeit geben kann.

Impulsgeber*innen:
••Kulturverein schloss bröllin e.V.
••Projekthof Karnitz e.V.
••Der Dorfladen Gessin & Einkaufs- und
••Liefergenossenschaft (ELG) Mecklenburgische Schweiz eG

Moderation:
Andreas Rosen
••Stiftung Nord-Süd-Brücken
Kim Lukács
••Eine-Welt-Promotorin bei Ökohaus Rostock

Workshop-Ort:
Evangelische Schule, Wollweberstraße 1, 17389 Anklam
Karte hier.

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald leben seit Ende der 90er Jahren mehr Migrant*innen als im Landesdurschnitt. Zusätzlich zu diesen alteingesessenen Menschen nichtdeutscher Herkunft haben in den letzten Jahren weitere Migrant*innen aus Krisengebieten eine neue Heimat in Vorpommern gefunden. Der Landkreis ist auch der einzige in Mecklenburg-Vorpommern mit Grenzlage zu Polen. Die Metropole Stettin wächst Richtung Westen und hat einen zunehmend dynamischen Einfluss auf die deutsche Grenzregion, u.a. ziehen viele polnische Bürger*innen aus dem Stettiner Umland auf die deutsche Seite und beleben grenznahe Ortschaften.

Der Workshop fokussiert zwei Themen: zum einen die Potenziale und Chancen der Grenzregion und zum anderen die Situation der Migrant*innen im Landkreis, beispielweise der polnischen Zugezogenen. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir die Frage diskutieren, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um die Partizipation allen Bürger*innen zu fördern.

Die Frage der gesellschaftlichen Teilhabe steht dabei im Vordergrund. Welche Rahmenbedingungen und konkreten Maßnahmen sind notwendig, damit die Grenzregion besser zusammenwachsen kann? Welche Rahmenbedingungen brauchen Migrant*innen, um an den politischen Entscheidungsprozessen besser teilhaben zu können?

Impulsgeber*innen:
Julia Bartels
••Koordinatorin deutsch-polnische Bildungslandschaft
••im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Anna Gatzke
••Deutsch-Polnische Gesellschaft Vorpommern e.V.
Niels Gatzke
••RAA M-V / Projekt perspektywa
Zsófia Torma
••Eine-Welt-Promotorin für Migration
••und Entwicklung bei Fabro e.V.


Moderation:
Delphine Wollenberg
••RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur
••Vorpommern-Greifswald


Workshop-Ort:
Rathaus II, Burgstraße 15, 17389 Anklam
Karte hier.

15.00 Uhr   Kaffeepause/Rückkehr ins Plenum

15.30 Uhr   Übergabe Gemeinsame Zukunftserklärung

Anschließend Zeit für individuelle Gespräche und Verabredungen für weitere Zusammenarbeit

Ausklang bei Kaffee/Tee bis gegen 16.30 Uhr


Aufbruch

Die Tagung will Aufbruch sein!

Die Tagung soll keine Eintagsfliege sein und sie will über die Problemanalyse hinausgehen. Die Tagung soll Auftakt sein für langfristige Entwicklungen mit konkreten Ergebnissen

Die Tagung will Anstoß geben!

Was müssen wir alle gemeinsam tun, um in den Bereichen Jugend, Bildung, Kultur und Engagement mehr Weltoffenheit und ein besseres Miteinander in Vorpommern herzustellen? Das Nebeneinander von Kreis, Land, Bund und Zivilgesellschaft muss sich zugunsten einer guten Zusammenarbeit ändern.

Wir brauchen einen Paradigmenwechsel!

Wir brauchen eine neue Definition von notwendigen Leistungen der Daseinsvorsorge. Welche regionalen Prozesse und Konzepte gibt es und wie können sie genutzt werden? Welche Perspektiven entwickeln wir gemeinsam?

Wir brauchen neue Rahmenbedingungen!

Permanentes Sparen führte in der Vergangenheit in Vorpommern zu massivem Strukturabbau. Es ist absurd, wenn erst die Basis zerstört wird, und dann Feuerwehrprogramme alles retten sollen. Projektförderungen allein helfen nicht. Wir brauchen stabile Strukturen, an denen die Projekte angegliedert werden können.

Wir wollen Impulse setzen!

Wir wollen positive Impulse setzen. Wir wollen Akteur*innen zu mehr Verantwortung ermutigen. Wir wollen lernen, konstruktiv zu kritisieren. Wir wollen Ansprechpartner*innen in Politik und Verwaltung finden. Wir wollen verbesserte zivilgesellschaftliche Strukturen gemeinsam entwickeln und einführen.


Veranstaltungsorte

Demokratiebahnhof
Der Demokratiebahnhof ist ein selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum im Anklamer Bahnhofsgebäude.
Bahnhofstraße 1 | 17389 Anklam

Sparkasse Anklam
Die Plenumsphasen unserer Tagung finden im Tagungsraum der Anklamer Sparkasse statt.
Pferdemarkt 1 | 17389 Anklam

Workshopräume
Die Workshops finden an unterschiedlichen Orten in der Innenstadt statt, die von der Sparkasse aus fußläufig gut erreichbar sind. Die Adressen finden Sie oben bei den jeweiligen Workshops.


Veranstalter*innen

  • • Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V mit den
    Eine-Welt-Promotor*innen
  • • Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern
  • • Bündnis Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt!
  • • Stiftung Nord-Süd-Brücken
  • • RAA Regionalzentrum für demokratische Kultur
    Vorpommern-Greifswald
  • • Demokratiebahnhof Anklam
  • • Stadtjugendring Greifswald
  • • Förderverein Ökologische Freiwilligendienste –
    Dachverband Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)
  • • Kreisjugendring Vorpommern-Greifswald
  • • Kultur- und Initiativenhaus Greifswald

Kooperationspartner*innen

  • • Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern mit dem
    Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern
    Patrick Dahlemann
  • • Landkreis Vorpommern-Greifswald
  • • Hansestadt Anklam
  • • Landeslehrstätte für Naturschutz und
    nachhaltige Entwicklung M-V
  • • Akademie für Nachhaltige Entwicklung M-V

Kontakt: info@eine-welt-mv.de | 0381 20373846

 

Gefördert durch Engagement Global aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.