Pressemitteilungen

 

2017

„Ich habe mich gewundert, dass die Deutschen nicht 100 Prozent zufrieden waren“
Auftakt Freiwilligendienst Menschenrechte

Greifswald.
Am Wochenende haben 24 Menschen in Greifswald im Rahmen eines Workshops des Greifswalder Freiwilligendienstträgers Turbina Pomerania im Klex über Menschenrechte und Menschenrechtsbildung diskutiert und gearbeitet. Sie kamen aus Polen, der Türkei, Belarus, Katalonien, Ungarn, Griechenland und Deutschland. Ein Gespräch mit Olga Bereriska, Berit Müller und Anja Reuhl.

Olga, du arbeitest zur Zeit in Belarus, bei einem Verein, der versucht, den Aufbau einer Zivilgesellschaft zu unterstützen. Erlebst du persönlich eine Unterdrückung der Menschenrechte?

Olga Bereriska: Ja, quasi am eigenen Leib. Nämlich wenn wir Schwierigkeiten haben einen Raum zu mieten oder wenn unsere Veranstaltungen plötzlich verboten werden. In Belarus gibt es kein recht auf Meinungsfreiheit.

Du kommst aus Polen - ist das da anders?

Olga Bereriska: Ja, schon. In Polen gibt es zur Zeit große Demonstrationen, das ist dort einfach möglich, auch wenn die Regierung an anderer Stelle Rechte beschneidet. Aber in Belarus kann man schnell ins Gefängnis kommen, wenn man demonstriert.

Berit, zur Zeit hört man viel über die Türkei, wo in den letzten Monaten Journalisten, aber auch Mitarbeiter von Menschenrechtsorganisationen verhaftet und eingesperrt wurden. Wirkt sich das auf deine Arbeit aus?

Berit Müller: Eher indirekt. Ich arbeite für eine Organisation, die vorwiegend syrische Flüchtlinge unterstützt, die auf dem Weg nach Europa sind. Das ist vor allem humanitäre Arbeit. Wir unterstützen Menschen die nach Griechenland wollen, aber auch, wenn sie in der Türkei bleiben wollen, was, wie wir denken, für sie momentan auch am aussichtsreichsten ist. Hier können sie arbeiten und bekommen Zugang zum Gesundheitssystem und zu Bildung. Aber die Einschränkung der Meinungsfreiheit gehören natürlich zum Grundrauschen im Leben in der Türkei dazu und zu wissen, dass sich alles jederzeit ändern kann, ist natürlich nicht schön. Aber ich habe trotzdem nicht das Gefühl, sehr eingeschränkt zu sein.

Die Situation in den Ländern aus denen ihr kommt, ist sehr verschieden. Konntet ihr trotzdem auf der gleichen Ebene über Menschenrechte diskutieren?

Berit Müller: Man diskutiert automatisch auf verschiedenen Ebenen. Aber gerade das macht es spannend. Ich arbeite zwar in der Türkei, bin aber in Deutschland sozialisiert und es gewohnt in einem Staat zu leben, der meine Menschenrechte überwiegend garantiert. Zu hören, wie wenig das in einigen osteuropäischen Ländern der Fall ist, fand ich schon sehr lehrreich.

Olga Bereriska: Umgekehrt ging es mir so, dass ich mich gewundert habe, dass die deutschen Teilnehmer nicht 100 Prozent zufrieden waren. Ich dachte vorher: ist doch alles super hier, es gibt sogar die Ehe für alle! Viele Dinge wusste ich nicht, zum Beispiel dass Frauen schlechter bezahlt werden oder es eine große Schere zwischen Arm und Reich gibt.

Anja Reuhl: Ich hatte bei dem Workshop den Eindruck, dass Menschenrechte ein Thema ist, das jeden betrifft, zu dem alle was zu sagen haben und das uns unter den Nägeln brennt. Das hatten wir gehofft, darum haben wir das für unser neues Freiwilligendienstprogramm als Thema gewählt. Es war gut zu sehen, dass es nicht nur in unserer Fantasie funktioniert.

Wozu brauchen wir Menschenrechtsbildung in Deutschland?

Anja Reuhl: Um unseren Status zu verbessern oder wenigstens zu halten. Viele Kinder und Jugendliche wissen wenig über Menschenrechte, auch über ihre eigenen Rechte. Das ist aber wichtig, um sich dafür einsetzen zu können. Um zu protestieren, wenn sie drohen, verloren zu gehen.

Turbina Pomerania organsiert zusammen mit der polnischen Partnerorganisation Polites Freiwilligendienste, vor und hinter der Grenze. Im November startet das Programm Strategischer Europäischer Freiwilligendienst unter dem Thema Menschenrechte, das drei Jahre dauern wird und 30 jungen Menschen einen Freiwilligendienst innerhalb Europas ermöglicht.
Unbehagen und Dankbarkeit
Greifswalder Ärztin über ihre Erlebnisse bei der Seenotrettung im Mittelmeer

Greifswald.
„Die EU hat den Friedensnobelpreis bekommen“, sagt Carolin Möhrke, „aber im Mittelmeer hat sie sich dem Preis meiner Meinung nach alles andere als würdig erwiesen.“ Im Gemeinderaum der Wiecker Kirchengemeinde steht Carolin Möhrke. Sie arbeitet ehrenamtlich für die Sea Watch, eine Organisation, die mit ihrem Schiff Sea Watch 3 im Mittelmeer unterwegs ist, um Flüchtlinge zu retten. Sie erzählt von Rettungseinsätzen, bei denen sie dabei war, von Werftaufenthalten und unzähligen Freiwilligen, die an dem Projekt mitarbeiten.

Ihr Anliegen ist „Licht hinter die Schlagzeilen“ zu bringen, wie sie sagt. Bis vor einem Jahr war die Berichterstattung über die zivilen Rettungseinsätze im Mittelmeer überwiegend positiv. Weil die Seenotrettungsmission der EU „Mare Nostrum“ eingestellt wurde, stießen seit Anfang 2015 immer mehr zivile Seenotrettungsorganisationen in die Lücke. Wie die Sea Watch. Und wurden anfangs als Helden gefeiert.

Die Stimmung hat sich geändert: Es gibt immer mehr verbale Angriffe, die Organisationen wurden beschuldigt mit Schleppern zusammenzuarbeiten oder durch ihre bloße Existenz Fluchtanreize zu bieten. Im letzten Monat musste die Sea Watch einen „Code of Conduct“ unterschreiben, das sind Regeln für die Einsätze der Seenotretter. Dazu gehört in italienischen Hoheitsgewässern Polizisten an Bord zu nehmen, aber eben auch die Vorgabe, Gerettete nicht mehr an Bord anderer Schiffe abgeben zu können. Das bedeutet für die Sea Watch: Weniger Zeit zum Suchen von Schiffbrüchigen.

Verändert hat sich die Situation auch durch das Agieren der libyschen Küstenwache. Die wird von der EU bezahlt und ausgebildet, ihr Ziel ist aufgegriffene Flüchtlinge wieder zurück nach Libyen zu bringen. Erst vor ein paar Tagen war die Sea Watch wieder in den Schlagzeilen: Beim ersten Einsatz ihres neuen Schiffs Sea Watch 3 kamen vor ein paar Tagen mehrere Menschen, darunter Kinder ums Leben. Sie ertranken bei der Rettung eines sinkenden Schlauchbootes, nachdem sich die libyschen Küstenwachse in die Aktion einmischte.

Der Weg übers Mittelmeer ist nicht erst seit gestern lebensgefährlich: Beim Versuch Europa von Nordafrika aus zu erreichen, starben schon zwischen 2000 und 2013 über 20.000 Flüchtlinge. Mit der Zuspitzung der Lage und immer stärkerem Andrang ab 2014, vor allem durch Flüchtlinge aus Syrien, stieg die Zahl der Opfer schnell an. Allein 2015 starben über 5000 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer, in diesem Jahr waren es bisher über 3500. Die Sea Watch war 2016 an der Rettung von 20.000 Menschen beteiligt.

Carolin Möhrkes Vortrag ist emotional und, wie sie selbst zugibt, sicher nicht frei von Subjektivität. Aber er ist auch ein bestürzendes Plädoyer für etwas eigentlich selbstverständliches einzutreten: Das Recht eines Menschen auf der Flucht nicht sein Leben riskieren zu müssen. Als Zuschauer beschleicht einen ein Gefühl des Unbehagens - jeder EU-Bürger trägt schließlich ein Stück Mitverantwortung für die Situation an der wie Carolin Möhrke sagt „tödlichsten Grenze der Welt“. Und ein Gefühl Dankbarkeit, dass Menschen wie sie dort eine Aufgabe übernehmen, die eigentlich eine staatliche sein sollte.

Der Vortrag war Teil einer Veranstaltungsreihe, die seit diesem Jahr weltwechsel heißt und sich mit globalen Themen beschäftigt. Das Jahresthema der Reihe passt perfekt zu diesem Vortrag: Menschlichkeit.
Beispiel einer Pressemitteilung für eine Einzelveranstaltung im Rahmen von weltwechsel. Jede Einzelveranstaltung wird in ähnlichem Umfang mit einer Pressemitteilung beworben, die an die entsprechenden regionalen Medienverteiler geschickt wird.

Genossenschaften, gemeinschaftliches Wohnen, Solidarische Landwirtschaft
Ein Crashkurs in Solidarischer Ökonomie


Rostock. Es gibt sie überall: Modellversuche, die ein anderes und gerechteres Wirtschaften ausprobieren. Zum Beispiel, wenn die Risiken eines landwirtschaftlichen Betriebs in der Solidarischen Landwirtschaft auf die Verbraucher seiner Produkte umgelegt werden. Wenn gemeinsam Gärten bewirtschaftet oder Wohnraum von vielen genutzt wird. Am Sonnabend, den 4. November, gibt es von 10 bis 17 Uhr in der FRIEDA 23 im Institut für neue Medien eine Einführung in solche und ähnliche Modelle, die Lust aufs Ausprobieren macht.

Referentin und Workshopleiterin ist Elisabeth Voß, die nach einer Einführung am Samstag auf Gruppenarbeit setzen wird. Die Organisatorin der Veranstaltung ist die Friedrich-Ebert-Stiftung. „Als Stiftung interessieren wir uns dafür, wie neue, andere Formen des Wirtschaftens der sozialen Spaltung entgegen wirken können“, sagt Dr. Juliane Sucker vom Landesbüro MV der Friedrich-Ebert-Stiftung. „Dabei geht es nicht darum, unser marktwirtschaftliches System grundsätzlich in Frage zu stellen oder durch ein anderes zu ersetzen, sondern darum, Möglichkeiten und die Zukunftsfähigkeit der Sozialen Marktwirtschaft zu diskutieren und überhaupt erst einmal um einen Auslotungsprozess. Welche Modelle gibt es bereits, wie funktionierten sie und was können wir uns - auch ganz persönlich - davon aneignen?“

Elisabeth Voß beschäftigt sich als Publizistin und Betriebswirtin mit Ideen und Praxen alternativer, genossenschaftlicher, sozialer und solidarischer Wirtschaftsweisen. 2015 hat sie den "Wegweiser Solidarische Ökonomie – Anders Wirtschaften ist möglich!" in einer 2. aktualisierten und erweiterten Auflage verfasst. www.elisabeth-voss.de

Die Veranstaltung ist Teil von weltwechsel - eine der größten Veranstaltungsreihen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Reihe wird vom Eine-Welt-Landesnetzwerk koordiniert. Rund 50 Vereine und Initiativen, Stiftungen und Verbände haben über 100 Begegnungen, Filmabenden, Vorträgen, Ausstellungen, Aktionen, Theatervorstellungen, Lesungen und Workshops in ganz Mecklenburg-Vorpommern auf die Beine gestellt. Alle stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Menschlichkeit“. Finanziert wird die Reihe von Engagement Global, der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, der Stiftung Nord-Süd-Brücken und dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche.

Kontakt: Dr. Juliane Sucker, schwerin@fes.de, 0385-512596
weltwechsel in Anklam
Veranstaltungsreihe zum Thema Menschlichkeit

Anklam.
weltwechsel klingt neu, gibts aber schon lange. Nur lief die Veranstaltungsreihe, die diese Woche gestartet ist, bisher unter dem Namen „Entwicklungspolitische Tage“. Vier Veranstaltungen unter diesem Motto kann man dieses Jahr im Anklamer Demokratiebahnhof besuchen.

„Am 11. November öffnen wir die Wartehalle im Bahnhof neu, in der die Ausstellung "Asyl ist Menschenrecht" zu sehen ist“; sagt Klara Fries vom Bahnhof. „Wer vorher schon mal gucken will, ist aber bereits ab sofort eingeladen. Ich finde, dass sie gut in das Thema einführt. Sie ist niedrigschwellig und leicht verständlich und wir hoffen, dass einige Menschen beim Warten auf ihren Zug einen Blick auf die Tafeln werfen“, sagt sie.

Ein bisschen verspätet steigt dann das Eröffnungsfest in der Bahnhofshalle. Hier wird am 24.11. dem Artikel 24 (Recht auf Freizeit und Erholung) mit einer großen Party gedacht. Außerdem gibt es einen Kurzfilmabend am 9.11. und einen Erzählnachmittag am 13.11., wo geflüchtete Syrer ihre Lebens- und Fluchtgeschichten erzählen.

weltwechsel ist eine der größten Veranstaltungsreihen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Reihe wird vom Eine-Welt-Landesnetzwerk koordiniert. Rund 50 Vereine und Initiativen, Stiftungen und Verbände haben über 100 Begegnungen, Filmabenden, Vorträgen, Ausstellungen, Aktionen, Theatervorstellungen, Lesungen und Workshops in ganz Mecklenburg-Vorpommern auf die Beine gestellt. Alle stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Menschlichkeit“. Finanziert wird die Reihe von Engagement Global, der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, der Stiftung Nord-Süd-Brücken und dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche.

Alle Veranstaltungen und weitere Infos unter: www.eine-welt-mv.de/weltwechsel-2017
Kontakt: Klara Fries, 0151-20784353

Terminübersicht

Asyl ist Menschenrecht
Informationsausstellung zum Thema Flucht und Asyl
Mo-Fr 02.11.2017 - 24.11.2017 | 13:00-16:00
Demokratiebahnhof Anklam Bahnhofstraße 1

Human Air Regional
Kurzfilmnacht in Anklam
Donnerstag 09.11.2017 | 19:00-21:30
Demokratiebahnhof Anklam

Von Syrien nach Vorpommern
Geflüchtete erzählen ihre Geschichte
Montag 13.11.2017 | 16:00-18:00
Demokratiebahnhof Anklam Bahnhofstraße 1

Artikel 24
Wir feiern Menschenrechte
Freitag 24.11.2017 | 20:00
Demokratiebahnhof Anklam Bahnhofstraße 1
weltwechsel in Greifswald
Veranstaltungsreihe zum Thema Menschlichkeit

Greifswald.
weltwechsel klingt neu, gibt´s aber schon lange. Nur lief die Veranstaltungsreihe, die am 2. November beginnt, bisher unter dem Namen „Entwicklungspolitische Tage“. Ein großes Bündnis aus Vereinen wie verquer, Amnesty International und Koeppenhaus, Institutionen wie das Theater, die Stadtbibliothek, Kirchengemeinden und die Diakonie, die Stadtverwaltung und Initiativen wie Medizin und Menschenrechte haben in diesem Jahr das weltwechsel-Programm auf die Beine gestellt.

In den insgesamt 18 Ausstellungen, Vorträgen, Filmen, Lesungen und Workshops geht es um Menschlichkeit. Und um deren Fehlen. Zum Beispiel wenn die Greifswalder Ärztin Carolin Möhrke beim Vortrag „Die tödlichste Grenze Europas?“ über ihre Arbeit in der Flüchtlingsrettung auf dem Mittelmeer berichtet. Oder wenn es im Menschenrechts-Workshop um die sich verschlechternde Menschenrechtslage in Weissrussland, der Türkei und Polen geht. Einen Eindruck über die verschiedenen Facetten des Mensch-Seins gibt der Film „Human“ oder die Lesung des Buchs „Alle da“ für Greifswalder Grundschulklassen.

Weil die Stadt Greifswald Teil eines Internationalen Bündnisses gegen die Todesstrafe ist, beteiligt sie sich mit drei Veranstaltungen an weltwechsel. „Das ist ein ernstes Thema, aber wir freuen uns, dass weltwechsel um diesen wichtigen Aspekt bereichert wird“, sagt Laura Armborst von verquer.

weltwechsel ist eine der größten Veranstaltungsreihen in Mecklenburg-Vorpommern und wird vom Eine-Welt-Landesnetzwerk koordiniert. Rund 50 Vereine und Initiativen, Stiftungen und Verbände sind beteiligt, finanziert wird die Reihe von Engagement Global, der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, der Stiftung Nord-Süd-Brücken und dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche.

Alle Veranstaltungen und weitere Infos unter: www.eine-welt-mv.de/weltwechsel-2017
Kontakt: Laura Armborst, 0174-1533310

Terminübersicht

Alle da!
Lesung für Grundschulklassen
Auf Anfrage 02.11.2017 - 25.11.2017
Stadtbibliothek | Knopfstraße 18-20

VETO! Diskriminierung sichtbar machen.
Ausstellung einer illustrierten Zitatsammlung
geöffnet von Montag bis Samstag 03.11.2017 - 24.11.2017 | 10:00-18:00 Uhr
Soziokulturelles Zentrum "St. Spiritus" Lange Straße 49

Stell dir vor, du wirst nicht verstanden
Dolmetschen, mehr als nur Reden
Sonntag 05.11.2017 | 19:00
Audimax Universität Greifswald Rubenowstraße 1

HUMAN – Die Menschheit
Ein Film von Yann Arthus-Bertrand ("Die Erde von oben", „Home")
Montag 06.11.2017 | 19:00
Koeppenhaus Bahnhofstraße 4-5

denk MIT-MENSCH denk UM-WELT
Gerechtigkeit, Verantwortung, Menschlichkeit
Mo-Fr 06.11.2017 - 17.11.2017 | 8:00-17:00
Mensa am Wall Am Schießwall 1 – 4

100 JAHRE – Welche Revolution(en) werden wir erlebt haben werden? [Futur III]
Work in Progress: Forschen am Widerstand (Performance/ Workshop / Diskussion)
Dienstag 07.11.2017 | 19:30
Theater Greifswald (Foyer) Robert-Blum-Straße 18

Konsum- und globalisierungskritischer Stadtrundgang
(Un-) Menschlichkeit im Einkaufsbeutel
Dienstag 07.11.2017 | 14:00-16:00
Mensa am Wall Am Schießwall 1-4

Die tödlichste Grenze Europas?!
Seenotrettung mit der Sea-Watch im zentralen Mittelmeer
Donnerstag 09.11.2017 | 19:00
Kirche Wieck Kirchstraße 30

Menschenrechte
Internationaler Workshop Menschenrechtsbildung
Fr/Sa 10.11.2017 - 11.11.2017 | Freitag 14:00. Samstag 10:00-17:00
Soziokulturelles Zentrum "St. Spiritus" Lange Str. 49/51

Tar-Konzert mit Elshan Ghasimi
Nach der Lesung mit Sudabeh Mouhafez klassische persische Musik mit Tar-Spielerin Elshan Ghasimi (Teheran/Berlin)
Mittwoch 15.11.2017 | im Anschluss an die Lesung
Koeppenhaus Bahnhofstraße 4-5

Behalte den Flug im Gedächtnis
Autorenlesung mit Sudabeh Mohafez
Mittwoch 15.11.2017 | 19:30
Koeppenhaus Bahnhofstraße 4-5

„Life Saraaba Illegal“ Filmabend mit Peter Heller
Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur
Dienstag 21.11.2017 | 19:30
Soziokulturelles Zentrum "St. Spiritus" Lange Straße 49-51

Die jugendliche Generation in Kunduz
Gesprächsabend mit Martin Gerner, Filmvorführung über Jugendliche in Kunduz
Mittwoch 22.11.2017 | 20:00-22:00
Brasserie Hermann Gützkower Straße 1

Cities for Life
Kostenlose Filmvorführung von „Capote"
Sonntag 26.11.2017 | 20:00
Cinestar Greifswald Lange Str. 40

Das Recht auf Leben
Mehrtägiges Projektangebot für Schulklassen ab Stufe 9 im Rahmen der Kampagne "Cities for Life", Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe
Mo-Fr 27.11.2017 - 01.12.2017
verquer, Lange Str. 60

Das Recht auf Leben
Mehrtägiges Projektangebot für Schulklassen ab Stufe 9 im Rahmen der Kampagne "Cities for Life", Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe
Mittwoch 29.11.2017 | 19:00
Bürgerschaftssaal Greifswald Rathaus am Markt

Wider die Todesstrafe
Normative und empirische Argumente für die Abschaffung
Donnerstag 30.11.2017 | 18:00
Turm St. Jacobikirche Domstraße

Wenn der Staat tötet
Vortrag und Diskussion: Todesstrafe in Belarus
Donnerstag 30.11.2017 | 18:00
Turm St. Jacobikirche Domstraße
weltwechsel in Schwerin
Veranstaltungsreihe zum Thema Menschlichkeit

Schwerin.
weltwechsel klingt neu, gibts aber schon lange. Nur lief die Veranstaltungsreihe, die am 2. November beginnt, bisher unter dem Namen „Entwicklungspolitische Tage“. Mit insgesamt 14 Veranstaltungen zum Thema „Menschlichkeit“ hat die Schweriner Vorbereitungsgruppe ein furioses Programm auf die Beine gestellt und erstmals Fühler zu neuen Zielgruppen ausgestreckt.

Zum Theaterpublikum: Ein Klassenzimmerstück, eine Buchlesung und drei Veranstaltungen rund um die Oper „Peter Grimes“ finden am Schweriner Theater statt - dank Hannelies Höchel, vom Verein Couleurs Afrik. „Ich finde, dass Theater neben der Unterhaltung immer auch politisch ist“, sagt sie, „ein Instrument, um Menschen für Dinge außerhalb ihres eigenen Dunstkreises zu interessieren.“

Und zu Menschen im Dreesch: Ein Upcycling und Kleidertauschevent findet hier in Kooperation mit ZiQ - Zukunft im Quartier statt. Um sich kennenzulernen, Kleider zu tauschen und aufzuwerten. „Das wird ein Knaller“, sagt Kathleen Veit, die als Eine-Welt-Promotorin den Prozess der Schweriner Aktionsgruppe begleitet hat.

Und dann ist da noch die landesweite Eröffnungsveranstaltung von weltwechsel im Rathaus, eine Aufführung der KinderKulturKarawane, Vorträge und Filmabende.

Die beteiligten Akteure sind so vielfältig wie das Programm: Aktionsgruppe Eine Welt, Soziokulturelles Zentrum „Der Speicher“, Landeshauptstadt Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater, Couleurs Afrik - die Farben Afrikas, BUNDjugend MV, Lokale Agenda 21, Diakonisches Werk.

weltwechsel ist eine der größten Veranstaltungsreihen in Mecklenburg-Vorpommern und wird vom Eine-Welt-Landesnetzwerk koordiniert. Rund 50 Vereine und Initiativen, Stiftungen und Verbände sind beteiligt, finanziert wird die Reihe von Engagement Global, der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, der Stiftung Nord-Süd-Brücken und dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche.

Kontakt: Kathleen Veit, 0176-72160032 oder 0381-12732053

Das komplette Programm finden Sie unter www.eine-welt-mv.de/weltwechsel-2017

Terminübersicht

Eröffnungsveranstaltung weltwechsel
Donnerstag 02.11.2017 | 17:00-19:00
Demmlersaal Rathaus Schwerin Am Markt 14

Workshop KinderKulturKarawane 2017
Indische Tänzerinnen laden zu Tänzen und Henna-Applikationen ein
Dienstag 07.11.2017 | 15.00-16.00
Der Speicher Schwerin Röntgenstraße 22/ Eingang Schelfstraße

Aufführung KinderKulturKarawane 2017
Indische Tänzerinnen zu Gast in Schwerin
Di/Mi 07.11.2017 - 08.11.2017 | jeweils 9.30-11.00
Der Speicher Schwerin Röntgenstraße 22/ Eingang Schelfstraße

Workshop zum Thema Menschlichkeit bei Peter Grimes
Sonntag 12.11.2017 | 18:00 - 19:00
Mecklenburgisches Staatstheater Alter Garten 2

Einführung zur Oper „Peter Grimes“
Sonntag 12.11.2017 | 14:30-15:00
Mecklenburgisches Staatstheater Alter Garten 2

Opernaufführung „Peter Grimes“
Sonntag 12.11.2017 | 15:00-18:00
Mecklenburgisches Staatstheater Alter Garten 2

Weltwechsel gestalten – die Globalisierung und wir
Workshop zu Globalisierung und Umweltschutz
Mittwoch 15.11.2017 | 8:00-12:00
Willy-Brandt-Haus Wismarsche Straße 152

Kleidertausch und Upcycling
Nachhaltige Freude am Tausch
Sonnabend 18.11.2017 | 14:00-17:00
UNA e.V. Schwerin Ziolkowskistraße 16a

Buchlesung „Drei starke Frauen“ von Marie NDiaye
Aus dem Französischen von Claudia Kalscheuer
Montag 20.11.2017 | 19:30
Mecklenburgisches Staatstheater Alter Garten 2

Megafusionen stoppen – Saatgut für alle!
Vortrag über aktuelle Situation des Wettbewerbrechts und Forderungen an eine schärfere Fusionskontrolle und wirksame Machtbegrenzung.
Dienstag 21.11.2017 | 19:00
Schleswig-Holstein-Haus Puschkinstraße 12

Deine Helden – meine Träume
Klassenzimmerstück von Karen Köhler, Darsteller: Flavius Hölzemann
Mittwoch 22.11.2017 | 18:00
Studio E-Werk Spieltordamm 1

„Life Saraaba Illegal“ Filmabend mit Peter Heller
Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur
Donnerstag 23.11.2017 | 19:30-22:00
Kino unterm Dach Puschkinstraße 13 (Volkshochschule Schwerin, Aula)

Filmgespräch im Gymnasium Fridericianum
Regisseur Peter Heller zeigt Schüler*innen seinen Film „Life Saaraba Illegal“
Freitag 24.11.2017 | 8:00-13:00
Gymnasium Fridericianum Goethestr. 74
Veranstaltungsreihe weltwechsel startet Donnerstag in Schwerin mit neuem Namen und viel "Menschlichkeit"

Schwerin.
Am 2. November um 17 Uhr startet die landesweite Veranstaltungsreihe weltwechsel 2017 im Demmlersaal des Schweriner Rathauses. Zum ersten Mal heißt die unter dem Namen "Entwicklungspolitische Tage MV" etablierte Reihe zu globalen Themen, die immer im November in Mecklenburg-Vorpommern steigt, „weltwechsel“.

Rahime Diallo, Eine-Welt-Promotor im Bereich Migration, Partizipation und Entwicklung in Brandenburg, wird zur Eröffnung einen inspirierenden Input zum Jahresthema Menschlichkeit geben, in dem er bisher wenig beachtete Perspektiven vorstellt und gesanglich-musikalisch einbettet. Danach wird es bei Fingerfood und fairen Getränken Gelegenheit für individuelle Gespräche geben.

Vor der Eröffnung wird um 16 Uhr im Kulturgarten in der Wismarschen Straße 282 (Hinterhof) einer von landesweit 17 "Bäumen der Menschlichkeit" gepflanzt. Der Schweriner Baum ist dem 2. UN-Ziel für Nachhaltige Entwicklung „Ernährung sichern – den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern“ gewidmet.

Die Eröffnung ist der Auftakt zu über 100 Begegnungen, Filmabenden, Vorträgen, Ausstellungen, Aktionen, Theatervorstellungen, Lesungen und Workshops in ganz Mecklenburg-Vorpommern, die in diesem Jahr unter dem Motto „Menschlichkeit“ stehen.

„Vieles, was wir in den letzten Monaten in den Nachrichten hören mussten - der Wahlsieg von Trump, das Ende der Gewaltenteilung in Polen, die Entdemokratisierung der Türkei, der Erfolg der AfD - ist beunruhigend“, sagt Alexis Schwartz vom Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern, das weltwechsel koordiniert. „Menschlichkeit ist das, was jeder für sich diesen Entwicklungen entgegenstellen kann. In den nächsten vier Wochen legen wir mit unseren Veranstaltungen den Fokus auf Projekte, Orte, Menschen, die Ideen und Impulse die in eine andere Richtung gehen. Wir wollen Anregungen geben, selbst mitzumachen, etwas zu bewirken.“

weltwechsel ist eine der größten Veranstaltungsreihen in Mecklenburg-Vorpommern. Rund 50 Vereine und Initiativen, Stiftungen und Verbände sind beteiligt, finanziert wird die Reihe von Engagement Global, der Stiftung Nord-Süd-Brücken, dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche und der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung.

Alle Veranstaltungen und weitere Infos unter: www.eine-welt-mv.de/weltwechsel-2017

Aktionsgruppe Eine Welt e.V. Schwerin (Trägerin des Weltladens Schwerin)
Puschkinstr. 18, 19055 Schwerin, Tel. 0385-71 22 90, weltladen-schwerin@web.de
www.weltladen-schwerin.de

Alexis Schwartz vom Eine-Welt-Landesnetzwerk MV: 0177-78 73 882
weltwechsel in Güstrow
Veranstaltungsreihe zum Thema Menschlichkeit

Güstrow.
weltwechsel klingt neu, gibts aber schon lange. Nur lief die Veranstaltungsreihe bisher unter dem Namen „Entwicklungspolitische Tage“. „Ich freue mich über fünf spannende Veranstaltungen dieses Jahr in Güstrow“, sagt Alexis Schwartz vom Eine-Welt-Landesnetzwerk, der die Vorbereitungsgruppe in Güstrow koordiniert hat.

Den Auftakt macht die Eröffnung von Vielfalter, dem des Interkulturellen Garten am 3. November um 10:00. Zur Eröffnung wird als Teil einer landesweiten Baumpflanzaktion ein Baum der Menschlichkeit gepflanzt. Menschlichkeit ist das diesjährige Thema der Reihe. Unter dem Thema stehen auch eine Ausstellungseröffnung und Schreibwerkstatt im KommCenter, das Kulinarische Kino und die Lesung „Wenn alle denken, du bist der Terrorist“. In eine zweitägige kreative Klausur gehen die TeilnehmerInnen eines Bar-Camps zum nachhaltigen Leben. Da geht es darum, Strategien und Ideen zum nachhaltigen, ökologisch bewussten Leben auszutauschen und zu entwicklen.

weltwechsel ist eine der größten Veranstaltungsreihen in Mecklenburg-Vorpommern und wird vom Eine-Welt-Landesnetzwerk koordiniert. Rund 50 Vereine und Initiativen, Stiftungen und Verbände sind beteiligt, finanziert wird die Reihe von Engagement Global, der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, der Stiftung Nord-Süd-Brücken und dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche.

Kontakt: Alexis Schwartz, 0177-7873882
Das komplette Programm finden Sie unter www.eine-welt-mv.de/weltwechsel-2017

Terminübersicht

Vielfalter Güstrow
Eröffnung des Interkulturellen Gartens
Freitag 03.11.2017 | 10.00 Uhr
Interkultureller Garten Güstrow Werner-Seelenbinder-Straße 3-8

Migrantiando
Kulinarisch-Kosmopolitische Schreibwerkstatt und Ausstellungseröffnung
Sonnabend 04.11.2017 | 10:00-13:00; 17:00
KommCenter | Mühlenstraße 51

Kulinarisches Kino
Kurzfilmnacht im Heizhaus
Donnerstag 09.11.2017 | 19:00
Heizhaus Neuwieder Weg 1

mensch mach mal
Barcamp zum nachhaltigen Leben
Sa/So 18.11.2017 - 19.11.2017 | 9:30
Haus der Kirche Grüner Winkel 10

Bombenstimmung – Wenn alle denken, du bist der Terrorist
Autorenlesung
Mittwoch 22.11.2017 | 18:30-20:45
VHS Güstrow John-Brinckman-Straße 4
weltwechsel in Rostock
Veranstaltungsreihe zum Thema Menschlichkeit

Rostock.
weltwechsel klingt neu, gibts aber schon lange. Nur lief die Veranstaltungsreihe bisher unter dem Namen „Entwicklungspolitische Tage“. Die Rostocker Gruppen haben im ersten weltwechsel-Jahr mit 22 Veranstaltungen ein Rekord-Programm auf die Beine gestellt. „Das Thema Menschlichkeit ist so groß, dass viele Gruppen Ideen dazu entwickelt haben“ sagt Kim Lukács, Eine-Welt-Promotorin vom Ökohaus. „Ich freue mich besonders über das Veranstaltungspaket, das wir mit dem Stadtteil- und Begegnungszentrum Toitenwinkel und dem Bund Deutscher Pfadfinder_innen auf die Beine gestellt haben - auch weil es ein Versuch ist, unser Zielpublikum zu erweitern und ins Gespräch mit Leuten zu kommen, die bisher nicht bei unseren Veranstaltungen aufgetaucht sind.“

Die sechs Veranstaltungen im T‘Winkelhus drehen sich um „Menschlichkeit in der Krise?!“ - es gibt Erzählwerkstätten und Tauschbörsen, eine Ausstellung über Selbstorganisation und Solidarität in Zeiten der hohen Arbeitslosigkeit in Griechenland, aber auch Diskussionen über Armut in Mecklenburg-Vorpommern. Alles verbunden mit der Frage: Wie kann ich in nachbarschaftlicher Gemeinschaft auch mit wenig Geld ein gutes Leben führen? „Wir hoffen, dass auch unser Stammpublikum den Ortswechsel mitmacht“, sagt Kim Lukács, „und sich auf neue Begegnungen und Gespräche einlässt.“

Andere Höhepunkte des Rostocker weltwechsel-Programms sind der Kurzfilmabend „Human ´is muss“ in der Frieda, die Tages des Indigenen Films im Peter-Weiss-Haus und die weltwechsel-Abschlussparty am 25.11. im M.A.U. Club.

weltwechsel ist eine der größten Veranstaltungsreihen in Mecklenburg-Vorpommern und wird vom Eine-Welt-Landesnetzwerk koordiniert. Rund 50 Vereine und Initiativen, Stiftungen und Verbände sind beteiligt, finanziert wird die Reihe von Engagement Global, der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, der Stiftung Nord-Süd-Brücken und dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche.

Alle Veranstaltungen und weitere Infos unter: www.eine-welt-mv.de/weltwechsel-2017
Kontakt: Kim Lukács, 0176-57855879 und Alexis Schwartz, 0177-7873882


Terminübersicht

Upcycling – Workshop: Aus Alt mach Neu.
Für Frauen aus aller Welt
Sonnabend 28.10.2017 | 10:00 - 14:00
Zentrum kirchlicher Dienste Alter Markt 19

Solidarisch Wirtschaften
Ideen, Beispiele und Ambivalenzen
Sonnabend 04.11.2017 | 10:00 - 17:00
FRIEDA 23 Institut für neue Medien, Friedrichstr. 23

Kreide an, was dir nicht passt!
Brunchen - Philosophieren - Ankreiden!
Sonntag 05.11.2017 | 10:00
Peter-Weiss-Haus Doberaner Straße 21

Menschlichkeit in der Krise?!
Ausstellungseröffnung "Widerstand und Selbstorganisation in Griechenland“
Montag 06.11.2017 | 16:00
T'winkelhus (SBZ Toitenwinkel) Olof-Palme-Straße 26

Kurzfilmabend „Human is’ muss“
Dienstag 07.11.2017 | 19:00
Friedrichstr. 23

Menschlichkeit in Toitenwinkel: Erzählwerkstatt für Jugendliche
Reihe Wer versteht das schon?
Mittwoch 08.11.2017 | 10:30-13:00
T'winkelhus (SBZ Toitenwinkel) Olof-Palme-Straße 26

Menschlichkeit in Lichtenhagen
Reihe Wer versteht das schon?
Mittwoch 08.11.2017 | 15:00-17:00
Kolping Begegnungszentrum Eutiner Straße 20

Globaler Handel – postkolonial … am Bsp. Schokolade
Ein Workshop über menschenwürdiges Arbeiten, Welthandel & koloniales Erbe
Do-So 09.11.2017 - 12.11.2017
Ökohaus Rostock Hermannstraße 36

Die andere Seite der Hoffnung
Spielfilm, Finnland 2017, Regie/Buch: Aki Kaurismäki, 98 min
Donnerstag 09.11.2017 | 19:00 Uhr
Petrikirche Alter Markt 1

Afghanistan-Abend
Traditionell kochen mit afghanischen Frauen
Freitag 10.11.2017 | 16:00-20:00
Zentrum kirchlicher Dienste Alter Markt 19

Armut heute – Armut im Reichtum?
Ein Gespräch über Armut in Mecklenburg Vorpommern und der Welt
Montag 13.11.2017 | 18:00
T'winkelhus (SBZ Toitenwinkel) Olof-Palme-Str. 26

Sudabeh Mohafez: »Behalte den Flug im Gedächtnis«
Autorinnenlesung & Gespräch
Dienstag 14.11.2017 | 20:00
Peter-Weiss-Haus Doberaner Straße 21

Workshop Zivile Konfliktbearbeitung
Zivile Konfliktbearbeitung als Trendthema einer Friedenskultur
Mi/Do 15.11.2017 - 16.11.2017 | vormittags

Menschlichkeit buchstabiert man so …
Menschlichkeit zum bundesweiten Vorlesetag
Freitag 17.11.2017 | 15:00-18:00
Upcycling Atelier Platz der Freundschaft 1

Austeritätspolitik? Was’n das und hat das was mit mir zu tun?
Gesprächsrunde zur Ausstellung "Selbstorganisation und Widerstand" im Stadtteilcafé T'winkelhus
Montag 20.11.2017 | 15:00
T'winkelhus (SBZ Toitenwinkel) Olof-Palme-Straße 26

Tage des indigenen Films 2017
Mi-So 22.11.2017 - 26.11.2917 | 16:00-24:00
Peter-Weiss-Haus Doberaner Str. 21

¡Zapatismo actual!
Info- und Diskussionsveranstaltung: Die Rebellion der zapatistischen Befreiungsbewegung in Chiapas/Mexiko
Mittwoch 22.11.2017 | 19:00
Peter-Weiss-Haus Doberaner Straße 21

Menschlichkeit in Toitenwinkel: Erzählwerkstatt für Jugendliche
Reihe Wer versteht das schon?
Mittwoch 22.11.2017 | 10:30-13:00
T'winkelhus (SBZ Toitenwinkel) Olof-Palme-Straße 26

Sprachmittlung als Instrument der interkulturellen Öffnung und Integration in MV
Vom Projekt zur Struktur
Mittwoch 22.11.2017 | 09:30-16:00
Bürgerschaftssaal Rathaus Rostock Neuer Markt 1

Menschlichkeit in Toitenwinkel: Erzählwerkstatt für Erwachsene
Reihe Wer versteht das schon?
Mittwoch 22.11.2017 | 15:00-18:00
T'winkelhus (SBZ Toitenwinkel) Olof-Palme-Straße 26

Menschenrechte in der deutschen Entwicklungspolitik?
Vortrag und Gespräch im Rahmen der Reihe "Politischer Donnerstag"
Donnerstag 23.11.2017 | 19:00
Peter-Weiss-Haus Doberaner Straße 21

Lang lebe der weltwechsel!
Abschlussparty mit der Banda Internationale
Sonnabend 25.11.2017 | 13:00-16:00
M.A.U. Club Warnowufer 56
weltwechsel, zum Ersten
Thema: Menschlichkeit


Rostock/Greifswald/Schwerin/Neubrandenburg Am Montag, den 2. November startet die landesweite Veranstaltungsreihe zu Themen globaler Gerechtigkeit. Wie jedes Jahr im November - und zum ersten Mal unter dem neuen Namen weltwechsel. Das Thema des Jahres und der insgesamt über 100 Begegnungen, Filmabende, Vorträge, Ausstellungen, Aktionen, Theatervorstellungen, Lesungen und Workshops in ganz Mecklenburg-Vorpommern ist „Menschlichkeit“.

Alles irgendwie beunruhigend: Die USA sind unter der Führung von Präsident Trump gerade aus der Unesco ausgestiegen und drohen den Atomdeal mit dem Iran platzen zu lassen. In der Türkei unter Erdogan werden Journalisten und Menschenrechtsaktivisten eingesperrt und verfolgt. Nebenan, in Polen, hat die Regierung quasi die Gewaltenteilung abgeschafft. Und in Deutschland wurde vor ein paar Wochen eine rechtsextreme Partei in den Bundestag gewählt. „Die vielen zarten Blüten der Menschlichkeit, die trotz alledem sprießen, haben es manchmal schwer, bei dem Getöse durchzudringen“, sagt Alexis Schwartz vom Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern.

Die Geflüchteten, die in den vergangenen Jahren nach Deutschland kamen, sind aktuell das sichtbarste Zeichen der globalen Ungerechtigkeit. Deshalb stehen Veranstaltungen zu Fluchtgründen und Menschenrechsverletzungen an den europäischen Grenzen, Geschichten und Vorträge vom Ankommen und Bleiben ähnlich wie 2016 im Zentrum des Programms. Aber auch andere Themen drehen sich um (mangelnde) Menschlichkeit: Ein Workshop mit Langzeitarbeitslosen erkundet im Theater und Museum das "Menschenrecht auf Arbeit", das Mecklenburgische Staatstheater spielt eine Oper über den ausgegrenzten und stigmatisierten Peter Grimes. In ganz Mecklenburg-Vorpommern pflanzen wir Bäume, die für die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen stehen, die Armut, Hunger, Klimawandel und Umweltproblemen entgegenwirken sollen. Das wichtigste bei all dem: Im Fokus steht unser Beitrag. Was können wir hier für mehr Menschlichkeit tun? Neben den großen Städten sind auch 2017 wieder zahlreiche kleinere Orte - von Anklam über Bernitt und Carpin bis Zinnowitz - Schauplatz von weltwechsel.

weltwechsel ist eine der größten Veranstaltungsreihen in Mecklenburg-Vorpommern und wird vom Eine-Welt-Landesnetzwerk koordiniert. Rund 50 Vereine und Initiativen,Stiftungen und Verbände sind beteiligt, finanziert wird die Reihe von Engagement Global, der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, der Stiftung Nord-Süd-Brücken und dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche.

Alle Veranstaltungen und weitere Infos unter: www.eine-welt-mv.de/weltwechsel-2017
Kontakt: Alexis Schwartz, 0177 7873882
Einladung: Eröffnung weltwechsel
Veranstaltungsreihe dieses Jahr mit neuem Namen und viel „Menschlichkeit“

Schwerin.
Am Donnerstag, den 2. November startet die Veranstaltungsreihe weltwechsel 2017. Um 17 Uhr gehts im Rathaus Schwerin, im Demmlersaal mit einem Input von Rahime Diallo, Eine-Welt-Promotor im Bereich Migration, Partizipation und Entwicklung in Brandenburg, los. Die Eröffnung ist der Auftakt zu über 100 Begegnungen, Filmabenden, Vorträgen, Ausstellungen, Aktionen, Theatervorstellungen, Lesungen und Workshops in ganz Mecklenburg-Vorpommern, die in diesem Jahr unter dem Motto „Menschlichkeit“ stehen.

Zum ersten Mal heißt die Veranstaltungsreihe zu globalen Themen, die immer im November in Mecklenburg-Vorpommern steigt, „weltwechsel“. „Vieles, was wir in den letzten Monaten in den Nachrichten hören mussten - der Wahlsieg von Trump, das Ende der Gewaltenteilung in Polen, die Entdemokratisierung der Türkei, der Erfolg der AfD - ist beunruhigend“, sagt Alexis Schwartz vom Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern, das weltwechsel koordiniert. „Menschlichkeit ist das, was jeder für sich diesen Entwicklungen entgegenstellen kann. In den nächsten vier Wochen legen wir mit unseren Veranstaltungen den Fokus auf Projekte, Orte, Menschen, die Ideen und Impulse die in eine andere Richtung gehen. Wir wollen Anregungen geben, selbst mitzumachen, etwas zu bewirken.“

Iweltwechsel ist eine der größten Veranstaltungsreihen in Mecklenburg-Vorpommern und wird vom Eine-Welt-Landesnetzwerk koordiniert [steht oben schon]. Rund 50 Vereine und Initiativen, Stiftungen und Verbände sind beteiligt, finanziert wird die Reihe von Engagement Global, der Stiftung Nord-Süd-Brücken, dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche und der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung.


Alle Veranstaltungen und weitere Infos unter: www.eine-welt-mv.de/weltwechsel-2017
Kontakt: Alexis Schwartz, Alexis Schwartz, 0177-7873882
Tagung "Niemanden zurücklassen - Neue dazugewinnen“: Zukunftspapier für mehr Miteinander und Weltoffenheit in Vorpommern vorgestellt

7.9.2017 Anklam/Rostock In einem Zukunftspapier wenden sich 140 Menschen aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung am Donnerstag an die Landesregierung und andere politische Akteure von Mecklenburg-Vorpommern. Das Papier entstand auf der Tagung „Niemanden zurücklassen, neue dazugewinnen“ in Anklam und zeigt Wege auf, sich gemeinsam für mehr Miteinander und Weltoffenheit stark zu machen. Gastgeber der Tagung war das Eine-Welt-Landesnetzwerk zusammen mit den Eine-Welt-Promotor*innen Mecklenburg-Vorpommern, unterstützt von einem breiten Bündnis aus dem ganzen Land.

In dem Zukunftspapier spiegelt sich die Diversität der Teilnehmenden wider. Es geht darum pflichtige und freiwillige Leistungen für Kommunen neu zu definieren und so beispielsweise Jugend- und Bildungsarbeit zu stärken. Außerdem werden stabile Basisstrukturen der Trägerlandschaft von Bildungs- und Jugendeinrichtungen gefordert, an die Projekte andocken können. Gerade für ländliche Räume müssen Bildungskonzepte neu gedacht werden, um Jugendlichen nicht Zeit für Ehrenamt und Freizeit im Schulbus zu stehlen. Außerdem müssen Migrant*innen als Akteure in die Gesellschaft eingebunden, ihr Potential wahrgenommen und sie selbst empowert werden.

„Unser Konzept ist aufgegangen: Wir haben den Raum zur Verfügung gestellt, dass sich die gesellschaftlichen Ebenen begegnen können - das war sehr fruchtbar. Ich habe heute klare Worte gehört, die mich bestärken. Vor allem, dass wir Haltung brauchen, Kante zeigen müssen, wenn die roten Linien überschritten sind.“ Was passiert, wenn die verschiedenen Ebenen der Gesellschaft nicht miteinander kooperieren, der Einsatz für Werte wie Weltoffenheit, Toleranz, Meinungsfreiheit und Respekt fehlt, davon handelte der Eingangsvortrag von Markus Nierth, der als Bürgermeister von Tröglitz zurücktreten musste, weil er und seine Familie wegen seinen Eisatzes für ein Flüchtlingsheim Mord- und Gewaltandrohungen bekam.

„Ich hoffe stark, dass unsere Ergebnisse, die wir ja der Landesregierung übergeben wollen, auch wirklich ankommen und etwas bewegen werden“, sagt Michael Galander, Bürgermeister von Anklam. Zur Eröffnung der Tagung kam Sozialministerin Stefanie Drese, zum Abschluss und Ergebnisübergabe kam Staatssekretär Patrick Dahlemann, auch Mitglieder des Bundestages, Landtages und des Kreistags waren anwesend.

Ansprechpartnerin: Andrea Krönert, Eine-Welt-Landesnetzwerk, 0176-21896861, www.eine-welt-mv.de
Tagung „Niemanden zurücklassen - Neue dazugewinnen!“
am 7. September in Anklam
Anmeldungen noch möglich

10. August 2017 Rostock/Anklam
Ein neues Format in der Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft probieren über 100 Akteure am 7. September in Anklam aus. Bei der Tagung „Niemanden zurücklassen - Neue dazugewinnen!“ wollen Vertreter von Kreisverwaltungen, von Organisationen, Vereinen sowie der Landesregierung Wege finden, ihre Zusammenarbeit zu stärken. Was mildert den Abbau von Strukturen wie der Schließung von Schulen, Läden, medizinischen Einrichtungen, der Sozial- Bildungs- oder Kulturarbeit und offizieller Anlaufstellen ab, der unter anderem mit der Kreisgebietsreform und dem demographischen Wandel zusammenhängt? Wie können wir uns für mehr Miteinander und Weltoffenheit stark machen?

Die Idee zu der Tagung kommt vom Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern, das auch die Organisation der Tagung übernommen hat. Die Tagung ist Teil einer Reihe zu entwicklungspolitischer Inlandsarbeit gegen Rechtsradikalismus. „Das Ergebnis der Landtagswahl hat deutlich gemacht, dass sich viele Menschen von der Politik zurückgelassen fühlen.“ sagt Thomas Schmidt, Eine-Welt-Promotor für Vorpommern. „Für uns steht das in direktem Zusammenhang mit dem Abbau gesellschaftlicher Strukturen. Wir wollen gemeinsam Wege finden, Menschen besser zu erreichen.“

Andrea Krönert ist Koordinatorin des Eine-Welt-Landesnetzwerks und steckt aktuell mitten in den Vorbereitungen zu der Tagung. „Wir freuen uns sehr über die Chance, so viele Akteure an einen Tisch zu holen. Alleine unser Vorbereitungsbündnis besteht schon aus 15 Akteuren. Ich komme aus Rostock, in der Tagung sehe ich für mich auch viel Lernpotential über die Situation im ländlichen Raum in Vorpommern.“

Mit der Idee zu der Tagung rannte das Netzwerk überall offene Türen ein. „Ich setze mich für bessere Partizipation von Migranten ein", sagt Delphine Wollenberg von der RAA, der Regionalstelle für demokratische Kultur in Anklam. „Auf der Tagung leite ich einen Workshop, der ein Bewusstsein dafür schaffen soll, wie wenig Migrantenselbstorganisationen es gibt und wie leise die Stimme der Migranten im Land aktuell noch ist.“ Sie hofft, dass mit der Tagung auch in Bezug auf andere Themen einiges an Aufmerksamkeit der Landespolitik nach Vorpommern schwappt. „Da gibt es sicher Nachholbedarf“, sagt sie.

„Die so genannte „wehrhafte Demokratie“ ist in Vorpommern unter anderem wegen der weggebrochenen Strukturen so schwach, dass wir die Probleme in der Region nicht alleine lösen können, sagt Thomas Schmidt. „Das ist einer der Gründe für uns gewesen, die Landes- und Bundesebene mit einzubinden.“ Patrick Dahlemann, SPD, Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern wird bei der Tagung einer der Vertreter der Landesebene sein. „Ich denke, dass die Tagung ein gutes Instrument ist, über die Herausforderungen gerade in Vorpommern zu diskutieren und neue Ideen zu benennen“, sagt Patrick Dahlemann. „Das kann hauptamtliche Politik nicht allein leisten. Deshalb brauchen wir eine starke Zivilgesellschaft. Initiativen wie der DemokratieLaden und das Demokratiezentrum setzen hier an und leisten einen unverzichtbaren Beitrag. Ich erwarte von dem Tag einiges an Impulsen, wie sich die Zusammenarbeit der verschiedenen Ebenen da verbessern lässt.“

Bis es soweit ist, wartet noch einiges an Arbeit auf das Vorbereitungsteam. „Die Tagung kann natürlich nur ein Auftakt sein“, sagt Andrea Krönert vom Landesnetzwerk. „Sie soll eine langfristige Entwicklung zu einer gestärkten Zivilgesellschaft und besserer Zusammenarbeit der gesellschaftlichen Ebenen einleiten.“

Donnerstag, 7. September 2017, 9.30 bis 16.30 Uhr, in der Sparkasse Anklam

Das Programm der Tagung findet sich auf der Konferenzseite unter www.eine-welt-mv.de/tagung

Anmeldungen zur Tagung sind möglich unter www.eine-welt-mv.de/anmeldung

Rückfragen unter 0176 21 89 68 61
WeltWechsel präsentiert: Menschlichkeit
Jahresthema der Veranstaltungsreihe steht fest


7. Juli 2017 Rostock/Greifswald/Schwerin Das Thema der Veranstaltungsreihe WeltWechsel ist da. Und es heißt: Menschlichkeit. Inhaltlich schließt das Thema direkt an das Jahresthema 2016 an. Damals hieß es "Krieg_Frieden". "Bei all der rasanten Veränderung, die wir zur Zeit erleben, aller Verunsicherung, den vielen Kriege auf der Welt, ist es enorm wichtig, dass wir uns darauf besinnen, dass der Kern unseres Handelns eben Menschlichkeit sein sollte. Gewissermaßen ist Menschlichkeit die Antwort, die wir geben können, das Mittel, das uns gegen Hass, Angst und Abgrenzung zur Verfügung steht." sagt Alexis Schwartz vom Eine-Welt-Landesnetzwerk.

Unter den Veranstaltungen im November sind viele, die die Geschichten hinter den Flüchtlingszahlen sichtbar machen wollen. Aktuell sind weltweit 65 Millionen Menschen auf der Flucht - das ist ein Höchststand. So wird die KinderKulturKarawane einen Abstecher nach Mecklenburg-Vorpommern machen, Jugendliche aus Uganda und Indien performen ihre Lebensgeschichten als Theaterstück. Geplant ist auch eine landesweite Baumpflanzaktion, natürlich im Namen der Menschlichkeit. "Die Idee ist, mit den unterschiedlichsten Akteuren überall im Land Bäume zu pflanzen. Wir wollen damit ein Zeichen für mehr Toleranz und Weltoffenheit setzen, und auch mit Gruppen kooperieren, die thematisch etwas weiter von uns entfernt liegen - zum Beispiel mit Naturschutzverbänden", sagt Alexis Schwartz. Aber auch die beliebten Kurzfilmnächte wird es wieder geben.

Immer im November werfen etwa 100 Veranstaltungen unter einem wechselnden Motto in ganz Mecklenburg-Vorpommern Schlaglichter auf aktuelle Diskurse, bringen globale Themen in direkte Verbindung mit dem Leben hier. Und sind mit jährlich etwa 6000 Besucher*innen eine der größten Veranstaltungsreihen des Landes.

Die Veranstaltungsreihe startet in diesem Jahr erstmals unter ihrem neuen Namen WeltWechsel. "Dass sich an dem Namen etwas ändern muss, hat sich in den vergangenen Jahren herauskristallisiert“, sagt Andrea Krönert, Koordinatorin des Eine-Welt-Landesnetzwerks. "Wir wollten unserer veränderten Auffassung von Entwicklungszusammenarbeit Rechnung tragen, es sollte viel deutlicher werden, dass es nicht um einseitige Hilfe aus dem Norden an den Süden geht, sondern vielmehr um unsere gemeinsame Verantwortung für die Zukunft der Menschheit und der Welt, ausgerichtet an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen“, sagt Andrea Krönert. „Und wir wollten einen Namen, der den positiven Spirit unserer Veranstaltungen transportiert.“

Kontakt für mehr Informationen:
Alexis Schwartz, 0381 77 088 379 oder 0177 787 3882, schwartz@eine-welt-mv.de, www.eine-welt-mv.de/weltwechsel
Eine-Welt-Landesnetzwerk MV unterstützt friedliche G20-Proteste

30.06.2017 Rostock Wenn am Sonntag in Hamburg die Protestwelle zum G20-Gipfel anrollt, sind auch Mitglieder des Eine-Welt-Landesnetzwerks dabei. "Bei uns in Rostock werden Erinnerungen an den Gipfel 2007 in Heiligendamm wach. Der Alternativgipfel, die Demos, Konzerte für den Wunsch nach einer besseren Welt. Und auch der Motivationsschub, den die Gruppen durch den intensiven Austausch mitnehmen konnten", sagt Andrea Krönert, Sprecherin des Netzwerks. Sie selbst wird am Sonntag in einem Kajak der Rostocker Stadtpaddler auf der Alster sitzen um ein Teil der Protestwelle zu sein.

Damals wie auch heute distanziert sich das Landesnetzwerk von Gewalt, unterstützt aber die vielen friedlichen Protestformen für Demokratie, fairen Welthandel, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit. "Dass der Gipfel kritisch von der Zivilgesellschaft begleitet wird, dass wir Druck machen, damit die drängenden Probleme auf den Tisch kommen, ist dringend nötig", sagt Andrea Krönert.

Diese Aktionen unterstützen wir besonders:

1. Aktion: G20-Protestwelle, Großdemo in Hamburg am Sonntag, 2. Juli

Bootsdemo bei der G20-Proteswelle mit Beteiligung aus Rostock
Eine Paddelgruppe aus Rostock macht mit bei der G20-Protestwelle. Gemeinsam fahren wir von der Außenalster auf die Binnenalster, um dort mit zehntausenden Demonstrierenden am Ufer zusammen zu kommen und gemeinsam eine riesige Protestwelle für Demokratie, fairen Welthandel, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit in Bewegung zu setzen. Mehr Infos zur Bootsdemo und vielem mehr unter www.g20-protestwelle.de

Gemeinsame Fahrt zu Demo nach Hamburg
zur Demo am 2. Juli nach Hamburg. Mit dem Zug um 9.07 Uhr ab Rostock, 10.13 Uhr ab Schwerin nach Hamburg. 12.00 Uhr beginnt die Kundgebung in Hamburg auf dem Rathausmarkt, 12.30 Uhr startet der Demozug, 15.00 Uhr beginnt die Abschlusskundgebung Zahlreiche Verbände wie Greenpeace, OXFAM, Campact, BUND, Forum Umwelt und Entwicklung, NABU, Mehr Demokratie, DGB laden ein.

2. Aktion: Alternativgipfel zum G20-Treffen in Hamburg, 05./06. Juni (zwei Tage vor dem eigentlichen Gipfel)
Eine andere Politik ist nötig, aber wie? Auf dem Alternativgipfel kommen viele Menschen aus aller Welt zusammen, um über die globalen Herausforderungen zu diskutieren und alternative Strategien jenseits von Wirtschaftswachstum, Abschottung, militärischer Konfrontation und sozialer Ungleichheit zu entwickeln. Es gibt Workshops, Podien und vieles vieles mehr! Programm und weitere Infos unter: http://solidarity-summit.org/ Menschen aus Rostock werden sich am Alternativgipfel beteiligen.

Übersicht zum G20-Protest unter: http://www.g20hamburg.org/
Poetry Slam zum G20-Gipfel im Peter-Weiss-Haus Rostock und Greifswalder Stadthalle
Wortkampf für Globale Gerechtigkeit mit hochkarätig besetztem Slam


25.06.2017 Rostock, Greifswald Kurz bevor Donald Trump, Erdoğan, Putin und Co. zum G20-Gipfel nach Hamburg kommen, werden sie und 17 andere Staats- und Regierungschefs schon mal mit Wortgewalt und Wortwitz heraus gefordert - in Rostock und in Greifswald. Das Bündnis global.gerecht.gestalten und das Eine Welt Landesnetzwerk MV laden zu diesem besonderen Poetry Slam am Dienstag, den 27. Juni um 20:00 Uhr ins Peter-Weiss-Haus in Rostock und am Donnerstag, den 29. Juni um 19:00 Uhr in die Stadthalle Greifswald ein.

„Ich wollte eine Veranstaltung, die einen Zugang zu komplexen Themen schafft, auf ansprechende, humorvolle Weise. Und ich wusste, dass Dominik Bartels von Poppin Poetry das großartig machen wird“, sagt Anne Freudenberg vom Hamburger Bündnis global.gerecht.gestalten. „Ich habe selbst lange in Mecklenburg-Vorpommern gelebt, deshalb war es mir ein Anliegen den Slam hier zu machen.“

Profi-Slammer stellen Forderungen an die Mächtigsten der Welt

Acht Profi-Slammer, darunter der deutschsprachige Meister und Vize-Meister und der Landesmeister Mecklenburg-Vorpommern stellen Forderungen an die mächtigsten Männern und Frauen der Welt: Menschenrechte! Recht auf Bildung! Hunger bekämpfen! Entschuldungsverfahren! UN-Klimaabkommen von Paris! Die Dichterinnen und Dichter zeigen: Es lohnt sich, für die Würde jedes einzelnen Menschen einzutreten und eine gerechtere Welt mitzugestalten.

Das Eine-Welt-Landesnetzwerk ist der Dachverband der Verbände, Vereine, Initiativen und Einzelpersonen in Mecklenburg-Vorpommern, die zu entwicklungspolitischen und globalen Themen arbeiten. Dazu gehören Bildungsträger, Weltläden, Kirchen-, Umwelt-, Friedens- und andere Gruppen. Aktuell vertritt das Landesnetzwerk 44 Gruppen und Einzelpersonen.

Das Bündnis global.gerecht.gestalten ist ein Bündnis der Nordkirche, dem ca. 140 Akteure angehören und das im Vorfeld des G20 Gipfels entstanden ist, um die Vision einer gerechten globalen Entwicklung sichtbar zu machen.

Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V e.V.
Goethestraße 22
18055 Rostock

Ansprechpartnerin
Andrea Krönert
Eine-Welt-Landesnetzwerk überrascht über Entscheidung der Landesregierung zur Nachhaltigkeitsstrategie
Bereitschaft zur Mitarbeit weiterhin groß

13.05.2017 Rostock Bei der jährlichen Mitgliederversammlung am 12. Mai 2017 in Rostock zeigte sich das Eine-Welt-Landesnetzwerk überrascht über die Entscheidung der Landesregierung, die Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes zukünftig beim Wirtschaftsministerium anzusiedeln. Ebenso sorgte die Auswahl der drei Kernthemen Wirtschaft, Digitalisierung und ländliche Räume für Irritation.

„Wir hoffen, dass es auf diese Weise nicht zu einer Verwässerung des Begriffs der „Nachhaltigkeit“ kommt“, sagt Andrea Krönert, Koordinatorin des Netzwerks. „Denn: Wie 2015 in den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen definiert, geht es bei Nachhaltigkeit zentral um Themen wie Ökologie und Globale Gerechtigkeit. Eine Nachhaltigkeitsstrategie für Mecklenburg-Vorpommern darf auf keinen Fall als Vehikel für eine Wirtschaftsförderung im Land umgedeutet werden,“ so Krönert.

Das Eine-Welt-Landesnetzwerk ist seit mehreren Jahren mit der Landesregierung im Gespräch, um die Nachhaltigkeitsstrategie zu unterstützen. „Wir gehen davon aus, dass wir, ebenso wie andere Akteure im Land, die zu ökologischen und zu Themen der globalen Gerechtigkeit arbeiten, im Rahmen eines Partizipationsprozesses weiter an dieser Strategie mitarbeiten können“, sagte Andrea Krönert. „Wir sind nach wie vor bereit uns da mit unseren Kompetenzen, Fachwissen und Erfahrungen einzubringen.“

Ursprünglich hatte die Landesregierung geplant, eine Nachhaltigkeitsstrategie für Mecklenburg-Vorpommern zu entwickeln, die sich an die Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes anlehnt. Diese, im Januar 2016 vom Bund verabschiedete Strategie macht sich die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen zu eigen. Sie sieht Deutschland verpflichtet sich auf der lokalen und globalen Ebene für Zukunftsfähigkeit und sorgsamen Umgang mit den Ressourcen einzusetzen.

Das Eine-Welt-Landesnetzwerk ist der Dachverband der Verbände, Vereine, Initiativen und Einzelpersonen in Mecklenburg-Vorpommern, die zu entwicklungspolitischen und globalen Themen arbeiten. Dazu gehören Bildungsträger, Weltläden, Kirchen-, Umwelt-, Friedens- und andere Gruppen. Aktuell vertritt das Landesnetzwerk 44 Gruppen und Einzelpersonen, bei der Mitgliederversammlung am Wochenende sind sechs neue Mitglieder aufgenommenen worden.

Kontakt: Andrea Krönert
Eine-Welt-Landesnetzwerk MV
Goethestraße 22
18055 Rostock
Tel: 0381-20 373 846
www.eine-welt-mv.de
Weg mit dem Müll
Ein Projekt des Vereins Couleur Afrik (Schwerin) und Espoir Plus (Togo) zur Verbesserung der Müllentsorgung


15.03.2017 Schwerin Fehlende oder ungenügende Müllentsorgung ist ein großes Gesundheitsproblem in vielen afrikanischen Städten und Gemeinden. Der Verein Couleurs Afrik aus Schwerin engagiert sich seit 2015 für eine Verbesserung der Situation in Sokode, der zweitgrößten Stadt in Togo. Hier gibt es bisher nur ein rudimentäres Müllentsorgung. Das führt zu einer Belastung des Grund- und Trinkwassers mit Coli- und anderen Bakterien, Chemikalien und Giften, zu einer Vermehrung von Ungeziefer und potentiell krankheitsübertragenden Tiere wie Mücken, Ratten und Mäusen.

Umsetzung:
- Ab Mai 2017 wird ein Vertreter der togolesischen Partnerorganisation Espoir Plus in einem sechsmonatigen Praktikum Betriebsabläufe kennenlernen. Außerdem ist geplant, dass er selbst sechs Workshops leitet und sein Wissen einbringt - die Zusammenarbeit soll gegenseitiges Nehmen und Geben sein.
- Im Juli 2017 besucht eine Delegation der Sokoder Stadtverwaltung Schwerin.
- Der Verein Espoir Plus führt ab 2017 in Sokode Bildungsveranstaltungen durch, um Mitstreiter zu gewinnen, ein gemeinsames Vorgehen zu erarbeiten und sich an der Gründung eines Müllentsorgungsunternehmens zu beteiligen.

Parteiorganisationen in Schwerin:
Schweriner Abfall- und Straßenreinigungsgesellschaft, Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft, Landeshauptstadt Schwerin, Netzwerk Migration der Stadt Schwerin

Partnerorganisationen in Sokode:
Espoir Plus, Metall- und Baukonstruktion Sokodé, Company of Studies and Council for Developpement and Environment Lomé, Inter Club (Reinigungsunternehmen), Frauenverein Sokode

Förderung: Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE), Katholischer Fond und die Stadt Schwerin

Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V e.V.
Goethestraße 22
18055 Rostock

Ansprechpartnerin:
Anke Lübbert
0171-2027889 www.eine-welt-mv.de
15.03.2017 Rostock Lehrerinnen und Lehrer dabei zu unterstützen, ökologische und globale Themenfelder und Fragestellungen in den Unterricht einzubauen, ist das Anliegen einer Tagung am 16. März. In der Universität Rostock, Ulmenstraße 69, Hörsaal 224 geht es zwischen 9:00 Uhr und 16:00 Uhr um Praxisbeispiele und Anregungen für interkulturelles und inklusives Lernen. Zu dem Programm gehören acht Workshops, aus denen die 90 teilnehmenden Lehrer*innen wählen können. Neben ökologischen Themen sieht das Landesnetzwerk auch Themen wie gesellschaftliche Vielfalt und Fairen Handel als zentralen Teil der „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“.

„Diese Themen gehören ganz dringend in die Schule“, sagt Patrice Jaeger vom Eine-Welt-Landesnetzwerk, der gemeinsam mit den vier Bezirksschulleiterinnen aus Mecklenburg-Vorpommern und anderen Trägern der außerschulischen Bildung, in einer Arbeitsgruppe an der Thematik arbeitet. „Für uns vom Landesnetzwerk ist BNE ein fächerübergreifendes Konzept was alles verbindet, einen anderen Blick auf politische, geographische und ökologische Entwicklungen. die übergeordnete Frage ist: Wie können wir unsere Gesellschaft im kleinen, die Welt im großen, so verändern, dass ein lebenswertes Leben für alle Menschen weltweit und auch in Zukunft möglich ist.“ Jede Schule hat, mindestens formal, eine*n BNE-Lehrer*in, allerdings werden BNE-Inhalte meist ausgelagert und an externe Bildungsträger abgegeben. „Für die Zukunft wünschen wir uns, dass Themen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung auch stärker in die Rahmenlehrpläne übergehen.“ sagt Patrice Jaeger. „Die jährlichen BNE-Tagungen sind wichtig, um Lehrer*innen für die Themen und Fragen zu sensibilisieren.“

Das Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg Vorpommern ist ein Dachverband von Vereinen, Initiativen und Einzelpersonen, die sich in Mecklenburg-Vorpommern für weltweite Gerechtigkeit und zukunftsfähige Entwicklung einsetzen.

Patrice Jaeger
0381-20373846
jaeger@eine-welt-mv.de

Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V e.V.
Goethestraße 22
18055 Rostock
Am 16. März kommt Tolbert Jallah, seit 2008 Geschäftsführer von FECCIWA, einem Zusammenschluss westafrikanischer Kirchen, nach Schwerin und steht von 10:00 Uhr bis 12:00 für ein Fachgespräch im Diakonischen Werk, Körnerstraße 7 zur Verfügung. FECCIWA ist eine der Partnerorganisationen von Brot für die Welt.

Herr Jallah, Sie sind für zwei Wochen auf Vortragsreise in Deutschland. Was wollen Sie erreichen?
Der EU-Handel trägt dazu bei, die Existenz vieler Menschen in Westafrika zu ruinieren. Handel sollte eigentlich dem Wohl der Menschen dienen, sie aus der Armut erheben. Ich möchte in Deutschland ins Gespräch mit Politikern, Kirchenleuten und Vertretern von NGOs kommen und über diese Themen reden. Wir sollten einander helfen, das ist unsere Aufgabe. Ich möchte, dass den Menschen in den entwickelten Ländern des Nordens klar wird, was sie ihren Brüdern und Schwestern im Süden antun, dass die eine Seite der Welt einen Friedhof gleicht.

Inwiefern schädigt der EU-Außenhandel Westafrika?
Oh, da gibt es viele Beispiele! Das Muster ist immer gleich: Die EU will unsere billigen Rohstoffe und exportiert im Gegenzug weiterverarbeitete Produkte. Dabei ruiniert sie nicht selten unsere Lebensgrundlagen. So hat die Fischereiflotte der EU unsere Gewässer leergefischt. Ein anderes Beispiel: Die EU überschwemmt Westafrika mit billigen Lebensmittelimporten, mit deutschem Käse, holländischen Eiern… die billiger sind und von Menschen in Westafrika grundsätzlich als besser als einheimische Produkte angesehen werden, nur weil sie aus der EU kommen.

Warum ist das so?
Das sind Muster aus der Kolonialisierung, die sehr tief sitzen. Wir müssen es schaffen, das Denken der Menschen in Afrika zu dekolonialisieren, damit sich da etwas ändert. Denn der Konsum von EU-Produkten führt dazu, dass die Märkte für lokale Bauern, für lokale Produkte zusammenbrechen. Menschen hören auf Landwirtschaft zu betreiben, ganze Dörfer gehen zugrunde. Gleichzeitig bauen Farmer für EU-Firmen Massen an Öl an, mit dem europäische Autos fahren sollen. Das kann aber bei uns keiner essen. Wir als FECCIWA wirken dem entgegen, haben eine Kampagne: „Grow what you eat, eat what you grow“, die sehr erfolgreich ist. Sie ermächtigt die Menschen selbst für ihre Nahrung und ihr Wohlergehen zu sorgen anstatt als billige Arbeiter, moderne Sklaven, sozusagen, zu arbeiten.

Die Firmen sehen sich selbst sicherlich in der Rolle derjenigen, die Arbeit schaffen, Menschen in Lohn und Brot bringen…
Das mag sein, entspricht aber nicht ihrer Wirkung. Es führt nur zu immer größerer Armut und Fremdbestimmung und der Zerstörung unserer Ressourcen. Dazu kommt der Klimawandel…

Was hat der mit der EU zu tun?
Indirekt einiges, denn der Klimawandel wurde maßgeblich von den entwickelten Ländern, auch denen der EU, provoziert und entfaltet seine schlimmsten Wirkungen in den Ländern des Südens. Und wenn dann Menschen aus Not, Hunger, Wasserknappheit, fehlenden Zukunftsaussichten nach Europa fliehen wollen, weil sie die Welt als globales Dorf betrachten, dann wird das kriminalisiert, werden sie in Lagern gehalten, dann wendet Frontex, die europäische Grenzagentur auch Gewalt an.

Was wünschen Sie sich von Ihren Gesprächspartnern?
Ich wünsche mir, dass die NGOs und Politiker Druck auf die deutsche und die EU-Regierung ausüben, die von mir genannten Punkte ansprechen und für Lösungen einsetzten. Sich vor allem für eine gerechtere Wirtschaftspolitik, auf Augenhöhe aussprechen. Das wäre sinnvoller als alle Entwicklungshilfe.

Anke Lübbert, Journalistin, Tel.: +49 171 202 788 9
Internet: www.text-salon.de/autoren/anke-luebbert/
Vision von einer positiven weltweiten Entwicklung

01.01.2017 Rostock Weltwechsel: So heißt ab 2017 die Veranstaltungsreihe des Eine-Welt-Landesnetzwerks. Immer im November werfen etwa 100 Veranstaltungen unter einem wechselnden Jahresthema in ganz Mecklenburg-Vorpommern Schlaglichter auf aktuelle Diskurse, bringen globale Themen in direkte Verbindung mit dem Leben hier. Und sind mit jährlich etwa 6000 Besucher*innen eine der größten Veranstaltungsreihen des Landes.

„Dass sich an dem Namen etwas ändern muss, hat sich in den vergangenen Jahren herauskristallisiert“, sagt Patrice Jaeger vom Eine-Welt-Landesnetzwerk. „Weltwechsel“ war nach einem intensiven Prozess und vielen, auch emotionalen Diskussionen, dann eine einstimmige Entscheidung der Kreativgruppe zur Namensfindung.“

Mit dem Namen vollzieht das Landesnetzwerk den Wandel, den die Entwicklungspolitischen Tage innerlich schon vollzogen haben, auch nach außen.

„Wir wollten unserer veränderten Auffassung von Entwicklungszusammenarbeit Rechnung tragen, es sollte viel deutlicher werden, dass es nicht um einseitige Hilfe aus dem Norden an den Süden geht, sondern vielmehr um unsere gemeinsame Verantwortung für die Zukunft der Menschheit und der Welt, ausgerichtet an den Globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen“, sagt Patrice Jaeger. „Zweitens machen wir seit Jahren zum Teil moderne, junge Veranstaltungen. Wir wollen ermutigen, für unsere Inhalte begeistern. Das sollte sich ebenfalls im Namen widerspiegeln - auch um noch mehr Leute zu erreichen.“

„Der bisherige Name 'Entwicklungspolitische Tage' war zu sperrig und klang angesichts der vielen sehr spannenden Veranstaltungen auch etwas zu trocken“, sagt Alexis Schwartz, Mitarbeiter im Eine-Welt-Landesnetzwerk. „Bei dem neuen Namen habe ich das Bild einer Welt die ihre verkrustete alte Haut abstreift. Darunter werden all die frischen Ideen sichtbar, die ein langfristiges Zusammenleben aller Menschen in Frieden und Würde ermöglichen.“

Auch wenn einen Namenswechsel bei einer etablierten Reihe immer auch ein gewisses Risiko bedeutet, war der Prozess überfällig. Patrice Jaeger findet, „dass der Name eine positive Vorstellung von Veränderung erzeugt, ohne dabei hochtrabend oder moralisierend zu wirken.“ Im November 2017 wird darum das erste Mal unter dem Titel „Weltwechsel“ eingeladen. Welches Jahresthema nach „Krieg_Frieden“ 2016 an der Reihe ist, wird im März feststehen.

Kontakt: Patrice Jaeger, jaeger@eine-welt-mv.de, 0381-20373846
17.01.2017 Rostock Das Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern ruft gemeinsam mit attac, BUND, Nabu, Ökohaus und den Grünen für Samstag, den 21. Januar zur „Wir haben es satt!“ Demo in Berlin, Potsdamer Platz auf. Bei der Demonstration geht es um eine weltweite Agrarwende, das Recht auf gesunde Nahrung für alle, gentechnikfreie Landwirtschaft, die Rechte von Bäuerinnen und Bauern, Zugang zu Land, Saatgutvielfalt, artgerechte Tierhaltung.

"Als Eine-Welt-Landesnetzwerk setzen wir uns für eine zukunftsfähige Landwirtschaftspolitik ein“, sagt Andrea Krönert, Koordinatorin des Netzwerkes. „Wir fordern die Unterstützung und Stärkung kleinbäuerlicher Landwirtschaft, Berücksichtigung des Umwelt- und Tierschutzes und der solidarischen Entwicklungspolitik. Je mächtiger die Agrarfirmen sind, desto prekärer wird die Situation der Kleinbauern vor allem im globalen Süden.“

Seit 2011 findet jeweils im Januar, parallel zur Grünen Woche eine Großdemo des „Wir haben es satt!“-Netzwerkes statt, an der bundesweit bis zu hundert Organisationen beteiligt sind. Zwischen 20.000 und 50.000 Teilnehmer demonstrierten in den vergangenen Jahren in Berlin. Für das nächste Wochenende hat das Bündnis einen Bus aus Rostock nach Berlin gechartert.

Samstag, 21. 1. 2017
09.00 Abfahrt ab Rostock (Südseite des Hauptbahnhofs, A.-Kossel-Platz)
12.00 Beginn der Demo in Berlin, Potsdamer Platz
16.30 Rückfahrt ab Berlin
19.30 voraussichtliche Ankunft in Rostock

Der Preis für Hin- und Rückfahrt beträgt:
20 € Normalpreis
10 € ermäßigt
5 € Solipreis

Mitfahrt nur nach Anmeldung: bus@bund-rostock.de

Weitere Infos unter: www.wir-haben-es-satt.de

Kontakt: Andrea Krönert, kroenert@eine-welt-mv.de, 0381-20373846
Antirassismustrainings beim Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern

10.1.2017 Rostock Dass Rassismus ein unbearbeitetes Problem darstellt ist weder global noch lokal zu übersehen. Weil wir es wichtig finden, auch unseren eigenen „Alltagsrassismus“ in den Blick zu nehmen, veranstaltet das Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern seit 2010 zusammen mit dem Verein Phoenix Antirassismustrainings. Auch 2017 bieten wir wieder drei Seminare an.

Rassismus ist Realität in Deutschland und Europa. Auch bei uns haben Nicht-Weiße Menschen schlechtere Chancen in der Schule, bei der Suche nach Ausbildungsplätzen und Wohnungen, ein größeres Risiko in Verkehrs- oder Ausweiskontrollen zu geraten und gewalttätigen Übergriffen ausgesetzt zu sein. Da entwicklungspolitische Arbeit sich weltweiter Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, einem friedlichen Zusammenleben und letztlich einem menschenrechtlichen Ansatz verpflichtet, ist die Auseinandersetzung mit Rassismus unerlässlich.

Im Basistraining, wird ein Grundverständnis davon vermittelt, was Rassismus ist und wie er sich auswirkt. 03. – 05. März 2017
Das Empowerment-Training richtet sich an Menschen die Rassismuserfahrungen machen. 23. – 25. Juni 2017
Das Folgetraining ist die Fortsetzung des Basistrainings, 13. – 15. Oktober 2017

Kosten: 150,00 Euro für Berufstätige, bzw. 90,00 Euro ermäßigt (Studierende und Arbeitsuchende)

Informationen und Anmeldung:
Patrice Jaeger: jaeger@eine-welt-mv.de oder telefonisch: 0381 20373846

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