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"Fruchtig und exotisch."

Fairer und regionaler Apfel-Mango-Saft ist ein Renner
NNNplus, 13.04.2006

Seit Dezember wird in der Mosterei Satow und in den Welt-Läden Rostock und Schwerin Apfel-Mango-Saft aus dem Projekt "fair plus regional" angeboten. Die Äpfel stammen aus heimischem Anbau, das Mangopüree wird von philippinischen Kleinbauern hergestellt. "Was sie eint ist, dass beide Früchte ungespritzt und daher sehr gesund sind", sagt die Projektkoordinatorin des Eine-Welt-Landesnetzwerkes, Sylke Klemm. Das Netzwerk hat die Landeskampagne "Nachhaltigkeit genießen" ins Leben gerufen. "Unser Anliegen ist es", so die 38-Jährige, "über die Herstellung eines regionalen und gleichzeitig fairen Produktes, die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern und den Fairen Handel zusammenzubringen." Mit Hilfe der Entwicklungs- Organisation "PREDA", die auf den Philippinen schon seit über 30 Jahren tätig ist, und der deutschen Fair-Handels-Gesellschaft "dwp e.G. wird Mangopüree von dem asiatischen Inselstaat importiert. "Früher waren die Kleinbauern von einem Mangokartell abhängig. Ihre Armut zwang sie, ihre Ernte weit unter Wert zu verkaufen", erzählt Sylke Klemm. Nun würden die Bauern, die selbst ein bis zwei Mangobäume bewirtschaften, ihre Ernte an PREDA verkaufen. Der Gewinn, den sie jetzt erzielen, ermöglicht ihnen und ihren Familien eine kleine Existenz. Der Anbau ist mühsam. Da keine Spritzmittel verwendet werden, umhüllen Papiertüten die unreifen Früchte, um sie vor Ungeziefer zu schützen. Die Mangos werden vor Ort erntefrisch zu Püree verarbeitet und dann nach Deutschland gebracht. Der Apfel-Mango Saft besteht zu 80 Prozent aus Äpfeln, der Rest ist Mangopüree. "Sehr lecker", findet die Rostockerin, "intensiv im Geschmack, fruchtig und exotisch. Und mit Selter auch als erfrischende Schorle trinkbar." Ziel des Projektes "fair plus regional" ist es, dass regionale Mostereien das Produkt herstellen und direkt vermarkten. "Denn wir wollen auch verhindern, dass die Äpfel noch quer durch Europa gefahren werden", sagt Klemm.

Die Satower Mosterei hatte spontan zugesagt. Geschäftsführer Rolf Peters findet die Idee sehr gut. Er selbst hatte bereits über eine Kombination Apfel mit Mango nachgedacht. Seine Mosterei, die zur Zeit 36 Produkte im Angebot hat, hat bereits Orange-Mango, Pink Grapefruit mit Aloe Vera sowie Sojagetränke gemischt. "Modegetränke" seien durchaus attraktiv, meint der 52-Jährige, der immer mal neue Produkte in seine Palette aufnimmt. Der besondere Saft von "fair plus regional" ist in den ersten zwei Monaten mit rund 4.000 Litern verkauft worden. "Damit wurden alle Erwartungen übertroffen", sagt Sylke Klemm.

Der Saft ist mit 1,25 Euro teurer als der klassische Apfelsaft, der für 60 Cent in der 0,7 Liter Flasche zu haben ist. "Fairer Handel ist gut, hat aber auch seinen Preis", betont der Satower Unternehmer. Vor dem Hintergrund, dass im Ausland produzierte Apfelsäfte preiswerter sind als die hiesigen und China seit letztem Jahr zum Hauptexporteur von Apfelsaft-Konzentrat aufgestiegen ist, klingt diese Aussage fast beschwörend. Ein weiterer Partner der Kampagne ist der Verein Gutshaus Hermannshagen. Er widmet sich unter anderem der Streuobstpflege und stellt mit seiner mobilen Apfelpresse einen besonderen Saft her, der sich hervorragend für die Verarbeitung zu Apfel-Mango-Saft eignet. Die Drei-Liter-Kartons, die im Rahmen des Projektes "fair plus regional" entstanden sind, verkauft der Verein auf Wochenmärkten oder direkt bei sich in Hermannshagen.

Inzwischen hat das Eine-Welt-Landesnetzwerk aussichtsreiche Gespräche mit weiteren Mostereien geführt. "Um den regionalen Anspruch erfüllen zu können, brauchen wir noch mehr Partner im Land. Einige Mostereien sind durchaus interessiert. Unklar ist leider noch, ob auch Handel und Gastronomie unsere Initiative unterstützen." Der Preisdruck ist hoch und die Akzeptanz regionaler Produkte gering. "Hier gibt es noch erhebliche Defizite zwischen Wollen und Können. Wir versuchen mit unserer Überzeugungsarbeit etwas für die Menschen im Lande zu tun. Denn die regionale Vermarktung erhält und schafft letztlich auch Arbeitsplätze in unserer Region." sagt die Projektkoordinatorin. "Die Landeskampagne ist läuft noch bis Ende 2006.", sagt Sylke Klemm. Bundesweit gibt es bereits 50 ähnliche Projekte.

Renate Heusch-Lahl

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"fair plus regional" ist voller Erfolg!

http://www.mvregio.de/9360.html, 06.02.2006

Satow/MV: Schon über 2000 Liter Apfel-Mango-Saft verkauft. Die Überraschung war groß, als Mitte Januar der am 15. Dezember letzten Jahres eingeführte neue Saft bereits ausverkauft war.

Die Mosterei Satow hatte damit über 2000 Liter abgesetzt und das ausschließlich in der Verkaufsstätte ihres Hauses. Das übertrifft alle vorherigen Erwartungen. Ab Mitte Februar soll der Saft nun auch in den Supermärkten in Rostock, Schwerin und anderen Städten zu haben sein, in denen Satower bereits gelistet ist. Schon jetzt führen die Weltläden in Schwerin und Rostock den fairen und regionalen Apfel-Mango-Saft in ihrem Sortiment. Ebenfalls im Dezember 2005 hat der Verein Gutshaus Hermannshagen einen Saft aus der Taufe gehoben, der das faire Mangopüree mit Äpfeln aus heimischen Streuobstwiesen verbindet. Dieses Produkt wird auf Märkten der Region angeboten. "Fair plus regional" ist eine Initiative des Eine-Welt-Landesnetzwerks M-V. Das Projekt fördert den Fairen Handel und setzt damit ein Zeichen für mehr globale Gerechtigkeit. Außerdem wird die regionale Wirtschaft im Land unterstützt. Der Saft ist nicht nur lecker und gesund, er verbindet auch zwei Regionen miteinander. Das verwendete Mangopüree stammt aus kontrolliertem Anbau auf den Philippinen und wird von PREDA, einer philippinischen Entwicklungsorganisation vermarktet. PREDA arbeitet seit über 30 Jahren erfolgreich für die Rechte von Kindern und Jugendlichen. Gründer von PREDA ist der irische Priester und Menschenrechtspreisträger Shay Cullen, der mit Mut und Entschlossenheit gegen Armut und deren Folgen, wie Kinderprostitution und Landflucht, kämpft. Dieser Kampf kann aber nur gewonnen werden, wenn sich die Lebensbedingungen der Menschen auf den Philippinen nachhaltig verbessern. Die faire Vermarktung der Mangos ist eine Möglichkeit, Einkommensquellen zu verbessern und damit vielen Familien eine sichere Existenz zu ermöglichen. Den Rohstoff für das exotische Püree liefern Kleinbauern mit einem bis zwei Mangobäumen. Die Vermarktung zu fairen Konditionen läuft über die alternative Importorganisation Dritte-Welt-Partner in Ravensburg. Die Organisation entwickelte 2001 auch die Idee, das Püree regionalem Apfelsaft zuzusetzen. Das Beispiel hat Schule gemacht. Die Landeskampagne "Nachhaltigkeit genießen", die das Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V im Dezember gestartet hat, läuft noch bis Ende 2006. Die Zusammenarbeit mit regionalen Mostereien spielt die entscheidende Rolle für den Erfolg des Projekts. Grundsätzlich wird neben dem fairen Mango-Püree nur Most aus Äpfeln der Region für den Saft verwendet. Gerade kleinere und mittlere Mostereien, die im Lohnmostbereich arbeiten, erfüllen diese Voraussetzung. So kann der Saft in jeder Region des Landes hergestellt werden und darf dann zu Recht den Zusatz "regional" tragen. Das Projekt wird vom Umweltministerium M-V, aus Erträgen der Umweltlotterie Bingo, vom Evangelischen Entwicklungsdienst, der Hansestadt Rostock und der Stiftung Nord-Süd-Brücken gefördert.

MVregio Landesdienst ar/sn

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Köstlich, global und von hier

Hanse-Anzeiger, 16.11.2005

Eine mecklenburgisch-philippinische Verbindung bahnt sich an. Ab Mitte Dezember wird im Raum Rostock Apfel-Mango-Saft angeboten. Die Äpfel stammen aus heimischer Produktion, das Mangopüree wird von philippinischen Kleinbauern hergestellt. "Was sie eint, ist, dass beide Früchte ungespritzt und daher sehr gesund sind", sagt die Projektkoordinatorin des Eine-Welt-Landesnetzwerkes, Sylke Klemm. Dieses Netzwerk hat die Landeskampagne "Nachhaltigkeit genießen" ins Leben gerufen. "Unser Anliegen ist es", so die 37-Jährige, "über die Herstellung eines regionalen und gleichzeitig fairen Produktes die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern und den Fairen Handel zusammenzubringen." Mit Hilfe der Dritte-Welt Organisation Preda und dem deutschen Verbund "dwp - Mensch und Zukunft" wird Mangopüree von dem asiatischen Inselstaat importiert. "Früher waren die Kleinbauern von einem Mangokartell abhängig. Immer wenn sie Geld brauchten, waren sie gezwungen, ihre Produkte weit unter Wert zu verkaufen", erzählt Sylke Klemm. Nun würden die Bauern, die selbst ein bis zwei Mangobäume bewirtschaften, ihre Ernte an "Preda" verkaufen. Der Anbau ist mühsam. Die unbehandelten Früchte werden extra von Papiertüten umhüllt, um sie vor Ungeziefer zu schützen. Die Mangos werden vor Ort zu Püree verarbeitet und dann nach Deutschland gebracht. Der Apfel-Mango-Saft besteht zu 80 Prozent aus Äpfeln, der Rest ist Mangopüree. Zudem kann man daraus auch eine Schorle machen. "Sehr lecker", findet die Rostockerin, "intensiv im Geschmack, fruchtig und exotisch". Die Satower Mosterei hatte spontan zugesagt. GF Rolf Peters findet die Idee sehr gut. Er selbst hatte bereits über eine Kombination Apfel mit Mango nachgedacht. Seine Mosterei, die zurzeit 36 Produkte im Angebot hat, hat bereits Orange-Mango, Pink Grapefruit mit Aloe Vera sowie Sojagetränke gemischt. "Modegetränke" seien durchaus attraktiv, meint der 52-Jährige, der immer mal neue Produkte in seine Palette aufnimmt.

Renate Heusch-Lahl

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Mosterei und asiatische Bauern bringen Saft auf den Markt

http://www.mvregio.de/nachrichten_region/8030, 03.11.2005

Rostock/MV: Ein mecklenburg-philippinischer Gesundheitstrunk kommt dieser Tage auf den Markt. Die Satower Mosterei bietet einen neuen Apfel-Mango-Saft an. Die Äpfel stammen aus heimischer Produktion, das Mangopüree wird von philippinischen Kleinbauern hergestellt.

"Was sie eint, ist, dass beide Früchte ungespritzt und daher sehr gesund sind", sagt die Projektkoordinatorin des Eine-Welt-Landesnetzwerkes, Sylke Klemm, in Rostock. Dieses Netzwerk hat die Kampagne "Nachhaltigkeit genießen" ins Leben gerufen. Ziel sei, die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern und den Fairen Handel zusammenzubringen, sagt die 37-Jährige.

Mit Hilfe der Dritte-Welt-Organisation PREDA und dem deutschen Verbund "dwp - Mensch und Zukunft" wird Mangopüree von dem asiatischen Inselstaat importiert. Bislang seien die Obstbauern von einem Mangokartell abhängig gewesen, das die Produkte weit unter Wert ankaufte, berichtet Klemm. Die Ernte der Kleinunternehmer werde jetzt von PREDA aufgekauft. Der Anbau nach biologischen Aspekten sei mühsam. Die unbehandelten Früchte müssten von Papiertüten umhüllt werden, um sie vor Ungeziefer zu schützen. Die Mangos werden dann vor Ort zu Püree verarbeitet und nach Deutschland gebracht.

Der Apfel-Mango-Saft besteht zu 80 Prozent aus Äpfeln, der Rest ist Mangopüree. Perfekt ist er auch als Basis für eine Schorle. "Sehr lecker", findet die Rostockerin, "intensiv im Geschmack, fruchtig und exotisch." Ziel der Kampagne sei, dass regionale Mostereien das Produkt herstellen und direkt vermarkten. "Denn wir wollen auch verhindern, dass die Äpfel noch quer durch Deutschland gefahren werden", sagt Klemm.

Die Satower Mosterei hatte spontan zugesagt. Geschäftsführer Rolf Peters findet die Idee sehr gut. Er selbst hatte bereits über eine Kombination von Apfel und Mango nachgedacht. Seine Mosterei, die zurzeit 36 Produkte im Angebot hat, hat bereits Orange-Mango, Pink Grapefruit mit Aloe Vera sowie Sojagetränke gemischt. Modegetränke seien durchaus attraktiv, meint der 52-Jährige. Für die mecklenburg-philippinische Mischung werden derzeit Etiketten produziert, die den Kunden auf die besondere Verbindung von "regional" und "fair" hinweisen.

Zunächst wird die Satower Mosterei den Apfel-Mango-Saft in der eigenen Verkaufsstelle anbieten. Jetzt kämen viele Lohnmostkunden, die ihr eigenes Obst mosten lassen, sagt Peters. Da werde er sehen, ob das neue Getränk angenommen wird. Anschließend plant er Lieferungen an seine rund 80 Kunden, zu denen Hotels und Gaststätten gehören. Der Saft wird teurer als der klassische Apfelsaft, der für 60 Cent in der 0,7-Liter-Flasche zu haben ist. "Fairer Handel ist gut, hat aber auch seinen Preis", betont der Unternehmer.

Zurzeit ist das Eine-Welt-Netzwerk noch auf der Suche nach weiteren Mostereien. Mit dem Gutshaus Herrmannshagen in der Nähe von Bützow steht ein weiterer Partner bereit. In Ostdeutschland ist die Satower Mosterei neben einer Produktion in Dresden-Hellerau bislang die einzige, die Apfel-Mango-Saft produziert, sagt Klemm. Bundesweit gibt es bereits 50 ähnliche Projekte.

MVregio Rostock ddp/hr

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Exotischer Saft aus fair gehandelten Mangos

Ostseezeitung, 6.10.05

Rostock (OZ) Das Eine-Welt-Landesnetzwerk hat im Oktober die Landeskampagne "Nachhaltigkeit genießen" gestartet, um den Bekanntheitsgrad des Fairen Handels in Mecklenburg-Vorpommern zu erhöhen.

OZ: Wie wollen Sie denn die Wirtschaft des Landes und den Handel mit Partnern in der Dritten Welt zusammenbringen?

Klemm: Das erste Projekt startete im Oktober. In der Mosterei Satow im Landkreis Bad Doberan wird aus Äpfeln und Mango-Püree ein exotischer Saft hergestellt. Das Püree wird von philippinischen Kleinbauern zu fairen Preisen importiert. Dafür sorgt die Importorganisation Dritte-Welt-Partner Ravensburg.

OZ: Und die Äpfel?

Klemm: Die kommen aus unserer Region. Es werden ausschließlich Früchte verwendet, die nicht chemisch behandelt sind. Die Mangos kommen aus kontrolliertem Anbau und sind ebenfalls ungespritzt. Die Hilfsorganisation PREDA kontrolliert die Mango-Vermarktung vor Ort streng.

OZ: Was bewirkt der "Faire Handel"?

Klemm: Speziell an diesem Beispiel: Die Kleinbauern erhalten für ihre Ware Preise, mit denen sie tatsächlich nachhaltig wirtschaften können. Das ist ein entscheidener Schritt im Kampf gegen Armut und deren Folgen.

OZ: Ist Mecklenburg-Vorpommern mit diesem Projekt Vorreiter?

Klemm: Seit 2001 gibt es bundesweit fast 50 ähnliche Projekte. Der erste Apfel-Mango-Saft erhielt 2002 den Preis "global vernetzt - lokal aktiv" des Bundeswirtschaftsministeriums. Hier im Land ist die Mosterei Satow die erste, die sich beteiligt. Andere können durchaus folgen.

Interview: Nick Vogler

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